Holweide wird vorgestellt

Holweide ist am rechten Rheinufer gelegen und gehört zum Mülheimer Bezirk. Die Fläche des Stadtteils ist 4,112.5 km2 groß und die Einwohnerzahl liegt bei etwa 21.114 Personen. Die Eingemeindung wurde am 1. April des Jahres 1914 abgehalten. Holweide hat die Postleitzahl 51067 und die Vorwahl 0221. In diesem Viertel verkehren die Buslinien 157, 159 sowie 154. Des Weiteren ist die S 11 hier unterwegs und die Stadtbahnlinien 3, 13 und 18.

Lage des Stadtteils

Die Grenzen zu Holweide sind:

Geschichtliche Fakten

Der Name ist eine Zusammensetzung von "An der hohlen Weide" sowie "Holler Weidt". Der Stadtteil bekam im Jahr 1910 seinen heutigen Stadtteilnamen. Die Eingemeindung nach Köln folgte dann 1914. Im Jahre 1222 wurde Holweide zum ersten Mal in einer Schriftquelle angeführt. Darin kommt die Burg Iddelsfeld vor und diese besteht zum Teil noch heute. Es ist ein Hofgut sowie eine Mühle erhalten. Daneben gibt es auch Gebäude, die aus dem 17. bis zum 19. Jahrhundert stammen. Zum ersten Mal fand die Isenburg im Jahr 1364 Erwähnung. Das Haus Schlagbaum war eine Wasserburg, die im 16. Jahrhundert gebaut wurde. Schweinheim, das einstige Ortszentrum, gibt es nach wie vor gut erhaltene Häuser aus damaliger Zeit. "In der Hütte", eine Straße, sowie die Schweinheimer Straße zeugen davon. Im Jahre 1666 wütete die schwarze Pest brandgefährlich in Wichheim sowie Schweinheim. Alle Bewohner wurden ausgelöscht, verstarben, bis auf sieben. Im Jahre 1906 wurde ein Anschluss zur Linie G gebaut. Diese reichte von Köln bis nach Bergisch Gladbach und führte über Thielenbruch sowie Dellbrück.

Es kam eine Freiwillige Feuerwehr nach Holweide, im Jahr 1912. Zur Gründung der Feuerwehr musste man ein Jahr an Vorbereitung nutzen. Der Gemeindesekretär David machte den Vorstand zu den Vorbereitungen. Auch Oskar Wolf half ihm dabei und auch Einwohner von Holweide. Zuerst war die Feuerwehr mit 36 Mitgliedern besetzt. Heute gibt es auch 21 Frauen, die ihren Feuerwehrmann stehen. Es wurde ein neues Feuerwehrhaus gebaut, an dem man zwei Jahre arbeitete. Im Jahre 1997 wurde das neue Haus feierlich eingeweiht. In Holweide ist seit dem Jahr 2007 eine Jugendfeuerwehr aktiv. Von 1926 bis 1927 erbaute man St. Mariä Himmelfahrt. Es ist ein Klinkerbau und 2001 sowie 2002 wurde die Kirche renoviert. St. Mariä Himmelfahrt sowie St. Anno, zwei Katholikengemeinden, wurden 2004 zusammengelegt. Dabei entstand dann die katholische Pfarrgemeinde Holweide. Bis zu den 1970ern gab es in St. Mariä Himmelfahrt eine Statue der Maria. Diese war zwei Meter hoch und bei besonderen Anlässen wurde sie hochgezogen. Bis in die Kuppel wurde die Marienstatue dabei nach oben gezogen.



Es kam zu einer privaten Initiative, die den Haltepunkt Holweide der S-Bahn organisierte. Die Haltestelle gehört zur S-Bahn-Linie 11, welche bis Bergisch Gladbach fährt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine rege Bebauung ein. Somit konnte auch eine Omnibuslinie eingesetzt werden. Im Sommer 1969 wurde die Linie 47 eingesetzt. Sie ist eine Verbindung der Wohnungen im Norden mit Merheim. 1976 kam es zu einer Verlängerung der Linie. In Holweide gab es einen alten Kirmesplatz. Dieser wurde 1995 rege mit Wohnblocks bebaut. Die Handwerker- sowie Leistungsschau musste deswegen jedoch eingestellt werden. Diese fand einmal im Jahr statt und die Kirmes musste auch aufgeben. Der Förderverein in Holweide wollte eine Neuanlage des Marktzentrums haben. Im Jahre 2008 wurde dieser dann mit einer Feier eingeweiht. 1997 kamen in Holweide neue Gebiete hinzu und die Einwohnerzahl stieg um 2000 Personen. In Holweide belastete die Bundesstraße, die hier durchführte, die Bevölkerung sehr. Die Bundesstraße schneidet das Stadtviertel quasi auseinander. Daneben machte der Lastwagenverkehr den Holweidenern schwer zu schaffen.

Die Mühlen an der Strunde

"An der Strunde" kann mit etlichen Mühlen aufwarten. Diese werden mit Wasserkraft betrieben und Holweide hatte drei Mühlen.

  • Schweinheimer Mühle
  • Wichheimer Mühle
  • Iddelsfelder Mühle

Kultur sowie Bildung

Schulen sowie Kindergärten im Stadtteil

  • drei Grundschulen
  • Sonderschule
  • Gesamtschule

Ende 2007 wurden die Schulen von insgesamt 2.771 Schulkindern besucht. In Holweide gibt es auch elf Kindergärten.

Musikalisches

Holweide hat eine Musikschule, die eine Filialstelle von Mülheim ist.

Theater

Das Cassiopeia Theater kam 1989 nach Holweide. Das Gründungsjahr des Theaters war 1989. Zwischen 1999 bis zum Jahr 2008 war die Heimat des Theaters die Altstadt von Köln. 2009 war das neue Eröffnungsjahr der Bühne. Es kann als erstes Profi-Theater rechts des Rheins in Köln bezeichnet werden. Es ist ein Fachtheater, wo verschiedene Autoren schreiben.

Kirchbauten

St. Mariä Himmelfahrt:Das Gotteshaus steht in der Schnellweider Straße Nr. 4. Stephan Mattar war ihr Architekt und sie wurde zwischen 1926 und 1927 erbaut. Vorher gab es hier eine Notkirche und diese Kirche war ihr Nachfolger. Die Notkirche war ein Bau des 19. Jahrhunderts. Es gibt eine Basilika, die dreischiffig ist und die Kirche hat ein Querhaus. Auch ein Turm ist vorhanden und ein Vorbau mit zwei Geschossen. Die Kirche hat eine Klinkerverkleidung und auch schönen Werksteinschmuck. Das Gotteshaus wurde im Stile des Späthistorismus gebaut und hat aber auch Formen von expressionistischer Art.

Die Kirche St. Anno:Diese ist katholisch und Theo Scholten hieß ihr Architekt. Das Gotteshaus erblickte von 1974 bis zum Jahr 1975 das Licht der Welt. Es kamen ab dem Jahr 2007 Umbauarbeiten dazu. Damals entstanden Altersheimwohnungen und aus der Kirche wurde eine Kapelle. In der Piccoloministraße 289 gibt es das St. Anno Seniorenzentrum.

Weitere Kirchbauten in Holweide:

  • die Evangelische Versöhnungskirche
  • die Kapelle des Krankenhauses Holweide
  • auch der Friedhof in Holweide besitzt eine eigene Kapelle

Die Märchensiedlung Holweides

Diese Siedlung liegt nur teilweise in Holweide. Ihr Erbauungsjahr war 1922 bis 1929 und die Architekten Manfred Faber sowie Wilhelm Riphahn waren für die Entwürfe verantwortlich. Es gibt hier 181 Wohnhäuser, die auf dem Gebiet Iddelsfeld erbaut wurden. Als Straßennamen wurden Märchen hergenommen, wie etwa "Siebenrabengasse". Auch die "Drosselbartstraße" gibt es hier und die Idee war märchenhaftes Wohnen hier. England mit einer Gartenstadtbewegung wurde hier zum Vorbild genommen. Die Wohnhäuser waren für Arbeiter gedacht und ein Garten sollte dabei sein. Alle Häuser hier der Siedlung sind denkmalgeschützt.

Einen Besuch wert

  • das Gut Schlagbaum
  • das Gut Iddelsfeld in der Neufelder Straße
  • in der Johann-Bensberg-Straße liegt das Haus Isenburg

Die Wichheimer Mühle

Diese Mühle war einst eine Wassermühle in diesem Viertel.

Geschichtliches

Die Entstehungsgeschichte ist nicht bekannt, denn es fehlen Unterlagen. Von 1381 gibt es eine Urkunde, die besagt, dass Ludwig von Menden seine Rechte verkaufte. Die Freiherren von Fürstenberg hatten die Mühle als Zwangsmühle. Heinrich Moll war Kaufmann und 1812 erwarb er die Mühle. Sie war bis zum Ersten Weltkrieg in Betrieb. Das Wasserrad wurde dann morsch und 1934 kam es weg. Elektrizität war dann der Antrieb für die Mühle. 1961 wurde die Mühle durch ein Feuer vernichtet. Sie wurde aufgebaut, aber es kamen immer wieder Brände dazu. Franz Dresbach kaufte sie 1972 der Stadt Köln ab. Heute leben hier Menschen in Wohnungen.

Die Schweinheimer Mühle

Auch die Schweinheimer Mühle war hier eine Wasserburg.

Geschichtliches

Von 1322 bis zum Jahr 1324 wurden mehrfach Schweinheim Mühlen erwähnt. Diese zählten zur St. Pantaleon Benediktinerabtei. 1582 gehörte die Mühle Johann zu Schweinheim. 1647 wurde die Schleifmühle umgewandelt zu einer Vollmühle. 1651 wurden Meister vom Wollenamt zu Cöln Pächter. 1773 war sie als Öl- sowie Getreidemühle in Betrieb. Die Anwohner kannten die Mühle hier als Zwangsmühle. Von 1870 bis 1871 wurde hier eine Packpapierfabrik errichtet. 1873 baute man die Mühle zu einer Kleinfabrik um. 1896 gab es ein großes Feuer, wobei die Mühle zerstört wurde. Man baute sie aber wieder auf.