Der Rheinisch-Bergischer Kreis

Ganz nah an Köln dran und sicherlich einen Ausflug wert!

Geografisches

Dieser Rheinisch-Bergische Kreis ist zwischen dem Rheinland sowie dem Bergischen Land gelegen. Es zählt zu dem Rheinsichen Schiefergebirge und bei der Kölner Bucht geht es dann östlich weiter. Der Kleine Heckberg, welcher bei Ferath liegt, sowie Overath, sind die höchsten Erhebungen. Die Stadt Overath liegt auf 348 Meter Höhe. 51 Meter misst der niedrigste Punkt im Rheinisch-Bergischen Kreis. Es herrscht eine Fläche von 438 km2 und es gibt eine Nord-Süd-Ausbreitung, die 33 km misst. Die Ost-West-Ausdehnung liegt bei circa 26 km.

Grenzpunkte heißen:

  1. Preyersmühle
  2. Overather Gebiet mit Kleinem Heckberg
  3. Wahner Heide
  4. Stadtgrenze Leichlingen und Langenfeld mit A3

Im Gebiet gibt es reichlich Regen durch Wolken, welcher der Wind westlich über die Tiefebene bläst. Es findet Entwässerung statt, die zum Rhein strömt und durch die Dhünn, die Wupper, die Sülz, die Agger sowie die Strunde erfolgt. Den Mittelpunkt des Kreises bildet die Zergenhöhle Herrenstrunden.

Geschichtliches

Die Vorgeschichte. Ob es in einem Gebiet eine Ansiedelung von Menschen gibt, ist abhängig von:

  1. Geografie
  2. Witterung
  3. Klima

In der Frühgeschichte gab es in diesem Gebiet ein Hügelland, welches eher unwirtlich war. Es herrschten bewaldete Höhen sowie Sumpftäler vor. Funde aus dieser Zeit, etwa aus der Bronzezeit oder aus der Steinzeit, sind eher rar. Funde wurden verstärkt ab dem 9. Jahrhundert gefunden. Im Westen des Kreisgebietes wurden einige Römergräber gefunden. Es ist anzunehmen, dass es im 5. Jahrhundert eine Besiedelung durch Franken gab. Hierzu gibt es schriftliche Dokumente, die aus dem Frühmittelalter stammen. Ein Verteichnis stammt aus dem Jahr 893 und nennt sich Prümer Urbar. In dem Verzeichnis werden Bauernhöfe und Weiler beschrieben. Diese gehörten zur Abtei Prüm und darin ist auch "vogelberhc" zu finden. Das war eine Ansiedlung, die heute zu Rösrath gehört. Das Gebiet Bergisches Land zählt den Rheinisch-Bergischen Kreis zu seinem Areal. Das Wort "bergisch" leitet sich dabei nicht von der bergigen Umgebung ab. Der Name stammt aus einem damaligen Geschlecht. Die Herren von Berg gaben dem Land seinen Namen. Die Grafschaft war am Ende zum 11. Jahrhundert angesehen. Im Jahr 1380 gab wurde daher das Herzogtum Berg ausgerufen. Dieses Herzogtum existieret bis zum Jahr 1806. Danach wurde das Gebiet von Napoleon übernommen und es fand ein Tausch statt. Der Bayernkönig Maximilian I. übergab das Gebiet an Joachim Murat, der sein Schwager war. So kam es zum Großherzogtum Berg und der Rheinbund wurde errichtet. Dieses hatte bis zum Jahr 1813 Gültigkeit und es wurden viele neue Administrationen eingeführt. Es entstand das sogenannte Code civil mit neuem Rechtswesen. Die Verwaltung war zwei Jahre lang ein Provisorium und der Wiener Kongress traf danach Vereinbarungen. Somit entstand im Jahr 1815 das Königreich Preußen. Auf diese Weise kam das Kreisgebit zur Rheinprovinz, im Jahre 1822. Unser Rheinisch-Bergische Kreis wurde im Jahr 1832 gegründet, der wiederum aus dem Mülheim-Kreis am Rhein sowie dem Wipperfürth-Kreis hervorging. Seit dieser Zeit ist die Administration des Kreises in Bergisch Gladbach zu Hause.

Wirtschaftliches

Die Wirtschaft des Kreises ist geprägt durch Klein- und einige Mittelbetriebe. Die zuständige IHK (Industrie- und Handelskammer zu Köln) zählt ungefähr 17.000 Mitgliedsunternehmen im Kreisgebiet. Circa 63.000 Tausend Menschen sind dort im Rheinisch-Bergischen Kreis versicherungspflichtig beschäftigt, und davon fast zwei Drittel in dem Dienstleistungssektor. Etwas 28.000 Tausend Berufspendler kommen wegen ihrer Berufstätigkeit in den Kreis, und dagegen kommen mit 53.000 Tausend fast die doppelte Anzahl an Berufsauspendler einer Arbeit in den umliegenden Großstädten und Industriegebieten nach. Die Wirtschaftsstruktur hat sich in der Vergangenheit als günstig erwiesen: die Arbeitslosenquote lag im Rheinisch-Bergischen Kreis regelmäßig unter den Durchschnittszahlen für Nordrhein-Westfalen. Es gibt drei Städte in dem Gebiet, die große Arbeitgeber für die Bevölkerung sind.

  1. Zanders - Papierhersteller
  2. Krüger - Lebensmittelhersteller
  3. Milteny Biotec - Biotechnologieunternehmen

Der Baumarkt Obi befindet sich in Wermelskirchen mit seinem Sitz. Auch Tente, ein Rollenhersteller, hat dort seinen Standort. Federal-Mogul sowie Adient sind große Firmen in Burscheid. In Bergisch Gladbach-Moitzfeld gibt es einen Technologiepark, wo es Mittel- und Kleinbetriebe gibt. In Wermelskirchen gibt es eine Sparkasse und sieben Geschäftsstellen. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband besitzt eine Akademie in Rösrath-Forsbach für die Fortbildung der Bankkaufleute. Auch gibt es Filialen von deutschen Banken in mehreren Städten. Es werden circa 38 % der Flächen für die Landwirtschaft genutzt. Dabei sind es in etwa 23 % im Bergischen Kreis sowie 48 % in Kürten sowie Burscheid. Im Jahr 2003 wurden von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen etwa 596 Landwirtschaftsbetriebe verzeichnet. Diese besaßen etwa 13.086 ha und seither ist diese Zahl gesunken. Daneben gab es einen Waldanteil von etwa 36 % im Kreisgebiet. 44 % macht dieser Anteil in Odenthal aus und 47 % in Rösrath. Der Königsforst ist hier eines der größten Waldgebiete und der Naturpark Bergisch Land besitzt 354,5 km2 Fläche. Die Große Dhunntalsperre steht unter Landschaftsschutz.

Verkehrslage

Es gibt 57 Fahrzeuge bei jeweils 1000 Einwohnern registriert, laut Stand von 2009. Der Rheinisch-Bergische Kreis besitzt demnach eine Fahrzeugdichte, die an 2. Stelle in NRW steht. Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es als Zeichen der Unterscheidung "GL". Dieses soll die Kreisstadt Bergisch Gladbach kennzeichnen. Dieses gilt auch bis zum heutigen Tag. Nördlich liegt die A1, die Anschlussstellen mit Burscheid sowie Wermelskirchen aufweist. Es gibt die Halbanschlussstelle in Rösrath, die eine Auffahrt zur Autobahn besitzt. Auf der A3 gelangt man nach Köln und es existiert auch eine Abfahrt. Durch den Kreis geht die A4, die den Rheinisch-Bergischen Kreis durchquert. Hier gibt es mit Overath sowie Bergisch Gladbach auch Anschlussstellen.

Eisenbahnverkehr

Im Kreis gibt es drei Bahnstrecken, die erschlossen sind. Folgende Bahnlinien sind zu finden:

  1. S11 mit Wuppertal - Düsseldorf über Köln und Bergisch Gladbach
  2. Die Strecke Rhein-Wupper-Bahn mit Wuppertal - Solingen bis Köln und Bonn
  3. Oberbergische Bahn mit Köln - Rösrath bis Lüdenscheid

Bis zu den 1990er Jahren hinein gab es im Stadtgebiet Burscheid sowie Wermelskirchen einige Bahnhöfe. Die Bahnstrecke von Remscheid bis Opladen ist heute stillgelegt. Diese Bahn wurde im Volksmund "Balkanexpress" genannt. Bis zu den 1960er Jahren gab es die Köln - Mülheim - Lindlar Bahnstrecke. Diese führte von Bergisch Gladbach und Bensberg über Rösrath sowie Hoffnungsthal, Immekappel und bis nach Lindlar weiter. Einen Güterverkehr gab es bis ins Jahr 1989 bis nac Bensberg. Der Abschnitt der Bahn von Köln, der bis Bergisch Gladbach rreicht, wurde im Jahr 1975 dann elektrifiziert. Auf diesem Abschnitt verkehrt die S-Bahn Linie 11. Daneben gibt es die Regionalbahn-Linie 25, welche von Rösrath bis Hoffnungsthal befahren wird.