Elsdorf - der Stadtteil heißt Besucher willkommen!

Elsdorf hat eine Fläche von 1,766 km2 und die Einwohnerzahl liegt bei ungefähr 1713, per Stand Ende 20107. Demanch hat der Stadtteil eine Bevölkerungsdichte von 970 Einwohnern pro km2. Die Eingemeindung nach Köln fand am 1. Januar 1975 statt. 51145 lautet die Postleitzahl des Stadtteils und seine Vorwahl ist 02203.

Lage des kleinen Stadtteils

Elsdorf hat die Stadteilnummer 708 und lieg circa 50 bis auch 55 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Grenzen zu Elsdorf lauten:

  • im Osten liegen Wahnheide sowie Grengel
  • Wahn im Süden
  • Porz sowie Zündürf im Westen
  • im Norden liegt Urbach

Dieser Stadtteil war in vorheriger Zeit ein Straßendorf. Heute liegt es an der Autobahn 8 und zuvor war das Ortszentrum langgezogen. Heute liegt die Gilsonstraße auf dem einstigen Ortskern. Dieser wurde einst an einem Rheinarm gebaut. Deshalb liegt der Grundwasserspiegel in diesem Raum auch sehr hoch.

Geschichtliche Fakten

1371 gab es von Elsdorf die erste Erwähung in einer Urkunde. Darin wird der Ort "Eygelstorp" genannt und es wird vermutet, dass der Name von "Eigil" stammt. Die älteren Bewohner von Elsdorf kennen den Stadtteil noch als "Eilsdörp", eine mundartliche Bezeichnung. Die alten Bewohner sind zwar schon verstorben, der Begriff blieb jedoch erhalten und ist noch bekannt. In der finsteren Mittelalterzeit war das Dorf ein Teil des Porzer Amtes. Dieses wiederum wurde vom Herzogtum Berg verwaltet. Im Jahre 180t wurde das Großherzogtum Berg gebaut und es kam auch zu einer Neuordnung der Administration. Vorbild dieser Neugliederung war Frankreich und 1808 wurde die neue Verwaltung Fakt. Der Ort wurde dann in die Mairie Wahn eingegliedert. 1815 fiel Elsdorf dann wieder Preußen zu und somit zur Bürgermeisterei Wahn.

Landwirtschaft in Elsdorf

In Elsdorf wird Landwirtschaft noch sehr groß geschrieben. Ähnliches gibt es nur noch im Stadtteil Libur. Die Umgebung mit den Feldern wird für die Landwirtschaft gebraucht. Die Flächen für die Landwirtschaft sind ausnahmslos alle höher als der Mittelpunkt des Ortes gelegen, der historische Orstkern. Daher sind diese Böden hier auch ertragreicher, denn die Erden sind nährstoffreicher und fetter. Es fällt hier viel Regen und die Mengen schwanken zwischen 750 sowie 800 mm. Angebaut werden Mais, Roggen, Gerste sowie auch Weizen. Daneben sind auch Rapsfelder sowie Zuckerrübenfelder zu finden. Die Bewirtschaftung der Häuser mit ihren riesigen Gärten wurde bis 1950 betrieben. Spargel, Kartoffel sowie verschiedene Gemüsesorten wurden angebaut. Auch sehr viele Obstbäume waren hier zu finden. Pflaumen, Pfirsiche, Kirschen, Birnen und Äpfel prägen das Ortsbild und die Ernte war fruchtig und reich. Der späte Herbst war mit geschäftigem Treiben erfüllt, denn zu dieser Zeit wurden Äpfel, Wurzelgemüse sowie Kartoffeln geerntet. Rote Beete, Möhren oder auch Sellerie wurde in Kellern eingelagert. Viele Einwohner versorgten sich selbst und im Winter herrschte kein Mangel. Entweder durch Einkochen oder durch Einlegen in Essig machte man Äpfel, Birnen, Gurken, Weißkohl oder Kirschen haltbar. Die größeren Bauernhöfe bestanden bis Ende der 50er Jahre oder auch noch bis Anfang der 60er.

Ortsbild von Elsdorf

Elsdorf hat sozusagen zwei wichtige Teile: den alten Ortskern sowie die Erweiterung des Dorfes. Das alte Ortszentrum lag an der Bundesautobahn 8, im Westen. Die Dorferweiterung wurde im Osten vorangetrieben. Es gibt heute zwei zusammenführende Straßen, die am Dorfplatz aufeinandertreffen. Dieser ist historisch und prägen das Ortsbild. Die Gilsonstraße ist in einer großen Kurve zu fahren und wurde früher Dorfstraße genannt. In Richtung Osten liegt in geradem Verlauf die Hermann-Löns-Straße.

Alter Ortskern von Elsdorf

Es gibt in Elsdorf ein altes Fachwerkhaus, welches aus dem Jahre 1789 stammt. Dieses ist ein Teil des "Bergerhof" Landgutes. In jener Zeit war der Ort Elsdorf nur ein Weiler und es gab nur vereinzelte Höfe. Es gab riesige Felder und die Erben teilen sich diese im 19. Jahrhundert untereinander auf. Für den Ort waren daher langgestreckte Grundstücke typisch. Früher gab es sogenannte Bauernkaten, die aber abgerissen wurden. Diese bestanden aus Fachwerk oder auch Lehm und fielen nach und nach dem Abriss zum Opfer. Am Ende des Jahrhunderts ersetzte man diese Bauernkaten dann gegen andere Bauten. Sie waren 1 1/2 geschossig und bestanden aus Ziegelsteinen. Im 20. Jahrhundert begann man, diese Bauten dann zu verputzen.

Diese Bauten waren in etwa 50 m2 groß, manche hatten auch weniger m2. Es gab zwei Wohngeschosse und fünf Räume, sowie eine Küche. Ein Bad war in den kleinen Häusern nicht vorhanden und wurde später nachgebaut. Die Deckenhöhe lag im Erdgeschoss bei 2,30 Metern und im Obergeschoß bei 2,20 Metern. Es gab ein Plumpsklo, das sich neben dem Viehstall befand. Diese Häuschen würde man heute als kleines Gartenhaus bezeichnen. Die Häuser waren oft giebelständig und zwischen den Häusern lagen Traufgässchen. Diese waren manchmal oft nicht mal einen Meter breit. Sie dienten für den Brandschutz, aber auch zum Ableiten von Regenwasser. In der Gründerzeit, Anfang des 20. Jahrhunderts, wurden die Häuser dann größer. Die Häuser wurden mit zwei Stockwerken gebaut und die Deckenhöhe lag bei etwa 2,50 und 2,40 Meter. Ein Bad war in diesen Häusern dann meist schon vorhanden. Die Häuser wurden höher gebaut, giebel- sowie traufständig. Seit damals war die Grenzbebauung möglich und die Bürger, wie auch die Stadt, wollten dies dann ausdrücklich.

Im Orstkern von Elsdorf befindet sich die tiefste Stelle des Ortes. Der Dorfplatz von Elsdorf ist dreieckig und früher lag hier ein Löschwasserteich. Dieser wurde zugeschüttet und dann entstand der Dorfplatz. Im Jahre 1930 wurde ein anderer Löschwasserteich errichtet. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde dieser mit Sand befüllt. Heute liegt hier ein netter Kinderspielplatz.

Eine neue Siedlung entsteht

In der Hermann-Löns-Straße befanden sich schon um das Jahr 1920 mehrere Gebäude. Von 2006 bis zum Jahr 2012 wurden hier neue Häuser errichtet. Im Osten der B 8 kam ein Wohngebiet dazu. So entstanden hier Reihenhäuser und auch Siedlungshäuser, die meist 2 1/2 Stockwerke haben. Da der Verkehrslärm sehr stark ist, errichtete man auch gleich einen Lärmschutzwall. Dieser steht entlang der Autobahn 8 und ist ungefähr 4,50 Meter hoch.

Religion hier

In Elsdorf gab es kein eigenes Gotteshaus. Urbach liegt 1,3 km weit weg und die Einwohner von Elsdorf fuhren nach Urbach in die Kirche. Demzufolge gab es auch keinen eigenen Friedhof. In Urbach steht die Kirche St. Bartholomäus und die Elsdorfer feierten die heilige Messe hier. Eine Fronleichnamsprozession wird auch heute noch gefeiert. Bis in die 1960er brauchte man auch in diesem Stadtteil ein extra aufgebautes Altargerüst für die Messe. Zur Gottestracht säumten Blütenteppiche und gefärbte Sägespäne die Straßen. Der Priester von Urbach trug die Hostienmonstranz durch diese schön geschmückten Straßen. Es gibt eine Heiligblut-Wallfahrt in den Ort Walldürn. Diese hat eine enge Verbindung zur St. Bartholomäus-Kirche in Urbach. Bevor die ICE-Strecke Köln-Rhein/Main errichtet wurde, gab es ein "Heiligenhäuschen" in Elsdorf. Zur Zeit der Wallfahrt gab es hier eine Verabschiedung.

Das Brauchtum wird gepflegt

Am 1. Mai wird am Dorfplatz der Maibaum feierlich aufgebaut. Traditionell ist der Maibaum eine Birke und Ende Mai wird der Baum wieder weggenommen. Zur Weihnachtszeit wird im Ort eine Fichte aufgestellt. Dieser Baum steht in der ganzen Adventszeit und wird erst nach Silvester entfernt. Der Karneval hat in ganz Köln natürlich eine große Tradition. "Fidele Elsdorfer" heißt der Karnevalsverein hier. Jedes Jahr kommt ein extra hierfür geschmüchter Karnevalswagen zum Einsatz. Dieser wird mit Blumen aus Papier liebevoll geschmückt und beim Umzug in Porz zur Schau gestellt.

Einige Sehenswürdigkeiten in Elsdorf:

  • der "Bergerhof" ist das schönste Gebäude in Elsdorf. Dabei handelt es sich um einen Gutshof. Er stammt aus dem 18./19. Jahrhundert und in der Gilsonstraße befinden sich noch mehrere einstige schöne Höfe.
  • Johann Schmitz war einst ein Schöffe und war Pächter vom "Gisterhof". Dieser lag in Elsdorf und wurde auch "Kapitelhof" genannt. Ihm zu Ehren wurde ein Gedenk- sowie Dankkreuz errichtet. Die Datierung dieses Kreuzes lautet 1760 und wurde ihm gestiftet. Das alte Kreuz ist schon eine Besonderheit in Elsdorf und sehenswert.
  • Schmuck anzusehen ist das "Heiligenhäuschen" von Elsdorf. Drei wunderschöne Lindenbäume umgeben das Häuschen. Das kleine Bauwerk wurde im Jahr 1925 gebaut und ist der Hlg. Marie gewidmet. Vorher stand an dieser Stelle bereits ein kleines Bauwerk. Es verfiel jedoch zusehends und wurde abgerissen. Danach wurde das neue Heiligenhäuschen gebaut. Im Häuschen wurde eine Gedenktafel angebracht für die Opfer der zwei Weltkriege vom Ort.