Rundgang durch den Hahnwald in Köln

Der Hahnwald liegt linksrheinisch und südlich der Stadt Köln, zum Bezirk Rodenkirchen gehörig. Der Stadtteil ist einer der preisklassig teuersten sowie prunkvollsten in ganz Deutschland.

Hahnwald

Geschichtliches

Hahnwald zählt zu den jüngsten Stadtgebieten in Köln. Namensgebend für den Stadtteil war ein einstiger Hainwald. Im Jahr 1610 war er als "Hendtgen" bekannt und 1800 wurde er "Haalen" gerufen. Offiziell gab es den Stadtteil erst im Jahre 1949. Die Gemeinde Rondorf wurde 1961 in Gemeinde Rodenkirchen umbenannt. Der Villenvorort Marienburg liegt in der Nachbarschaft von Hahnwald. Marienburg war auch Vorbild zur Gründung des neuen Stadtteils. Somit entstand in Hahnwald ein neues Villenvorortviertel mit einer ländlichen Gegend. Damals war Hahnwald außerhalb der Stadtgrenzen Kölns gelegen. Theodor E. Merrill, der von 1891 bis 1978 lebte, war Hauptarchitekt des neuen Viertels. Dieser wurde in Köln geboren und ist deutsch-amerikanischer Abstammung. Sein Vater namens Harvey Cotton Merril lebte bis 1953 und gilt als Begründer der Siedlung.

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

Im Jahr 1913 errichtete dieser einen Hof in dem heutigen Stadtteil. Dessen Sohn nahm die Idee auf, aus dem Gebiet einen neuen, exklusiven Stadtteil zu machen. Ursprünglich stammte die Idee von Ernst Leybold. Dieser war ein Immobilien-Kaufmann und starb im Jahr 1907. In den 1920er Jahren wurden in diesem Gebiet prunkvolle Villen. Wohlhabende Bürger aus Köln ließen hier große Villen bauen. Der Kiefernhof wurde hier im Jahr 1928 errichtet und war eines der ersten Villen. Er lag an der Bonner Straße, die heute Bonner Landstraße heißt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man, das Gebiet weit auszubauen.



Der Ort ist 3 km2 groß und die Eingemeindung erfolgte im Jahr 1975. Damals fand eine Gebietsreform statt und in den Jahren 1970 bis einschließlich 2006 war der Botschafter von Niger hier wohnhaft. Seine Residenz war das Landhaus Birkhof, das an der Bonner Landstraße lag. Der Birkhof gehörte zu den ersten noblen Villen im Stadtteil. Der polnische Botschafter hatte auch in diesem Stadtteil seinen Wohnsitz. In die Medien geriet Hahnwald im Jahr 1981. Damals kam es zu zwei Kindesentführungen, die außergewöhnlich waren. Der Sohn von Jochem Erlemann wurde im Jahr 1981 entführt. Am 6. März wurde der Sohn von Erlemann ein Opfer. Der Elfjährige lebte in Hahnwald und ein weiteres Opfer wr Nina von Gallwitz. Die Entführung fand auch im Jahr 1981 statt. Der 18. Dezember war ein grauenhafter Tag für das Entführungsopfer. Das Kind war zu dem Zeitpunkt erst acht Jahre alt. Nina war die Tochter von Hubertus von Gallwitz, einem Bankprokuristen aus Köln. Die beiden Kinder wurden zum Glück wieder freigegeben. 1995 gab es insgesamt vier Personen in Hahnwald, die Sozialhilfe bezogen. Das entsprach einem Anteil von 0,2 Prozent der Bevölkerung von Hahnwald. Somit zählte der Stadtteil zu den reichsten von ganz Köln. Dies änderte sich aber ab dem Jahr 2005. Ab diesem Zeitpunkt kam Hahnwald nicht mehr in die "Top Ten" der reichsten Stadtteile. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4 % und dies macht ein Drittel der Stadtquote insgesamt aus.

Ab 55 EUR pro Nacht! Klicken Sie auf das Bild der Fewo


Die Infrastruktur

Die Villen in Hahnwald sind sehr modern und die Architektur zum Teil außergewöhnlich. Alle Villen verfügen über große Gärten, die auch einen alten Baumbestand haben. Hahnwald zählt zu den wohlhabenen Stadtteilen von Köln. Hahnwald ist auch sehr ruhig und ist dennoch nur 15 Autominuten von der City entfernt. Der Stadtteil ist als gutes Wohngebiet bekannt. Im Zentrum von Hahnwald liegt nur ein Wohngebiet. Es gibt im Kern von Hahnwald auch lediglich eine Gänseaufzucht sowie eine Gärtnerei. Die Gänseaufzucht befindet sich in einem alten Bauernhof. Gewerbe oder Geschäfte sind im Zentrum Hahnwalds nicht vorhanden. In Hahnwald gibt es nur einige wenige Kirchen oder öffentliche Einrichtungen. Bei der Bebauung kamen einheitliche Auflagen zum Tragen. Charakteristisch für Hahnwald sind die großen Grundstücke. Diese machen großteils 2000 m2 aus und somit sind die Gärten der Villen dementsprechend prächtig angelegt. In Hahnwald gibt es auch Gärten, die eine Fläche von circa 20.000 m2 haben. Diese Anlagen sind schon parkähnlich und in Hahnwald nicht selten zu sehen. In den 1980er sowie den 1990er Jahren teilte man diese großen Grundstücke jedoch zum Großteil auf.

Dann begann man diese aufgeteilten Anlagen neu zu bebauen. Zum heutigen Zeitpunkt sind nur noch vier derart große Grundstücke geblieben. In der Anfangsphase des neuen Viertels waren die Villen eher konventionell gebaut. Danach wurden aber auch sehr moderne Bauten errichtet. So befinden sich in Hahnwald recht extravagante Baustile von namhaften Architekten. In diesem Stadtteil gibt es eigene Objektschützer. Sie patroullieren hier in Hahnwald schon 25 Jahre, um die Besitzer vor Einbrechern zu schützen. Die Objektschützer kommen von der Firma Securitas und sind bei Tag und in der Nacht im Einsatz. Zum Einkaufen gehen die Hahnwalder nach Godorf oder nach Rondorf. Diese liegen gleich in der Nachbarschaft und auch Schulen gibt es keine in Hahnwald. Die Kinder dieses Stadtteils besuchen die Bildungsstätten in der Umgebung. So gehen diese etwa auf das Gymnasium Rodenkirchen oder in die Johannes-Gutenberg-Realschule, die in Godorf liegt. Auch die britische Schule namens St. George´s School, welche in Rondorf liegt, ist leicht erreichbar.

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

hahnwald

Der Stadtteil zählt zu der evangelischen Gemeinde Rondorf. Früher gehörte diese zur römisch-katholischen Gemeinde St. Remigius. Sie lag in Köln-Sürth und wurde umstrukturiert, wobei diese dann in die Katholische Pfarrgemeinde St. Josepf und Remigius Köln-Rodenkirchen / Sürth / Weiß eingegliedert wurde. Das Gewerbegebiet Rodenkirche ist auch zu Hahnwald gehörig. Dieses liegt im Osten von Hahnwald und wurde in den 1980ern gebaut. Das Gewerbegebiet liegt in der Hoffmann-Straße und Rodenkirchen sowie Sürth zählen zu dessen Grenzen. Der Kiesgrubenweg bildet die Grenze zum Werk vom Raffinieriezentrum Köln-Godorf. Die Autobahn 555 ist die westliche Grenze und Rondorf ist gleich der benachbarte Stadtteil. Ein kleines Wäldchen bildet die nördliche Grenze nach Rodenkirchen. Der kleine Wald befindet sich beim Judenpfad, wo auch eine Sportanlage untergebracht ist. Die Sporteinrichtung hat den Namen Marienburger Sportclub. Das Naherholungsgebiet Friedenswald zählt zu Rodenkirchen und dieses bietet Bürgern eine wunderbare Parklandschaft. Auch der Forstbotanische Garten liegt nicht weit von Hahnwald entfernt.

Bekannte Bewohner im Stadtteil

Dieser Stadtteil ist sehr exklusiv und dadurch wohnen oder wohnten bekanntere Persönlichkeiten hier.

Dazu zählen etwa:

  • Gerhart Baum ist ein Politiker
  • der Oberbürgermeister a. D. heißt Wolfram Brück - er war Bürgermeister von Frankfurt am Main
  • die Fernsehmoderatorin Katja Burkhard
  • der Fußballtrainer Christoph Daum
  • der Prinz des Karnevals 1952 und Eau-de-Cologne Unternehmer namens Johann Maria Wolfgang Farina
  • der Fußballspieler Toni Kroos
  • der Fernsehmanager Hans Mahr
  • der Fernsehmoderator Hans Meiser
  • der Architekt Peter Neufert
  • der Regaemusiker Tilmann Otto
  • der Maler Gerhard Richter
  • der Rennfahrer Rolf Stommelen
  • die Künstlerin Rosemarie Trockel

Das Haus OBU

Dabei handelte es sich um ein Atelier- sowie Wohnhaus, das OBU genannt wird. Es stand in der Stadt Köln und es war ein bemerkenswertes Haus in Köln. Das Haus lag im Stadtteil Hahnwald, welches ein Villenvorort ist. Der Architekt Erwin H. Zander war dessen Erbauer und es wurde in den Jahren 1976 bis 1982 errichtet. Die Pläne zum Wohnhaus lieferte er selbst. Das Haus besteht aus acht Holzkuppeln, wobei diese mit Wein sowie Efeu umrankt sind. Es wurde in Leichtbauweise gebaut und ist ein experimenteller Bau. Die Baukosten waren so gesehen günstig und die Schalenkonstruktion ist handgefertigt. Daher verwundert es auch nicht, dass die Bauzeit längere Jahre betrug. Das Sockelgeschoss wurde gemauert und dort waren Bäder untergebracht. Im darüberliegenden Geschoss waren die Schlaf- sowie die Arbeitsbereiche. Das Zentrum des Hauses besaß eine Wohnhalle, die zum Garten hin offen war. Im Innen- und Außenbereich gab es Stege sowie Wasserbecken. Diese verbanden die einzelnen Kuppeln und wurden von Karavan Davi kreiert. Das Haus wird als Meisterwerk angesehen, was Experimentierfreude betrifft. Der Stil ist postmodern, aber auch archaisch-naturverbunden, wurde in Deutschland als weiterer Nachfolgebau nicht angenommen. Es wurde im Jahr 2011 völlig abgerissen.