Chorweiler heißt Besucher willkommen

Chorweiler ist im nördlichen Köln gelegen und die City ist in etwa zehn Minuten zu erreichen. Der Stadtteil ist dem gleichnamigen Stadtbezirk Chorweiler zugehörig.

Lage von Chorweiler

Die Neusser Landstraße sowie die B 9 bilden die Grenzen im Osten. Auch Fühlingen macht östliche eine Grenze zum Stadtteil aus. Hier ist auch der Fühlinger See positioniert. Der künstliche See zieht zahlreiche Besucher und Erholungssuchende an, was ein Tip für Besucher von Köln ist. Nach ausreichender Stadtbesichtigung sowie Relaxen am See, kann man sich in einer Wohnung der Fewo Köln wohlfühlen. Der Fühlinger See hat einige große Seen, die zusammenhängend sind. Seeberg bildet die Grenze im Süden sowie Volkhoven / Weiler im Westen. Die A 57 liegt dahinter und Blumenberg befindet sich im Norden und bildet eine Grenze zum Stadtteil. Danach folgt der "Worringer Bruch", der anschließt.

Geschichtliche Fakten

In den 1970ern wurde dieses neue Stadtviertel kreiert. Schon 1922 kam der Architekt Fritz Schumacher auf die Idee einer "Neuen Stadt". Chorweiler ist charakteristisch für die damalige Städtebaupolitik. Im Jahre 1957 griff man dessen Idee auf. Damit wollte man der Wohnungsnot nach Kriegsende Herr werden. Es sollte Wohnraum nahe der vielfachen Industriegebiete des Nordens geschaffen werden. Daher musste ein Gebiet einer Kleinstadt erschaffen werden. Damit sollte Raum für etwa 100.000 Personen konstruiert werden. Wohnraum, Arbeitsplatz, der Handel und auch Freizeit sollten entstehen. Dies alles, wie auch Sozialeinrichtungen, sollte man auf Kurzstrecken erreichen können und somit verbunden werden. Die Pläne sahen zuerst vor, im Osten von Chorweiler einen Grünstreifen, der ungefähr 2 - 3 km breit war, zu kreieren. Dieser sollte für Erholung, Freizeitaktivitäten sowie auch den Immissionsschutz entstehen. Auch war eine Industrieschiene entstehen, die von Merkenich bis nach Worringen reichen sollte. Den Namen bekam Chorweiler aus der Verbindung von Chorbusch sowie Weiler.

Die künftige Skyline der neuen Stadt war eine Grundidee. Der Plan war, südlich mit einer Niedrigbebauung zu starten. Die ersten Bauten hatten ein bis vier Stockwerke und im Kern von Chorweiler sollten auch 30 Etagen entstehen. Der Norden des neuen Stadtteils sollte dann wieder niedriger bebaut werden. Die Bauphase begann also von Süden her und weitete sich dann nach Norden aus. Die Bebauung ist bis heute andauernd. Im Süden Kölns liegen Seeberg sowie Heimersdorf und ihre Fertigstellung wurde in den 1960ern erreicht. In den 1970ern sowie den 1980ern entstanden Seeberg-Nord, Chorweiler-Nord sowie auch Chorweiler. Dadurch entstand letztendlich die umfassendste Plattenbausiedlung von ganz Nordrhein-Westfalen. Im Jahre 1972 zogen die ersten Personen hier ein und 1976 folgte ein riesiges Einkaufszentrum. Letzten Endes entstanden in Chorweiler Wohnungen für etwa 40.000 Menschen. Die vorerst geplanten Bürobauten fanden keine Umsetzung. Dadurch wurde die Infrastruktur in Chorweiler zu riesig angelegt. Das vielversprechende Konzept "Leben und Arbeiten" konnte nicht umgesetzt werden. Es gibt zum Teil Hochhäuser mit 20 Stockwerken. Der Stadtteil weist eine sehr hohe Bevölkerungsdichte auf. Viele namhafte Architekten beteiligten sich an diesem Projekt. Die Riphahnstraße hat einen Gebäudekomplex mit zehn Geschossen. Gottfried Böhm, ein Pritzkerpreis-Träger, errichtete eine Wohnstraße in Chorweiler. Hans Schilling zeichnet für das Sozial Kulturelle Zentrum verantwortlich. Es steht am Pariser Platz und Seeberg besitzt eine Wohnbebauung, welche von Oswald Mathias Ungers kreiert wurde.

Blumenberg bildet im Norden eine Fortsetzung dieses Projekts. Blumenberg wurde seit den 1980ern mit Bauten geschaffen. In Blumenberg wurden auch viele Eigenheime errichtet, die zumeist aus Reihenhaus-Siedlungen bestehen.

Im Jahre 2015 besaß Chorweiler einen sehr hohen Migrantenanteil von 80 Prozent! In jeder zweiten Familie wurde Hartz IV bezogen. Auch gab es 2015 circa 80 Prozent Zuschüße vom Staat für die Wohnungen.

Stadterneuerung sowie Sanierung

In den 1980ern sah man dann, wie sich diese Art der Bebauungspolitik auswirkte. Die Wohnungspolitik von damals kann als verfehlt angesehen werden. Leben in einer Trabantenstadt wurde unattraktiv, denn es kam der Trend nach Altbauwohnungen wieder auf. Auch wurde es wichtig, nahe der City zu wohnen. In der Innenstadt wurden Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. In Chorweiler waren die Mietkosten eher gering und nur deshalb zog man nicht weg von hier. Der Ausländeranteil lag bei 41 Prozent und somit konzentrierten sich in Chorweiler sozialschwache Familien. Chorweiler artete zu einem sozialen Brennpunkt aus. Es gab Leerstände in den Wohnungen und eine der Verwahrlosung preisgegebenen Infrastruktur. Im Jahre 1985 war Chorweiler sozusagen sozial kaltgestellt. Um den sozialen Verfall aufzuhalten, wurde 1985 ein Ergänunzungsprogramm beschlossen. Die Wohn- sowie Lebensqualität sollte in Chorweiler verbessert werden. Sanierungsmaßnahmen sollten folgen und ein Schwerpunkt werden. 1987 fand eine Eröffnung des Büros zur Bürgerbeteiligung statt. Die Stadtteilbewohner sollten mit eingebunden werden. Die Infrastruktur des Verkehrs, welche überproportinal groß angelegt worden war, fand einen Rückbau. Verkehrsbedingte Zonen kamen stattdessen hinzu und es wurden auch viele Grünflächen geschaffen, wie zum Beispiel der Olof-Palme-Park. Es wurde ebenfalls ein Jugendzentrum errichtet und die "Chorweiler Selbsthilfe e. V." entstand. Dies ist eine Werkstatt, die einstmals ein Schwimmbad war. Dieses war ungenutzt und wurde umgebaut in diese Selbsthilfegruppe. In diesem Handwerkshof gibt es Berufsvorbereitungskurse, Weiterbildungsmaßnahmen sowie Qualifizierungsmaßnahmen. Damit konnten sich die Einwohner von Chorweiler verbessern.

In den Jahren von 1989 bis 1997 wurden Architekten, Stadtplaner sowie Sozialarbeiter eingesetzt. Die Wohnqualität in Chorweiler wurde danach verbessert. Arbeitsplatzbeschaffungs-Projekte entstanden danach, denn in Chorweiler war die Arbeitslosenquote sehr hoch. Das Büro dieser Stadtplaner wurde im Jahre 1996 aber geschlossen. 1997 sollte ein Schwerpunkt auf die Jugendarbeit folgen. Dazu wurden Sozialarbeiter eingesetzt und es entstanden auch Bildungsangebote. Aqualand, ein Freizeitbad, entstand und ein Einkaufszentrum namens "City-Center" wurde gebaut.

Freizeitaktivitäten

Das Bürgerzentrumgebäude verfügt über ein Hallenbad, eine Stadtbücherei-Zweigstelle, einen Saal für Veranstaltungen sowie ein Jugendzentrum. Kleine Räume gibt es für Privatfeste zu mieten. Gleich neben der Gesamtschule gibt es drei Fußballsportanlage, die drei Fußballplätze hat. Der Vereinssport kann die Turnhallen der Gesamtschule ebenfalls nutzen. Das Freizeit-Funbad "Aqualand" befindet sich in der Merianstraße in Chorweiler. Chorweiler-Nord hat auch eine Kletterhalle für die Freizeit. In der Merianstraße gibt es auch eine Tennisanlage. Diese verfügt über einige Außen- sowie Hallenplätze. Die Tennisanlage gehört aber zum Stadtteil Seeberg. Zwischen dem Stadtteil Fühlingen sowie Chorweiler-Nord existieren viele Kleingärten. Die Einwohner von Chorweiler haben diese großteils in Pacht.

Für die Freizeitgestaltung sind auch viele Parks zum Erholen vorhanden. Diese liegen im Osten und reichen bis zum Fühlinger See. Es ist ein Übergang zum Worringer Bruch in Planung. Der Worringer Bruch ist ein Naturschutzgebiet. Es ist auch in der Nähe ein Wald zur Erholung vorhanden, wo viele Chorweiler Entspannung suchen.

Einkaufen in Chorweiler

Es gibt ein Einkaufszentrum mit zwei Stockwerken in der Mitte Chorweilers. Darin preisen 120 Läden ihre Waren an und zwei Supermärkte befinden sich auch hier. Auch Gastronomiestätten sind hier untergebracht und man findet hier alle Waren des täglichen Bedarfs. In 15 Minuten kann man mit der S-Bahn in die City Kölns fahren. Chorweiler-Nord kann auch mit einigen Geschäften aufwarten.

Verkehrslage

Eine Anschlussstelle zur A 57 ist in Chorweiler vorhanden. Auffahren kann man nur in Fahrrichtung Köln. Auf der Mercatorstraße verkehrt der Kraftfahrverkehr. Nach Süden hin gibt es eine Verbindung nach Longerich. Im Norden gelangt man in den Stadtteil Blumenberg. Es war einmal geplant, diese Straße im Norden in Roggendorf abermals auf die A 57 führen zu lassen. Die Merianstraße hat vier Fahrspuren und von hier gelangt man an die Anschlussstelle "Köln-Niehl".

Religionen im Stadtteil

"Hl. Papst Johannes XXIII." ist eine katholische Kirche hier. Sie steht am Pariser Platz und befindet sich gegenüber vom Bezirksrathaus. 2009 wurde die Kirche eingeweiht und vorher hieß die Kirche 28 Jahre lang "St. Johannes in der Neuen Stadt". 2007 wurde der Saal der Pfarrgemeinde verkauft und Käufer war die Synagogengemeinde. Es gab dann einen Umbau zum jüdischen Gemeindezentrum. Hier ist zum Großteil die russischsprachige Judengemeinde organisiert. In Chorweiler gibt es viele russischsprachige Juden, die von der Sowjetunion einwanderten.

In Nachbarschaft steht die Kirche für die Evangelischen. Für Einwanderer aus der Türkei und deren Nachkommen, die in Chorweiler einen hohen Anteil ausmachen, gibt es ein islamisches Gemeindezentrum. Daneben gibt es noch ein christlich-orientalische Gemeindezentrum.