Godorf wird vorgestellt

Godorf ist südlich in Köln gelegen und hat eine Fläche von 4,6 km2. Die Einwohnerzahl beträgt in etwa 2438. Die Eingemeindung des Stadtteils fand am 1. Januar 1975 statt und seine Postleitzahl beträgt 50997. Godorf wird dem Stadtbezirk Rodenkirchen zugerechnet. In Godorf verkehrt die Buslinie 135 sowie die Stadtbahnlinie 16.

Godorf

Lage vom Stadtteil Godorf

Godorf hat östlich den Rhein als seine Grenze sowie Köln-Sürth.

Weitere Grenzen sind:

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Geschichtlich Wissenswertes

In einer Urkunde wurde Godorf erstmals als "Gudegedorp" angeführt. Diese stammt von 1173 und daneben gibt es Funde, die auf eine Ansiedlung in der Römerzeit sowie in der Frankenzeit hindeuten. In einer Schriftquelle wird auch eine Mühle aus dem Jahr 1197 erwähnt. Ein Müller aus Brühl baute 1735 eine Mühle. Danach gab es 1849 einen weiteren Bau dazu. Diese wurde Holländerwindmühle genannt und hatte eine rundumlaufende Galerie. Sie ist heute ein Wahrzeichen in Godorf. Die Familie Schmitz engagiert sich für eine Wiederherstellung der Mühle seit dem Jahr 1988. Neben der Mühle befindet sich ein Hof, der vom 19. Jahrhundert stammt. Godorf wird dem Amt Brühl zugerechnet und die Franzosen besetzten den Ort im Jahr 1794.

Industrie sowie die Infrastruktur

In Godorf gibt es etwas Industrie, wie zum Beispiel die Petrochemie. Daneben sind hier auch mehrere Fachwerkhäuser zu finden. Aus der Nachkriegszeit stammen etliche Häuser, die ein oder zwei Stockwerke haben. Diese befinden sich auf der westlichen Seite von Godorf. Der Godorfer Hafen wird auch dem Stadtteil zugerechnet. Im Jahr 1967 war der Hafen ein bedeutender Umschlagplatz für Braunkohle. Es wurden einige Raffinierien errichtet, die sich in der Umgebung des Hafens befinden.

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Der Godorfer Hafen

Der Godorfer Hafen wurde 1906 eröffnet und ist ein Binnenhafen. Er gehört zum umschlagstärksten Hafen der Stadt und befindet sich bei Wesseling auf Stand km 671,9 linksseitig.

Geschichtliches

Die Querbahn hatte ihre Eröffnung im Jahr 1901. Diese Güterverkehrsstrecke Brühl ist sieben km lang und führt von Brühl nach Vochem, Berzdorf, Wesseling bis Godorf. Deshalb kam es zum Bau des Hafens Godorf. Das erste Hafenbecken wurde 1928 in Betrieb genommen. 1960 folgte eine Umbenennung des Wesselinger Hafens (der frühere Name). Godorf und Wesseling waren dem Landkreis Köln zugehörig. Zur Umbenennung kam es, da es eine neue Ausrichtung der Rheinland Raffinierie Royal Dutch Shell gab, die sich in Godorf befand. Damals war es ein Ausbauprojekt und als Godorf eingemeindet wurde, wurde es rückgestellt. In den Jahren 1960 und 1961 wurde das Hafenbecken II sowie das Hafenbecken III eröffnet. Der Konzern der Stadtwerke Köln ist der Betreiber des Hafens. Im Jahre 2006 kam es zur Einstellung des Güterverkehrs der Rheinuferbahn.

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Der Hafen sollte ausgebaut werden und Diskussionen darüber begannen in den 1990ern. Die Befürworter des Projekts bestehen auf die Wirtschaftlichkeit. Sie sehen in erster Linie den Verkehrsnutzen des Projekts. Die Stadtteile von Köln sollen durch die Erweiterung entlasten werden, was das Verkehrsaufkommen betrifft. Daneben gibt es aber viele Kritiker, die den Naherholungsraum im Süden Kölns gefährdet sehen. Auch das Naturschutzgebiet Sürther Aue wäre in Gefahr, so die Kritiker. Der Hafen dient auch der Versorgung für die Chemieindustrie in dem Gebiet. Da es jede Menge Kritiker gibt, ist die Erweiterung mit einem vierten Hafenbecken sehr umstritten, was die Umwelt angeht.

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Die Infrastruktur

Es gibt heute drei Hafenbecken im Godorfer Hafen. Die Wasserfläche umfasst 192.900 m2, wovon 170.200 m2 auf die Landfläche entfallen. Im Jahr 2011 betrug die Umschlagsmenge 966.000 Tonnen an Schüttgütern. Das sind vor allem Salz, Kies sowie Feuchthydrat. Daneben wurden 5 Mio. Tonnen Kohlenwasserstoffe verfrachtet. In den Hafenbecken sind Schüttgüter sowie Flüssiggüter die meisten Umschlagswaren. Shell sowie Basell besitzen Pipelines, wo die Flüssiggüter direkt umgeschlagen werden. Es kommen im Hafen auch Portalwippdrehkräne zum Einsatz.

Verkehrslage

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG hat hier einen Bahnhof. Es gibt Ausziehgleise, die bis zu den Kaianlagen im Süden sowie Norden reichen. Im Mittelteil des Hafens sind Anlegestellen nicht für einen Umschlagsplatz erschlossen. Der Autobahnring von Köln ist nicht weit vom Hafen entfernt. Die A555 mit der Ausfahrt nach Godorf liegt hier. Die Stadtbahn-Station "Godorfer Bahnhof" führt zum Hafen. Im Hafen von Godorf kann die Freizeit- sowie Personenschifffahrt nicht verkehren.

Kontroversen zur Hafenerweiterung

Die Befürworter: Die HGK will einen Ausbau des Hafens seit den 1990ern. Ein viertes Hafenbecken soll geschaffen werden. Die Bezirksregierung von Köln erließ einen Beschluss im September 2006. Darin ging es um die Hafenerweiterung mit einer Planfeststellung. Johannes Eckard Waschek war der Aufsichtsratsvorsitzende. Michael Zimmermann, ein SPD-Politiker, ist seit 2010 der Vorsitzende. Der Verkehr in Köln wird jedes Jahr mehr und die HGK will dem entgegenwirken. Es geht um den LKW-Verkehr, der sich laut Verkehrswissenschaftlern verdoppeln soll. Bis 2025 wird das LKW-Aufkommen sehr steigen. Der Containerverkehr soll starke Wachstumsraten aufweisen. Dafür müssten Kapazitäten gebaut werden, laut den Befürwortern. In Köln gibt es nur ein Terminal hierfür. Das Gebiet der Kölner Stadt könnte von einigen zehntausend LKW-Verkehrsfahrten befreit werden. Die Gegebenheiten für den Kombi-Verkehr sowie den Container-Verkehr sind in vielen Binnenhäfen schon angepasst worden. Der Hafen Niehl in Köln hat die Anpassung schon vorgenommen.

Die Industrie fordert zum Ausbau auf und der Hafen in Godorf sollte wirtschaftlicher werden. Unterstützung erhält das Projekt natürlich vom Deutschen Gewerkschaftsbund sowie der Industrie- und Handelskammer. Es gibt auch ein Gutachten von Verkehrswissenschaftlern, das besagt, dass ein großer Bedarf bestünde. Der Containerumschlag mit geeigneten Flächen sollte südlich von Köln geschaffen werden. Das verkehrswissenschaftliche Institut der Uni Köln bezeugt auch einen positiven Nutzen für Köln. Die SPD sowie auch die CDU sind weitere Befürworter. Diese sagen, Köln wäre ein Industriestandort und daher ist es für die Stadt von Wichtigkeit, was die Infrastruktur betrifft. Auch würden Arbeitsplätze geschaffen werden und es wäre auch im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit von Vorteil. Es werden viele Containerumschlagkapazitäten benötigt, daran bestünde kein Zweifel.

Die HGK wollte in einer Veranschaulichung aufzeigen, dass ein weiteres Hafenbecken vonnöten sei. Dafür wurden 12 Heißluftballons 2011 in die Lüfte entlassen. Es sollte aufgezeigt werden, welche CO2-Mengen eingespart werden könnten, wenn man den Hafen erweitert. Laut HGK könnten jedes Jahr circa 47 Mio. an LKW-Kilometern umgelagert werden. Sie gaben ein Gutachten in Auftrag, welches zu diesem Schluss kam. Wenn der Godorfer Hafen ausgebaut wird, kann der LKW-Verkehr in Köln gewaltig minimiert werden. Jedes Jahr könnten auf diese Weise etwa 52.700 Kubikmeter an CO2 reduziert werden.