Blumenberg stellt sich vor

Blumenberg ist ein linksrheinischer Stadtteil und hat flächemäßig 3,222 km2. In Blumenberg leben in etwa 5650 Einwohner und seine Eingemeindung war am 1. April 1922. Die Postleitzahl lautet 50765 und Blumenberg zählt zum Stadtbezirk Chorweiler. Es verkehrt die Eisenbahnlinie S 11 sowie die Buslinie 120 hier.

Lage von Blumenberg

Die Grenzen zum Stadtteil lauten:

  • Worringen im Norden
  • Fühlingen im Osten
  • Chorweiler im Süden

Außerdem bilden Felder die Grenzen im Westen, welche südlich an Roggendorf / Thenhoven angrenzen. Westlich bildet auch das Wasserwerk Weiler eine Grenze zu Blumenberg. Die Innenstadt liegt ungefähr zwölf km entfernt. Der Worringer Bruch ist ein Erholungsgebiet und liegt gleich in der Nähe, so auch der Fühlinger See.

Geschichtliche Fakten

Die Geschichte geht bis in prähistorische Zeiten zurück. Anscheinend existierte hier bereits eine kleine Ansiedlung, welche sich an des Rheins Niederterrassen befand. Das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege führte dazu einst eine Untersuchung durch. Von 1988 bis 1989 fand hier eine Ausgrabung statt und auch 1990 sowie 1991. Damals fand man frühe Siedlungsspuren, die bis 4000 v. Chr. zurückreichen. Bei Ausgrabungen fand man auch elf Hofsiedlungen, die um etwa 1000 v. Chr. entstanden sind. Es handelte sich dabei um Pfahlbauten. Die Schlacht von Worringen fand im Jahre 1288 statt. In der "Fühlinger Heide" wurde ein Kampf ausgefochten. Teile des damaligen Gebietes sind nun auf Blumenberger Boden gelegen. Bis zum Jahr 1922 war Blumenberg ein Bestandteil der Bürgermeisterei Worringen. Konrad Adenauer nahm einst die Eingemeindung vor. Es gab den Plan, Köln nach Norden hin ausdehnen zu lassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die City von Köln schwer zerstört. Es wurde die "Neue Stadt" geplant und auch Blumenberg sollte daraus hervorgehen. Bereits 1963 gab es Pläne zum Stadtteilbau, aber mit dem Bau wurde erst 1986 begonnen. Der neue Stadtteil sollte circa 5000 Menschen Platz bieten. 1997 wurde der S-Bahn-Anschluss fertiggebaut.

„Blumenberg“ wurde 1963 als neuer Stadtteil namentlich beschlossen. Seinen Namen bekam es vermutlich durch den einstigen "Bloemberger Hof". Auch der Blumenbergsweg wird wohl darauf zurückgehen. 1602 wird der Hof in einer Urkunde genannt. Der "Blutberg" war einst die Stelle, wo die Schlacht zu Worringen ausgetragen wurde und der Bloemberger Hof" wurde wohl Euphemismus-mäßig so genannt. Ein Feldweg im Süden von dem Worringer Bruch führt noch den Namen "Am Blutberg".

Bevölkerungsentwicklung seit dem Jahr 1990

Als der neue Stadtteil errichtet wurde, zog es viele Jungfamilien nach Blumenberg. Es gab billige Haus- sowie Grundstückspreise und Blumenberg liegt nahe an der Natur. 1990 lebten nur 466 Personen hier, doch die Zahl stieg kontinuierlich.

Die Siedlungsstruktur von Blumenberg

Es waren für Blumenberg nur Einfamilienhäuser geplant. Doch es reihten sich Mehrfamilienhäuser ein. Die älteste Ökosiedlung von Deutschland liegt mit 16 Reihenhäusern in Blumenberg. Überlegungen für Wasserversorgung, Wasserentsorgung sowie die Bauweise wurden nach ökologischen Gesichtspunkten geplant.

Verkehrslage

Der Stadtteil hat eine Anbindung an die S-Bahn-Linie 11, welche durch einen Tunnel verläuft. Der Hauptbahnhof von Köln kann in 20 Minuten erreicht werden. Außerdem verkehrt die Buslinie 120 in Blumenberg. Diese fährt montags bis freitags seit dem Jahr 2013. Die Buslinie kommt aus den Vororten im Norden und fährt über Chorweiler auch bis Blumenberg. Blumenberg-Süd sowie Blumenberg-Nord sind Ortszufahrten und sind Kreisverkehre. Sie sind an einer Landstraße gelegen und es gilt Tempo 50. Hier wurde auch ein Lärmschutzwall gebaut. Südlich ab dem Stadtteil Chorweiler, gibt es einen Übergang in ein Tempolimit 70 und eine Kraftfahrstraße. Von den Stadtteilen Lindweiler, Pesch sowie Volkhoven / Weiler gelangt man zum Köln-Nord Autobahnkreuz sowie in die City. Seit dem Jahr 2008 gilt in Blumenberg Tempo 30. Diese Maßnahme wurde zur Verkehrsberuhigung für Wohnsiedlungen gesetzt.

Kirchengemeinden in Blumenberg

Der Stadtteil gehört zur Kirchengemeinde "St. Pankratius Am Worringer Bruch". Im Jahr 2003 wurde die Kirche "St. Katharina von Siena" gebaut. Nikolaus Bienefeld war ihr Architekt und auch das Gemeindezentrum gehört gleichen Namens gehört dazu. Das Gebäude beinhaltet einen Komplex aus Pfarrsaal, Kindergarten, Wohnungen sowie einer Arztpraxis. Im Jahre 2006 wurde dafür ein Architekturpreis übergeben. Hier organisiert sich auch der Pfadfinderstamm namens "St. Katharina von Siena". Die evangelischen Gläubigen organisieren sich durch die Gemeinde Chorweiler mit "Köln Neue Stadt".

Bildung, Gesundheit sowie Freizeitaktivitäten hier

Der Stadtteil hat vier Kindergärten und eine Gemeinschaftsgrundschule. Daneben gibt es ein Jugendzentrum und zahlreiche Spielplätze. Auch einige Sportanlagen für Kinder sowie Erwachsene sind in Blumenberg vorhanden. Desweiteren findet sich eine Apotheke, Fachärzte, Dienstleistungs- sowie Einzelhandelsbetriebe vor Ort. 2008 kam es zum Bau eines Seniorenheimes.

Kirche St. Katharina von Siena - Blumenberg

Eine außergewöhnliche Kirche zum Besichtigen! Blumenberg hat eine sehr außergewöhnliche Kirche. Sie ist ellipsenförmig angeordnet und ähnelt einer Arche. Die Kirche gibt ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Es existieren verschiedene Farben mit massiven Wänden aus Beton. Ein Spiel aus Licht sowie Schatten macht die Kirche zu einem sakralen Kunstwerk. Das Gotteshaus ist katholisch und ist ein neues Pfarrzentrum namens "St. Katharina von Siena". Heinz Bienefeld lieferte den Entwurf zu dieser einzigartigen Kirche. Der Architekt verstarb 1995 und nach seinem Tod wurde er mit dem Preis "Bundes Deutscher Architekten" ausgezeichnet. Dieser Architekt wurde öfter "Architekt der Stille" genannt. Er reduzierte die Formen eines Gebäudes und läßt diese fast archaisch erscheinen. Bienefeld baute auf einfache Formen und elementare Einsichten. Der Architekt erschuf neben Gotteshäusern und Kindergärten über 30 Häuser, die im Rheinland stehen. Die Raumgeometrie der Kirche ist beeindruckend. Bienefeld selbst nannte seinen Entwurf zur Kirche "Kirche auf dem Weg", den dieser schon 1992 zeichnete.

Der Baukörper ist eingebunden ins Gemeindezentrum. Die Kirche durchsticht den Bau im Osten nahezu. Dies ist allerdings auf den ersten Blick nicht erkennbar. Die Form der Kirche ist grazil und in einer Ellipse errichtet. Das Äußere der Kirche ist wie eine Arche dicht verschlossen und es gibt einzigartige Lichtöffnungen. Das Hauptschiff besteht aus zwei Wänden, die 70 Meter lang, 7,90 Meter hoch sowie 0,30 bis 0,70 Meter dick sind. Es hat eine Absenkung um zwei Meter, die den Gesamteffekt einer Arche verstärkt. Es gibt eine Krypta und eine Kapelle im Osten. Bienefeld legte Wert auf Proportionen und Elementarformen der Geometrie. Er wollte keine alltägliche Kirche erschaffen und daher herrscht eine Großform und eine große Freifläche des Bodens vor. Das Gotteshaus ist weitgehend schmucklos, jedoch spürt man keine Leere. Es gibt eine sakrale Weite sowie eine Ruhe von großen Flächen. Als Bienefeld starb, vollendete sein Sohn sein Werk. Nikolaus Bienefeld stellte den Bau der Kirche fertig und schon sein Vater kreierte den Entwurf aus Beton, der eingebracht wurde.