Höhenhaus - Stadtteil von Köln

Höhenhaus liegt rechts des Rheins in der schönen Stadt Köln. Der Stadtteil zählt verwaltungstechnisch zum Bezirk Mülheim und hat flächenmäßig 5,077 km2 vorzuweisen. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 15.627, vom Stand Ende Dezember des Jahres 2017 gemessen. Somit herrscht eine etwaige Bevölkerungsdichte von 3078 Einwohnern pro km2 vor. Die Eingemeindung nach Köln ging am 1. April 1914 vonstatten. Die Postleitzahl lautet 51062 und die Vorwahl ist 0221.

Hier im Stadtteil Höhenhaus verkehrt die Stadtbahnlinie 4 sowie die Buslinien: 155, 157, 154, 189, 260, 434.

Die geografische Lage von Höhenhaus

Die Grenzen zu Höhenhaus werden gebildet mit:

Geschichtlich Interessantes

Der Ort entstand durch Zusammenlegen von zwei Orten: Höhenfeld und auch Höhenhaus. Es fand eine Zusammelegung der Ort satt und Höhenhaus war einst ein Teil des Ortes Dünnwald. Eine Eingemeindung in die Stadt Köln fand im Jahre 1914 statt. Die Bergische Löwenbrauerei hatte bis zum Jahr 1891 eine Dependance. Diese befand sich im Ort Höhenhaus und in späterer Zeit wurde es umbenannt in Gilden-Kölsch. Das Brauunternehmen hatte eine Werksgeländefläche von 37.500 m2 und das Werk befand sich am Flachsroster Weg. Es befand sich ebenfalls an der Berliner Strasse, an der Ecke dort. 1956 gab es eine Stilllegung des Betriebes, denn es kam zu einer Standortverlegung. Die gesamte Produktion übersiedelte in den Ort Mülheim, wo deren Stammsitz lag. Das Höhenhaus Pilsener wurde bis zum Jahr 1977 hier verarbeitet und gebraut. Es handelt sich um eine untergärige Biersorte und wurde mit dem Werbeslogan "Willst Du morgens frisch heraus, trink abends Höhenhaus" bekannt. Besonders im Rheinland wurde das Bier gerne getrunken und angenommen.

Sehenswürdigkeiten in Höhenhaus

Was gibt es in Höhenhaus zu bewundern? Eine Reise und Begutachtung ist unter anderem:

  • Das Schönrather Gut
  • Bei „Im Weidenbruch“ handelt es sich um eine Einkaufsmeile
  • Beim Wupperplatz wird ein netter Markt abgehalten - dort befindet sich auch das Grinkenschmied Denkmal
  • Das Gut "Roodderhof"
  • Nicht weit vom Zeisbuschweg entfernt liegt die Finnensiedlung
  • Unweit der Sigwinstraße befindet sich die Blumensiedlung
  • der Höhenfelder See ist im Sommer ein Geheimtip und im Winter für Spaziergänge rund um den See eine kleine Erholungsquelle

Varia?

Durch die Medienberichterstattung ist hier ein Bahnübergang namens Wupperweg bekannt. Im Oktober des Jahres 2010 fand hier ein schwerer Unglücksfall mit tödlichem Ausgang statt. Zu dieser Zeit waren die Bahnschranken noch in Betrieb. Die Schranke war defekt und nicht funktionstüchtig zu jener Zeit. Daher war deren Zuverlässigkeit nicht gegeben und auch die manuelle Sperre funktioniert nicht, wie es sein sollte.

Religionen hier in Höhenhaus

Der Katholizismus:

  • Es gibt in Höhenhaus die katholische Kirche „Zur Heiligen Familie“. Sie befindet sich "Am Rosenmaar" Nr. 1.
  • Eine weitere katholische Kirche namens „St. Hedwig“ befindet sich in der "Von-Ketteler-Straße" Nr 2. Für die Architektur der Kirche zeichnet Emil Steffann verantwortlich. Ihre Grundsteinlegung fand im Jahre 1966 statt. Das Gotteshaus beherbergt die heiligen Reliquien der Heiligen Hedwig. Die Reliquien befinden sich in einer gemauerten Wandkonsole. Jochem Pechau kreierte ein schönes Kreuz, welches ebenfalls im Gotteshaus vorhanden ist. Auch ein wunderbares Relief des Künstlers Josef Welling gibt es in der Kirche.
  • Die „St. Johann Baptist“ Kirche befindet sich in der Honschaftsstraße Nr. 339a. Der Architekt Paul Krücken entwarf die Pläne zum Gotteshaus im Jahre 1955. Ihre Konsekration wurde am 17. Juli 1955 begangen. Der Künstler Egino Weinert, ein Kölner, fertigte einen Osterleuchter an. Lioba Munz kreierte ein Hängekreuz, welches über dem Altar angebracht wurde. Auch der Tabernakel stammen aus einer Kreation derselben Künstlerin. Diese ist eine Benediktinerin aus Fulda. Ernst Jansen-Winkeln ist für die Fenster und deren Entwurf verantwortlich. Gabriel Hermeling wiederum entwarf eine kostbare Monstranz, die sich im Kirchenschatz des Gotteshauses befindet.
  • Die Evangelischen Gläubigen

    Für die evangelische Gemeinde gibt es in Höhenhaus:

    • Die Pauluskirche wurde am Dreisamweg Nr. 9 gebaut.
    • Die Ecclesia-Freikirche befindet sich "Im Weidenbruch" Nr. 4.

    In der "Von-Ketteler Straße Nr. 26 stand ein Gemeindezentrum namens Bodelschwingh. Dieses wurde im Dezember des Jahres 2014 abgetragen. Heute stehen auf diesem Areal Wohnungen und auch ein Kindergarten wurde hier gebaut.

    Hinduismus im Stadtteil

    Am Circus-Roncalli-Weg steht ein Hindu-Tempel für Hinduismus Anhänger. Vormals befand sich der Tempel am Neurather Weg.

    Schulbildung im Stadtteil

    In Höhenhaus gibt es etliche Schulen:

    • Die katholische Gemeinschaftsschule "Johannesschule" befindet sich in der Honschaftstraße.
    • Die "Von-Bodelschwingh-Straße" beherbergt die Gemeinschaftsgrundschule.
    • Die Rosenmaarschule hieß zuvor "Peter-Petersen-Schule" und befindet sich "Am Rosenmaar". Sie ist überregional und Lehrkörper lehren reformpädagogisch.
    • Die "Willy-Brandt-Gesamtschule"
    • Die "Städtische Förderschule Lernen" liegt am Thymianweg.

    Schönrath in Köln

    Bei dem Gut Schönrath handelt es sich um einen vormaligen Herrensitz aus alter Zeit. Dieser befindet sich rechtsrheinisch und liegt im Höhenhauser Stadtteil. Die Adresse des alten Gutes lautet "Am Flachsrosterweg" Nr. 33.

    Die Lage des Gutes

    In vormaliger Zeit lag das Gut Schönrath komplett eigenständig in der freien Natur, sprich es gab keine unmittelbaren Nachbarn. Es lag auf halbem Wege zwischen einem Kloster, einem Prämonstratenkloster, sowie einem Schloss. Das Kloster befand sich im Ort Dünnwald und das Schloss, welches zerstört wurde, lag in Stammheim. Auch Mülheim am Rhein befand sich in der Nähe. In heutiger Zeit ist das Gut von Bauten und Infrastruktur umgeben und regelrecht eingekesselt. Die Autobahn 3 befindet sich im Westen und auch eine Bahnstrecke liegt unmittelbar daneben. Die Eisenbahnlinie "Gruiten-Köln-Deutz" befindet sich hier. Diese Bahnstrecke fährt auch in Dünnwald und dem Kommunalweg, der nördlich liegt, vorbei. Im Jahre 1975 fand eine Neugliederung der Kommunen statt. Dabei wurde die Stadt in verschiedene Bezirke aufgeteilt. Seit damals befindet sich dieses Gut im Stadtteil Höhenhaus. Bevor es zur Eingemeindung des Jahres 1914 kam, war das Gut aber ein Bestandteil von Dünnwald. Danach wurde die Bürgermeisterei Merheim auch neu gegliedert. Sie fiel aus dem Mülheimer Kreis heraus. Verwaltungstechnisch sind für das Gut aber Kataster des Grundbuches zuständig, welche unter Dünnwald geführt werden.

    Was weiß die Geschichte zu erzählen?

    Schönrath heißt nichts anderes als "Schöne Rodung". Und es gibt eine schriftliche Quelle, die einen Rittersitz anführt. Ein Ritter namens Sigwin hat im mitteralterlichen 14. Jahrhundert gelebt. Dieser hatte sich einer Blutschuld schuldig gemacht und zum Ausgleich verschenkte er sein Gut. Die Zisterzienserabtei Altenberg (Odenthal) war der Begünstigte. Dies ist aber historisch nicht völlig erwiesen. Huch sowie Mosler wiederum sagen, dass die Abtei das Gut Schönrath schon im Besitz hatte. Und zwar ab dem Jahr 1210 und auch im Zuge der Säkularisation blieb Schönrath im Besitz dieser Abtei. Der einstige Rittersitz hatte 773 Morgen Land und damit war das Gut das größte Gehöft der Abtei. Es fand zuvor die Arrondierung statt und Höfe in der Nähe wurden erworben. So gehörten beispielsweise Mülheim, Buchheim, Epsen und vielleicht auch Merheim zu den gekauften Höfen. Der Freiherr Theodor von Fürstenberg lebte von 1772 bis 1828. Dieser wohnte im Schloss Stammheim und er kaufte Schönrath. Der Freiherr und dann dessen Erben, setzten Pächter zur Bewirtschaftung ein. Dies war auch zuvor schon der Fall und 1818 wurde ein Johann Rolshoven als Pächter geführt. Dieser ehelichte 1815 Anna Sibilla, welche die Tochter des Gutsherren von Iddelsfeld war. Genau gegenüber von diesem Gut lag das Gut Neufeld. Dorthin zog er mit seiner Familie, als dieses fertig erbaut war. Denn Rolshoven ließ das Gut Neufeld im Ort Holweide errichten.

    1928 kaufte die Stadt Köln das Gut Schönrath von den damaligen Besitzern Fürstenberg-Stammheim. Köln erwarb das Gut wegen Landbevorratung, wie auch andere Höfe. Die Stadt hatte auch in Planung, die erworbenen Grundstücke zur Gewerbenutzung oder für Wohnbauten zu nutzen. Eine Familie namens Litz wurde ab 1860 Verwalter des Gutes. Ludwig Litz war der Sohn des erstmaligen Pächters. Dieser war es auch, der auf dem Gut eine Pferdezucht eröffnete. Diese wurde bis zum Auslaufen der 1950er betrieben. Seit 1974 gab es keine Tierhaltung mehr auf dem Gut. Die Bewirtschaftung beschränkte sich auf Getreide, Mais sowie Zuckerrüben. Seit 1980 ist der Hof denkmalgeschützt.

    Inhaltsangabe zum Gut

    Das Gut befindet sich an einer Straßenseite. Die Fassade besteht aus Backsteinen und das Wohnhaus hat zwei Geschosse. Seine Achsen sind in 7:3 gearbeitet und deren Errichtung fand im Jahre 1870 statt. Der Pächter mit dem Namen Heinrich Litz war deren Erbauer. Seit dem Jahre 1860 wird Herr Litz als Pächter geführt. Die Wirtschaftsgebäude sind nach Nordwesten ausgerichtet. Sie wurden in einem Halbkreis errichtet und vorgelagert. Diese haben je ein Stockwerk und wurden auch aus Backsteinen gebaut.