Die Altstadt-Süd

Altstadt Süd ist Teil der City Kölns und liegt in der Mitte der Stadt. Die Begrenzung des Stadtteils sind die Kölner Ringe, welche die Grenze zur Neustadt bilden.

Die Geschichte der Stadtviertel

Der Neumarkt und das Cäcilienviertel: 1067 wurde der Neumarkt erstmals urkundlich erwähnt. Das Viertel liegt heute sehr zentral und hat viel befahrene Verkehrsknotenpunkte. Im Stadtviertel findet ein riesiger Weihnachtsmarkt statt. Der Circus Roncalli nutzt das Stadtviertel für seine Gastspiele in der Stadt. Der Südwesten des Cäcilienviertels hat den Namen Griechenmarktviertel. Es ist anzunehmen, dass es so benannt wurde, da die Kaiserin Theophanu hier beerdigt wurde. Ihre Gruft liegt in St. Pantaleon. Die Kaiserin soll eine Griechenkolonie aus Handwerkern hier gegründet haben. So könnte auch die Griechenpforte danach benannt worden sein. Es gibt jedoch eine zweite Vermutung auf das Griechenmarktviertel bezogen. Historiker meinen auch, dass sich der Name von "Crieg", was Krieg bedeutet, herleitet. 1371 gab es einen Weberaufstand in Köln, der blutig war.

Das Mauritiusviertel

Die Kirche St. Mauritius gab dem Viertel seinen Namen. Das Kloster von den Alexianerbürdern liegt in diesem Viertel. Es wurde im Jahr 1734 errichtet und liegt nahe der Kirche. Das Kloster wurde im barocken Stil erbaut und 1900 gab es einen Umzug der Alexianer nach Lindenthal in Köln. Der Bau wurde dann als Kunstgewerbeschule benutzt und 1925 gab es einen Einzug der Rheinischen Musikschule. Im Jahr 1942 gab es einen Bombenangriff auf das Gebäude. Dann wurde der Bau durch den Männergesangsverein übernommen. Der Bau wurde dann Wolkenburg genannt und der Gesangsverein übernahm auch den Wiederaufbau. Heute befindet sich darin ein Restaurant, wo auch Veranstaltungen stattfinden.

Das Georgsviertel

Den Namen hat das Viertel von der St. Georg-Kirche in Köln. Auch die Kirchen St. Maria Lyskirchen und die Trinitatiskirche befinden sich innerhalb dieses Viertels. Das Georgsviertel befindet sich zwischen der Deutzer Brücke sowie der Severinsbrücke. Zum Kapitol-Viertel hin wird das Viertel durch Bäche und die Blaubach-Straße sowie die Mühlenbach-Straße begrenzt. Einst wurden im Blaubach Textilien gefärbt und der die Ratmalzmühle befand sich früher am Mühlenbach. In heutiger Zeit erinnert an eine Straße an die Mühle, die "An der Malzmühle"-Straße. Auch das Brauhaus zur Malzmühle erinnert an die damalige Mühle. Dieses Brauhaus wurde 1858 gegründet und wird heute in diesem Viertel als einziges heute noch betrieben.

Das Kapitol-Viertel

Das Kapitol-Viertel ist benannt nach St. Maria im Kapitol-Kirche benannt. Die Dreikönigenpforte ist ein Zugang zum Kirchengelände. Die Legende besagt, dass Rainald von Dassel, ein Kölner Erzbischof, einst die Gebeine von den Heiligen Drei Königen durch das Tor getragen haben. Das Telekom-Hochhaus ist von der Architektur her interessant und liegt in diesem Viertel. Es wurde in den 1950er-Jahren gebaut und liegt an der Sternengasse.

Das Pantaleonsviertel

Dieses Viertel ist nach der St. Pantaleon-Kirche beannt, die im romanischen Stil errichtet wurde. Das Viertel lag einst am Duffesbach und darum siedelten sich hier Rogerber an. Daher kam es, dass der Bachlauf hier als Rothgerberbach bekannt wurde. In späterer Zeit wurde der Bachlauf überbaut und heute gibt es einen Straßennamen diesen Namens. Das Waisenhaus der Stadt lag früher in der Nähe des Klosters hier. Die Kirche St. Maria vom Frieden befindet sich hier in der "Vor den Siebenburgen"-Straße. Im Krieg wurde diese Kirche schwer beschädigt und in den Jahren 1986 bis 1992 wurde sie komplett renoviert. Vorher kam es nur zu provisorischen Renovierungen.

Das Severinsviertel

Das Severinsviertel liegt im Süden und ist nach der St. Severin-Kirche benannt. Dieses Viertel besitzt ein urtypisches Flair von Köln. Am Rosenmontag zieht der Rosenmontagszug seine Kreise hier. Der Startpunkt oder aber auch Endpunkt des Zuges führt durch das Viertel. Die Severinstraße ist eine zentrale Einkaufsstraße im Severinviertel. Das Haus Balchem, mit der Nr. 15, liegt an dieser Straße. Es ist im barocken Stil erbaut und ist das einzige Barockhaus, das noch aus dieser Zeit stammt. Der Volksmund bezeichnet dieses Haus als "Em Balge". Seit dem Jahr 1980 gibt es das Straßenfest "Dä längste Desch vun Kölle". Das Fest hat jedes Jahr circa 800.000 Besucher. Trude Herr hatte seit dem Jahr 1977 ihre Volksbühne hier ansässig. Das "Theater im Vringsveedel" schloss jedoch im Jahr 1986 seine Pforten. Es gibt seit 2004 große Verkehrsbehinderungen, denn ab dann begann man die Nord-Süd-Stadtbahn zu bauen. Im Jahr 2004 gab es einen Zwischenfall bei diesem Bau. Der Untergrund vom Kirchturm der St. Johann Baptist-Kirche sackte ab. Die Ursachen waren unklar und es geschah plötzlich während der Rohrvortriebsarbeiten. Der Kirchturm benötigte dann Stützen aus Stahlträgern. Der Turm wurde scherzhaft dann "Schiefer Turm von Köln" genannt. Im Jahr 2005 wurde der Turm wieder aufgerichtet, nachdem der Hohlraum mit 20 Kubikmetern Beton gefüllt wurde. Die St. Johann Baptist-Kirche ist eine katholische Kirche, wie auch die Kirche St. Severin. Die Kartäuserkirche liegt nicht weit von der Ulrepforte entfernt und sie war einst eine Klosterkirche. Heute dient die Kirche der evangelischen Gemeinde. Das Viertel hat einen Augustinerinnen-Orden und die Schwestern betreuen das Krankenhaus. Es wird auch "Severinsklösterchen" genannt, neben dem Namen Krankenhaus der Augustinerinnen. Die Fabrik Stollwerck hatte ihren Sitz bis zum Jahr 1975 in diesem Viertel.

Der Rheinauhafen

Nördlich vom Bayenturm liegt eine Rheininsel. Diese war über lange Zeit ein Erholungsgebiet der Kölner. Der Volksmund nannte dieses Erholungsgebiet "Werthchen". Daraus wurde ein provisorischer Hafen gemacht und das Gelände bekam den Namen "Becken am Bayen". Im Jahr 1855 wurde hier der Malakoff-Turm errichtet und sollte der Überwachung dienen. 1888 kam eine Drehbrücke dazu, die zur weiteren Befestigung gedacht war. 1893 war das Gelände komplett befestigt und es gab auch eine Eisenbahnanbindung. Dann wurde das Gebiet Rheinauhafen benannt. Weitere Bauarbeiten fanden in den Jahren 1909 bis 1910 statt. Das Danziger Lagerhaus wurde errichtet, welches 170 Meter lang ist. Es besitzt sieben Dachgiebel und die Kölner nennen es "Kölsches Siebengebirge". Der Hafen verlor an Bedeutung, denn nach dem Krieg gab es keine weiteren Baumaßnahmen mehr. Heute wird der Hafen als Sporthafen benutzt.

Neuzeitliche Profanbauten im Stadtviertel:

  • die Gründerzeithäuser "Am Weidenbach"
  • das Hotel im Wasserturm
  • die Severinsbrücke
  • das Telekom-Hochhaus, welches an der Sternengasse liegt

Museen im Stadtviertel:

  • das Museum Schnütgen
  • das Museum Rautenstrauch-Joest
  • das Schokoladenmuseum
  • das Deutsche Sport und Olympia-Museum