Die Fewo Köln stellt den Stadtteil Libur vor

Dieser Stadtteil, Libur, ist am weitesten im Süden der Stadt Köln gelegen. Er hat flächenmäßig 6,37 km2 zu bieten und wurde am 31. Dezember 2017 als Gemeinde aufgenommen. Die Einwohnerzahl beträgt in etw 1135 und die letzte Zählung war Ende Dezember 2017. Das Stadtviertel Libur wird dem Stadtbezirk Porz zugerechnet und hier verkehrt die Buslinie Nr. 163. In Libur sind die wenigsten Bürger eines Stadtteils von Köln ansäßig. Die Bevölkerungsdichte ist ebenfalls die niedrigste von Köln. Libur wird unter der Stadtteilnummer 713 geführt.

Geografische Lage von Libur

Die nordöstlichste Begrunzung zu Libur bilden die Stadtteile Lind sowie Wahn. Troisdorf-Spich bildet die südöstliche Grenze zu Libur und Niederkassel-Uckendorf ist die Begrenzung im Süden. Niederkassel-Ranzel wiederum bildet die Grenze im Westen. Zündorf macht die nordwestliche Grenze zu Libur komplett.

Geschichtlich interessante Fakten

Das Jahr 1183 war das Jahr der ersten Erwähnung vom Stadtteil Libur, damals ein Dorf. Im Mirakelbuch Annos II. kommt Libur ebenfalls nochmal vor. Der Eintrag erfolgte im Jahr 1185 und Libur wurde von ihm als "villula Lebure" bezeichnet. Die Schreibweise änderte sich später zu "Lebur" um, denn es gibt von 1411 eine schriftliche Quelle davon.

Wo kommt der Name her?

Wissenschaftler geben zwei Möglichkeiten der Namensentstehung an. Zum einen ist seine Bedeutung "Schutz" und zum anderen "Obdach". Zugleich stammt dessen Bedeutung auch aus dem Althochdeutschen. Das Wort "le" bestimmt einen Grabhügel und "bur" meint das Wort Haus oder Wohnung. Damit bedeutet Libur soviel wie "Wohnhaus am Grabhügel". Die Zuständigkeit des Dorfes Libur oblag im Mittelalter dem Amt Porz. Dieses lag auf dem Gebiet vom Großherzogtum Berg, welches im Jahre 1806 gegründet wurde. Im Jahre 1808 wurde die Administration neu gegliedert. Dabei hat man Frankreich als Vorbild einer neuen Verwaltung zu Rate gezogen. Der Stadtteil Libur fiel ans Departement Rhein. Im Jahre 1815 wurde Libur der Bürgermeisterei Wahn zugeordnet, die dann preußisch war. Die Bürgermeisterei lag im Kreis von Mülheim und im Jahre 1822 fiel Libur zur Verwaltung an die Rheinprovinz. Im Jahre 1927 wurde die Bürgermeisterei in Amt Wahn umgetauft. Im Jahre 1929 wurden die Amter Heumar sowie Porz zusammengeschlossen. Den Kreis Mülheim löste man auf und im Jahre 1932 wiederum ging Libur an den Rheinisch-Bergischen Kreis. Schließlich wurde Libur 1975 von Köln eingemeindet.



Des gab 1945 den Schullekul Feuerlöschteich. Bei letzten Kampfhandlungen im April des Jahres 1945 versenkte man Munition sowie Waffen in diesem Löschteich. Dieser Teich lag nicht weit von der Schule weg. Eltern bekamen Angst, denn die Kinder spielten öfter mit der Munition. Auch kam es zu penetranter Geruchsbelästigung und einer Mückenplage. Dadurch war die Bevölkerung von Libur genervt und es wurden immer wieder Anträge zu dessen Entsorgung gestellt. 1953 kam es zu ersten Anfragen, jedoch gab es erst am 18. März des Jahres 1957 einen Beschluss. Also zog sich der Beschluss ganze vier Jahre dahin, bevor die Räumung des Teiches gemacht wurde. Ganze 66 Tage arbeitete man an den Räumungsarbeiten dazu. Der 15. Juni 1957 war dann der letzte Tag der Arbeiten dazu. Der größte Teil des Kriegsmaterials aus dem Zweiten Weltkrieg wurde ausgehoben, beseitigt sowie vernichtet. Ab dem Jahr 2005 kann ein Anstieg der Bevölkerungszahlen in Libur beobachtet werden. Es wurden neue Baugebiete hier erschlossen.

Religion des Stadtteils Libur

Libur hat eine schöne Kirche namens St. Margaretha. Sie liegt direkt im Zentrum von Libur. Die Kirche ist Teil der Pfarrgemeinschaft Christus König. Auch die Kirchen Christus König Wahnheide, St. Bartholomäus Urbach, St. Aegidius Wahn sowie St. Mariä Himmelfahrt Grengel zählen dazu. Im Jahre 1482 gab es eine Stiftung von Graf von Plettenberg. Eine Vikarie wurde vom Grafen gestiftet. 1582 kam es zur Errichtung einer kleinen Kapelle an einem Feldweg. Margareta von Antiochia wegen erbaute man die kleine Kapelle, ihr zur Ehre. Erst 1849 erhob man die Vikarie zur autonomen Pfarre. Jahrhundertelang nutzte man die Feldkapelle für Gottesdienste. Erst als die Kapelle zu klein dafür wurde, ging man an die Grundsteinlegung einer Kirche. Im Jahre 1909, am 25. April, wurde mit dem Bau des Gotteshauses St. Margaretha begonnen. Die Weihung der Kirche ging im Jahre 1910, am 13. Juli, vonstatten. Anfang des Jahres 1911 machte man sich dann an den Abriss der kleinen Feldkapelle. 1911 fand auch die Konsekration statt, die am 30. November durchgeführt wurde. Der Weihbischof Joseph Müller führte diese feierlich durch.

Kirche St. Margareta in Libur

Die Kirche St. Margareta ist katholisch und steht in Libur. Sie befindet sich in der Pastor-Huthmacher-Straße und ihr Kirchhof hat viele, große Bäume. Seit dem Jahr 1983 ist sie denkmalgeschützt. Man kann im Schatten der Kirchbäume abschalten, den Stress etwas vergessen und die alten Kirchmauern auf sich wirken lassen.

Geschichtliches

Libur war früher Teil der Pfarre von Niederkassel. 1849 wurde die Pfarre von Libur autonom. Die Kirche ist ein Nachfolgebau einer Kapelle von 1582! Diese wurde der Hl. Margareta geweiht und von 1909 bis zum Jahr 1911 wurde die jetzige Kirche gebaut. Der Pfarrer Hubert Huthmacher lieferte Pläne zu der Kirche. Er wirkte seit 1901 hier und wohlhabende Bauersleute sponserten den Kirchbau. Im zu Ehren wurde auch die Straße hier nach ihm benannt.

Architekturbau

Die Kirche ist neugotischen Stils und die Basilika ist dreischiffig. Der Turm wurde im Nordwesten dazugebaut. Es gibt mehrere Altäre aus Stein, eine Kanzel und eine Orgelempore, die noch von der Originalausstattung stammen. Auch ihre Fenster sowie Statuen sind im guten Zustand. 1981 fand die Restaurierung und Wiederherstellung der einstigen Malerei statt, die schön anzusehen ist. Der Friedhof, der sehr alt ist, befindet sich neben der Kirche. Hier gibt es sehr alte Gräber, teilweise aus dem Jahr 1650, zu sehen. Dies ist allerdings schon eine Besonderheit und einen Stopp wert.

Hl. Margareta - Glaube: Heilige helfen durch Anrufung

Margareta von Antiochia war eine Jungfrau, die Ende des 3. Jahrhunderts, Anfang des 4. Jahrhunderts, lebte. Margareta ist eine Heilige der katholischen Kirche.

Legenden zu ihrer Person - Version 1

Die Legende besagt, dass sie eine Tochter eines Pfarrers war. Dieser war jedoch heidnisch und sie wurde von einer Amme großgezogen, die christlich war. Ihr Vater bemerkte, dass die Tochter christlich erzogen wurde schwärzte seine eigene Tochter beim Stadtpräfekten an. Dieser stellte sie vor Gericht und ihre Schönheit erweckte das Verlangen des Richters. Margareta wies ihn jedoch zurück und daraufhin bestrafte dieser sie härter. Er ordnete an, dass sie mit Fackeln angebrannt werden sollte. Daraufhin wollte er sie in Öl gebruzelt wissen. Es heißt, sie soll unverletzt geblieben sein. Deshalb ließ man sie köpfen und die Menschen, die ihre Unversehrtheit bei der ersten Prozedur gesehen haben, sahen dies als Wunder an. Sodann ließen sich viele Menschen taufen.

Version 2

Es gibt noch eine andere Legende: in dieser galt Margareta als eine Schäferin. Der Stadtpräfekt hieß Olybrius und dieser soll es gewesen sein, der sich in sie verliebte. Die Jungfrau wies ihn zurück und sie wurde harter Folter unterzogen, wo auch Fackeln zum Einsatz kamen. Die Wunden heilten jedoch, oder sie wusste sich dem Feuer zu entziehen. Da viele Leute Zeuge waren, folgen viele Bekehrungen zum christlichen Glauben. Die arme Heilige wurde daraufhin enthauptet.

Margareta wurde daraufhin sehr verehrt, denn die Legende bezieht sich auch auf einen Drachen. Dieser wollte die Jungfrau verspeisen, doch die Heilige machte ein Kreuzzeichen. Der Drache wich davon und Margareta betete für jene, die sich zukünftig an sie mit Gebet wenden würden. Ausdrücklich betete sie für Schwangere und Mütter, die gebären. Daher ist Margareta auch unter den vierzehn Nothelfern der katholischen Kirche.

Nach einer anderen Legende soll ein Drache sie verspeist haben. Margareta macht ein Kreuzzeichen und der Drache zerspringt. Somit ist sie dem Drachenleib entkommen und gilt als Patronin für schwangere Mütter.

Verehrung der Heiligen

Die Hlg. Jeannne d´Arch nannte Margareta als eine ihrer spirituellen Leiterinnen. Mit Barbara und Katharina gehört sie zu den Nothelfern und kann um Hilfe gebeten werden. Die Frauen bilden auch zusammen mit Dorothea, einer Heiligen, die "Virgines capitales" - bedeutende Jungfrauen.

Ihr Gedenktag

Katholiken gedenken ihrer zusammen mit Protestanten und anglikanischer Kirche am 20. Juli. Der orthodoxe Glaube feiert sie am 17. Juli.

Patronate, die sie innehat

Sie ist Schutzheilige der Bauern, wie auch von Schwangeren und beim Gebären. Auch steht sie für Jungfrauen, in der weiblichen Pubertät, bei Unfruchtbarkeit oder wenn Wunden nicht heilen.