Lövenich - willkommen im Stadtteil!

Lövenich ist im Westen der Stadt Köln gelegen und gehört zum Stadtbezirk Lindenthal. Der Stadtteil hat eine Fläche von 3,71 km2 und in etwa 8922 Einwohner vom Stand des Jahrens 2015. Seine Eingemeindung nach Köln fand am 1. Januar 1975 statt. Lövenich hat die Postleitzahl 50859 und verkehrstechnisch fahren die Buslinien 141, 143, 144, 145, 149 sowie 961 in Lövenich. Daneben verkehren ncoh die Eisenbahnlinien S 12, S 13 und S 19.

Köln Lövenich

Die Lage von Lövenich

Köln-Widdersdorf bildet die nördliche Grenze nach Lövenich. Die Autbahn 1 sowie Müngersdorf sind die südlichen Grenzen zum Stadtteil. Die Bahnstrecke von Köln-Aachen bildet im Süden die Trennlinie. Auch Weiden ist eine südliche Grenze und der Kölner Randkanal fließt nördlich sowie westlich am Stadtteil vorbei. Der Ort Frechen-Königsdorf ist der nächstgelegene, westliche Nachbarsort.

Geschichtliche Fakten: Das Dorf am Rand der Stadt

Seinen Namen hat Lövenich von "Luviniacum" und dieses war ein Keltengut. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr der Stadtteil 1028. Der Pfalzgraf von Lothringen namens Ezzo hat hier seine Besitzungen an die Abtei Brauweiler übergeben. Hier hatten Ritter sowie wohlhabende Bürger von Köln andere Besitztümer. Auch hatten diese das Recht, den neuen Pfarrer aufzustellen. Das Gut der Kelten hatte einen lateinischen Namen. Seit der Mittelalterzeit gehörte Lövenich zum Johanniter-Orden. Der Ort war landwirtschaftlich geprägte und neben dem Orden hatte auch der Erzbischof von Köln Befugnisse über den Ort. Der Stadtteil war dem kurkölnischen Amt Königsdorf zugeordnet. Im Jahre 1794 kam es zur Besetzung durch die Franzosen und die Revolutionstruppen nahmen Verwaltungsänderungen vor. Um das Jahr 1800 kam der Stadtteil so unter die Fittiche der Mairie de Levenich. Napoleon ordnete die Verwaltungsreform an und neben Lövenich wurden auch Junkersdorf, Weiden, Üsdorf, Großkönigsdorf sowie Kleinkönigsdorf ein Teil der neu gegründeten Mairie. Diese gehörte wiederum zum Kanton Weiden mit dem Arrondissement de Cologne, welches im Departement de la Roer gelegen war. Seit dem Jahre 1815 war Lövenich dann ein Teil von Preußen. Im Jahre 1816 fiel Lövenich dann dem Landkreis Köln zu. Die Verwaltung wurde mit Bürgermeisterei Lövenich benannt. Im Jahre 1928 wurde die Bürgermeisterei Lövenich in Amt Lövenich umgetauft. Und im Jahr 1934 kam es zur Einordnung von Brauweiler nach Lövenich. 1937 kam es neuerlich zu einer Umbenennung mit "Amt Weiden". Im Jahre 1951 kam es zur Aufhebung dieses Amtes. Das hieß, dass Lövenich sowie Brauweiler amtsfrei waren. Der Stadtteil Lövenich war in etwa 175 Jahre selbständig. Die Gebietsreform fand am 1. Januar 1975 statt und so wurde Lövenich ein Teil des Bezirkes Lindenthal. Klein- sowie Großkönigsdorf kamen zur Stadt Frechen. Somit wurden sie ein Teil des Rhein-Erft-Kreises, der früher Erftkreis hieß.

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Städtepartnerschaften von Lövenich

Lövenich hatte eine Partnerschaft mit dem Ort Diepenbeek, der in Belgien liegt. Igny ist eine weitere Städtepartnerschaft und auch Benfleet. Mit dem Ort in England besteht seit dem Jahr 1971 eine Partnerschaft. Als Lövenich ins Stadtbezirk 3 eingemeindet wurde, entstanden im Zuge dessen dann noch weitere Städtepartnerschaften.

Kultur sowie Freizeit

Sehenswertes in Lövenich: Was gibt´s zu sehen in Lövenich?

  • die St. Severin Kirche ist sehr schön; sie ist im romanischen Baustil errichtet worden und wurde zum ersten Mal im Jahre 1124 in einer Urkunde erwähnt.

Infrastruktur im Stadtteil

Welche Schulen gibt es?

  • Es gab im Stadtteil in den Jahren 1925 bis 1967 eine Landwirtschaftsschule. Johann Heinrich Albers war der erste Direktor der Schule. Dieser war ein Abgeordneter vom Rheinischen Provinziallandtag. Er war dort von 1921 bis zum Jahr 1929 Abgeordneter.
  • die Johanniter-Schule ist eine Gemeinschafts-Grundschule

Die Verkehrslage

Köln-Lövenich S-Bahn ist ein Haltepunkt in Lövenich. Sie befindet sich an der S-Bahn Köln-Düren. Auf diese Weise kann der Hauptbahnhof in Köln rasch erreicht werden. Man braucht für die Strecke nur eine Viertelstunde. Die S-Bahnlinien S 12, S 13 sowie S 19 verkehren in Lövenich. "Weiden Zentrum" ist eine Straßenbahnhaltestelle und sie liegt am Haltepunkt Lövenich S-Bahn. Von dort kann die City in einem Zeitraum von 20 Minuten erreicht werden. In Lövenich gibt es außerdem eine Autobahnanschlussstelle mit Köln-Lövenich, die an sich an der A 1 befindet. Das Autobahnkreuz Köln-West liegt nur einen km weiter entfernt im Süden. Hier kreuzen sich die A 1 sowie die A 4.

Prominente Bewohner

Wer wohnt im Stadtteil?

  • der Schlagersänger sowie Komponist Howard Carpendale
  • der Fußballspieler Paul Steiner - er wurde im Jahre 1957 geboren. Er wurde auch Fußball-Weltmeister 1990.

Frühere berühmte Bürger

Wer hat hier schon gewohnt?

  • der Volksschauspieler, der aus Köln stammte - Willy Millowitsch
  • der österreichische Fußballspieler Toni Polster, der auch einmal Popsänger war
  • Udo Lattek - einstiger Fußballtrainer, wie auch -spieler

St. Severin - Kirche in Lövenich

St. Severin ist eine katholische Kirche, die in Lövenich gelegen ist. Die Kirche in Nordrhein-Westfalen ist eine Pfeilerbasilika romanischen Baustils.

Geschichtliche Fakten

Im Jahr 1028 wurde ein Graf namens Enzo in einer Urkunde erwähnt. In dieser Urkunde scheint auch bereits der Name der Kirche in Lövenich auf. Einige Historiker sind jedoch der Annahme, dass diese Urkunde eine Fälschung ist. Wenn es so wäre, ist die Urkunde ein Schriftstück aus dem Brauweiler Konvent und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche St. Severin wird auf das 12. Jahrhundert datiert. Im "Liber valoris" wird die Kirche aus Lövenich circa um 1300 angeführt. Wilhelm von Gennep, ein Erzbischof, übergab im Jahre 1361 das Patronat dieser Kirche an den Johanniterorden aus Köln. Es wurde an St. Johann und Cordula übergeben und diese waren Besitzer der Kirche bis zur Säkularisation. Im Jahre 1765 gab es einen schweren Brand und die Kirche wurde stark zerstört. 1858 fand dann eine Renovierung statt und auch ein Ausbau wurde gemacht. Die Seitenschiffe wurden verlängert und nach Osten verlagert. Dabei wurden die Apsiden niedergelegt und die Kirche ist eine Pfeilerbasilika, die flach eingedeckt wurde und dreischiffig ist. Das Chorjoch ist romanisch und ist mit einem Langhausjoch angelegt. Der Dachstuhl ist offen und es wurde ein Chor neoromanischen Stils angebaut. Das Tuffsteinmauerwerk war schon alt und man entfernte es daraufhin zum Großteil an der Außenseite. Anstelle des Tuffsteins folgte ein Backsteinwerk. Der Original-Bestand ist demnach fast nicht mehr zu erkennen und die Kirche ist auch verputzt worden.

Hofanlage in Lövenich

Der Odemshof - ein alter Gutshof, ist eine Besichtigung wert! Dieser liegt in der Brauweilerstraße 16 in Köln-Lövenich. Die Brauweilerstraße wurde nach der Grenze zu Brauweiler benannt. Der alte Hof steht unter Denkmalschutz und trägt die Nummer 5326. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert und heute werden dort auch Kulturveranstaltungen ausgetragen. So finden zum Beispiel manchmal Konzerte statt. Der Hof wurde am 2. November 1989 in die zu schützenswerten Baudenkmäler aufgenommen. Dieser Hof besteht aus einem Langhaus mit zwei Geschossen. Seine Fassade ist in der Farbe Weiß gehalten und hat orange-farbene Fensterumrahmungen. Das hohe Giebeldach ist ausgebaut und beherbert im Dachausbau je drei herausgebaute Fensterüberdachungen. Das Dach hat an den Seiten jeweils eine verzierte, weiße Randbebauung. Der alte Gutshof wurde aufwendig restauriert, um erhalten zu bleiben. Es gibt eine schöne Allee, die Odemshofallee, welche mit der Vinzenallee und dem Heckweg sowie dem Biberweg verbunden ist.