Ensen wird vorgestellt

Ensen ist rechtsrheinisch in der City Kölns gelegen und zählt zum Stadtbezirk Porz. Es trägt die Stadtteilnummer 703 und hat in etwa 7617 Einwohner. Seine Fläche beträgt 1,620.5 km2. Die Eingemeindung nach Köln fand am 1. Januar 1975 statt. Seine Postleitzahl ist 51149 und hier verkehrt die Stadtbahnlinie 7. Die Vorwahl des Stadtteils lautet 02203.

Geografische Lage des Stadtteils

Die westliche Grenze wird mit Westhoven gebildet und die nordöstliche bildet der Rangierbahnhof von Gremberg. Porz wiederum ist die Grenze im Südosten und die südliche Grenze macht der Rhein aus. Rodenkirchen sowie Weiß befinden sich gegenüberliegend und bilden ebenfalls Begrenzungen zu Ensen.

Geschichtliches zu Ensen

Historiker vermuten, dass der Begriff "Ensen" von der keltischen Sprache abstammt. In dieser hieß es "Fließendes Wasser". Durch den großen Rheinfluß besteht immer wieder die Gefahr von Überschwemmungen. Dies stellt ein großes Problem dar. Der Westhovener Stadtteil merkt dies stark und ist manchmal von Hochwasser betroffen. Desweiteren leitet sich das Wort "Ensen" auch von Insel ab. Der Stadtteil Ensen liegt geografisch höher als Westhoven, das in der Nachbarschaft liegt. Die etymologische Ableitung Westhoven entstand durch "Wüsthoven". Wenn es eine Überschwemmung gibt, wird der Höhenunterschied der beiden benachbarten Stadtteile unverkennbar sichtbar. In einem Mirakelbuch wurde der Stadtteil zum ersten Mal erwähnt. Der heilige Anno II. führte ein solches Buch. Einst war Ensen ein Dorf im Mittelalter. Seit 1773 ist der Ort jedoch eine eigene Gemeinde mit Pfarre. Als das 18. Jahrhundert sich dem Ende zuneigte, gab es in Ensen nur in etwa 160 Bewohner. Politisch gesehen war das Dorf seit der Mittelalterzeit dem Amt Porz zugerechnet. Dieses lag im Berger Herzogtum und in der französischen Revolution war auch Ensen besetzt. Im Jahre 1795 wurde der Ort von den Franzosen besetzt. Und 1815 wurde Ensen dann schließlich Preußen eingegliedert. Es wurde in einer preußischen Rheinprovinz verwaltet. Am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde eine Klinik für die Psychiatrie in Ensen gebaut. Die Eingliederung ins Amt Porz erfolgte im Jahr 1929. 1932 folgte dann die Eingliederung in den Rheinisch-Bergischen Kreis. Im Jahre 1975 schließlich wurde Ensen ein Stadtteil der Stadt Köln.

Religion in Ensen

Ensen bekam eine katholische Kirche namens St. Laurentius. Diese wurde von 1894 bis 1896 gebaut. Der Stil des Gotteshauses ist neugotisch und hat eine Stufenhalle mit drei Schiffen. Die Kirche besitzt ein Satteldach und ihr Chor hat eine Einziehung. Das Satteldach hat Dachreiter sowie Quergiebeln. Die Kirche glänzt auch mit einem Vierkantturm. Der Turm hat mehrere kleine Ecktürmchen sowie auch einen Achteckhelm.

Vereine im Stadtteil

Ensen verfügt über folgende Vereine:

  • Der Verein TV Ensen-Westhoven 07 e.V.
  • Den Pfadfinder Stamm St. Laurentius
  • Der Bürgerverein Ensen-Westhoven e. V.
  • Den Spielmannszug St. Sebastian Ensen-Westhoven 1948 e. V.
  • Das Festkomitee Ensen- Westhovener Karneval e. V.
  • Den SV Westhoven-Ensen 1931 e. V.
  • Die wackere St. Seb. Schützenbruderschaft Ensen-Westhoven
  • Im Karneval KG Närrischer Laurentius e.V.

Verschiedene Einrichtungen

Erwähnenswert sind nachfolgende Bauten sowie Einrichtungen:

  • Das Alexianer Krankenhaus, welches zwischen den Jahren 1905 sowie 1908 als eine Klinik errichtet wurde. Die Klinik dient psychisch Kranken als Heilstation. Der Erbauer des Gebäudes war das Convent und Krankenhaus der Alexianerbrüder.
  • In Ensen gibt es die Freiwillige Feuerwehr Köln mit der Löschgruppe Ensen-Westhoven.
  • Es gibt die Städtische Gemeinschaftsgrundschule im Ensener Stadtteil.

St. Laurentius Kirche in Ensen

Die Kirche ist ein wunderschönes Gotteshaus im Stile der Neugotik. Sie wurden zwischen 1894 und 1896 gebaut und liegt mitten in Ensen in der Stadt Köln. Sie ist dem Pfarrverband von Porz Rheinkirchen eingegliedert.

Geschichte sowie Architektur

Die Kirche ist dreischiffig und hat eine Stufenhalle. Sie ist neugotischen Stils und hat einen eingezogenen Chor. Desweiteren besitzt die Kirche ein Satteldach mit Dachreitern. Auch Quergiebel sind im Dach eingebaut. Der Vierkantturm ist markant und mißt stolze 56 Meter. Er hat einige Ecktürmchen sowie auch einen Achteckhelm. Der Architekt Theodor Kremer war der Bauherr dieser Kirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Einige Fliegerbomben trafen das Bauwerk und nur die äußeren Mauern blieben noch erhalten und stehen. Es wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, der bis zum Jahr 1951 dauerte. Somit konnten dann wieder Messen gehalten werden. Im Jahre 1965 erfolgte eine grundlegende Renovierung des Turmes. In den Jahren 1984 und 1985 wurde auch die restliche Kirche renoviert. 1999 sowie im Jahr 2000 wurde die Kirche dann komplett generalsaniert. Das Innere der Kirche wurde mit Farben neu gestrichen. Paul Weigmann lieferte Entwürfe für die Kirchenfenster. Die Firmen Derix aus Düsseldorf, Franz Melichior aus Köln sowie Hein Derix aus Kevelaer lieferten ebenfalls Kirchenfensterentwürfe. Diese wurden in je zwei Bauabschnitteinteilungen verarbeitet.

Die Ausstattung

Durch die Zerstörungen im Krieg wurde die Originalkirche fast komplett zerstört. Im Jahr 1965 bekam die Kirche einen Altar und 1967 folgte der Ambo. Einen neuen Tabernakel gab es 1976 sowie in den Jahren 1979 und 1980 ein Altarkreuz. Sepp Hürten fertigte diese Kunstwerke an. Es befinden sich Heiligenfiguren des Laurentius sowie der Mutter Maria in der Kirche. Seit ein paar Jahren gibt es die Christusfigur "Christus in der Rast" im Gotteshaus. Der Heiland ist hier mit einer Dornenkrone sowie Geißelwunden zu sehen. Wunden, die von Nägeln herrühren oder den Lanzenstick sieht man hingegen nicht. Eine Orgel befindet sich in der Kirche und diese hat 21 Register sowie zwei Manuale. Die neue Orgel beinhaltet Reste der Originalorgel, welche im Krieg zerstört wurde. Die Firma Seifert aus Köln hat die alte Orgel erbaut.

Glocken der Kirche

Es gibt vier Glocken mit einem schönen Geläut. Hans Hüesker goss die Glocken in Gescher. Der Glockenstuhl besteht aus Stahl und drei Glocken sind an Holzjochen hängend. Die vierte Glocke hat einen geraden Stahljochen. Mit der Marienglocke wird das Angelusläuten durchgeführt. Am Sonntag sowie an den Feiertagen hört man das Vollgeläut.

Die Glocken haben die Namen:

  • Frienden
  • Laurentius
  • Maria
  • Joseph

Die Glocken sind zwischen 575 und 1356 kg schwer. Es befinden sich eingravierte Inschriften in den Glocken.

Inschriften:

  • Friede sei euch allezeit - Pax
  • Seid stark im Glauben - St. Laurentius
  • Kinder hört auf eure Mutter - St. Maria
  • Alle Arbeit für Gott! - St. Joseph

Anno II. - Erzbischof von Köln

In einem sogenannten Mirakelbuch, einem Wunderbuch, wurde Ensen zum ersten Mal angeführt. Ein Mirakelbuch berichtet über verschiedene Wunder eines bestimmten Heiligen. Dieser Erzbischof wirkte in Köln in den Jahren 1056 bis 1075. Von 1063 bis zum Jahr 1065 war er auch ein Regent des römisch-deutschen Reichs. Die katholische Kirche feiert ihn als Heiligen.

Leben von Anno II.

Anno wurde in eine edelfreie Familie aus dem Schwabenland hineingeboren. Dieser Familie entspross auch Burchard II. von Halberstadt. Dieser war der Neffe von Anno II. Seine Herkunft war von niederem Adel und hier war eine Karriere nur über kirchlichem Wege zu schaffen. Anno genoss eine kurze Ausbildung als Ritter. Danach ging er zur Domschule des Doms in Bamberg. Er wure Kaplan von Heinrich III. und kam an den Kaiserhof. 1054 wurde er zum Dompropst erhoben und im Jahr 1056 wurde er Kölner Erzbischof. Anno II. war eine asketische Person, ehrwürdig, ehrgeizig, aber auch beizeiten skrupellos. Die Stellung am Hof wurde gestärkt und etwaige Angriffe konnte er abwehren.