Longerich heißt Besucher willkommen

Longerich ist linksrheinisch gelegen und hat in etwa 13.607 Einwohner. Seine Fläche beträgt 6,143 km2 und die Eingemeindung fand am 1. April 1888 statt. Die Postleitzahlen des Stadtteils sind 50737 und 50739. Longerich wird dem Stadtbezirk 5, Nippes zugerechnet. Verkehrstechnisch sind hier die Buslinien 121, 125, 127 und 139 unterwegs. Daneben verkehrt hier die Stadtbahnlinie 15 und die Eisenbahnlinein S 6 sowie S 11.

Köln Longerich

Geografische Daten

Longerichs Grenzen bilden:

  • im Osten an Niehl
  • im Süden an Weidenpesch sowie Bilderstöckchen
  • im Westen an Ossendorf
  • im Norden an Heimersdorf, Lindweiler sowie Seeberg

Longerich hat gleich mehrere Kölner "Veedeln", wie die einheimischen Kölner ihre Viertel im Dialekt nennen. Im Mittelalter war Longerich ein Dorf und kann bereits im frühen Mittelalter nachgewiesen werden. Die alte sowie die neue Gartenstadt sind zwei dieser "Veedeln" und auch die Ungarnsiedlung.

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Geschichtliche Fakten zu Longerich

Im Volksmund nennen die Bewohner des Stadtteils ihr Viertel "Lunke". Im Karneval ruft man dann "Lunke Alaaf". Etymologisch kommt das Wort von Lunreke oder Lunrike und ist abgekürzt vom Wortstamm -iacum. Das Wort kommt vom Lateinischen aus der Römerzeit. Longerich war ganz westlich von drei Römerstraßen gelegen, die nach Neuss lagen. Es kann als sicher angenommen werden, dass es damals schon Besiedelung hier gab. Eine Straße wurde aber nur dann befahren, wenn die beiden anderen zwecks Überschwemmung unpassierbar waren. Etwas nach 900 wurde Longerich erstmals angeführt. 1080 wurde erstmals die Kirche des Ortes erwähnt. Es wird vermutet, dass schon im 9. Jahrhundert eine Kirche gebaut wurde. Es gab einen Nachfolgebau aus 1797 und dabei benutzte man den alten Kirchturm. Der Abriss dieser Kirche erfolgte im Jahr 1913. Denn 1900 wurde am Nachbargrundstück ein Neubau einer Kirche fertig. Longerich war ein Teil des Dingstuhl Griesbergs, bis zum Jahr 1794. Danach begann die Franzosenzeit und erst 1815 wurde Longerich preußisch. Der Stadtbezirk Nippes zählte zur Franzosenzeit zur Mairie de Longerich-Administration. Somit entstand 1815 die Bürgermeisterei Longerich nach der französischen Besetzung. Im Jahre 1886 kam es zur Abspaltung der Orte Riehl, Mauenheim sowie Nippes. Die Eingemeindung von Longerich fand im Jahre 1888 statt. Die alte Kirche wurde aufs Nachbarareal umgesiedelt und der alte Kirchplatz bekam ein Kriegerdenkmal für Gefallene. Die Soldaten des letzten Jahrhunderts sollten so geehrt werden. Er bekam den Namen Kriegerplatz und es befindet sich ein Park dort. Im Zweiten Weltkrieg stöhnte Longerich unter schweren Kriegsschäden. Seit 1956 wurde in Longerich zügig gebaut und die "Neue Gartenstadt" entstand und wuchs groß an.

Es gibt verschiedene Longericher Viertel

Das Alt-Longericher Viertel

Es bestand über Jahrhunderte hinweg hier ein Bauernhof. Im Jahre 1855 begann der Bau zur Eisenbahnstrecke Köln-Neuss-Krefeld. Somit war nun ein Bahnhof in Longerich vorhanden. Vorerst befand sich dieser mehrere hundert Meter im Norden von Longerich. 1934 erfolgte dann ein neuer Bahnhofsbau am Ortsrand. Dieser Bahnhof wird nur noch als Haltepunkt der S-Bahn-Linie S 11 benutzt. 1832 kam es zur Gründung der Alt-Longericher Grundschule. Franz Carl Denhoven, einstiger Bürgermeister, begründetet diese. 1899 wurde die katholische Kirche St. Dionysius gebaut, dessen Architekt Vincenz Statz war. Sie ist neugotischen Stils und liegt im historischen Zentrum von Longerich.

Alte Gartenstadt-Viertel

Dieses Viertel wurde im Jahre 1936 gegründet. Es herrschten Einfamilienhäuser in massiver Bauweise vor. Die Grundstücke hatten riesiege Gärten für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse. Auch Hühner wurden damals gehalten und zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurden Brandbomben auf einige dieser Häuser geschmissen. Damals wurde die Nachbarschaftshilfe noch hoch gehalten und das Schlimmste konnte verhindert werden. Von 1950 bis 1952 wurde die Kirche Christ König errichtet, dessen Architekt Fritz Schaller hieß.

Das Viertel Ungarnsiedlung

1956 kam es zum Ungarnaufstand und Massen an Flüchtlingen folgten. Einige Flüchtlinge kamen auch nach Longerich. Diese Siedlung besteht aus einigen Reihenhausbauten, die zwischen Militärring sowie der Johannes-Rings-Straße liegen. Die Reihenhäuser wurden so besetzt, dass abwechselnd Ungarn sowie Deutsche darin wohnten. Man wollte einem Ghettocharakter so vorbeugen.

Die Neue Gartenstadt

Der Grundstein wurde hier 1956 anläßlich des Katholikentages gelegt. Die Siedlung sollte "Katholikentagssiedlung" heißen und sie war für kinderreiche, katholische Familien gedacht. Einst wurde hier meist Landwirtschaft betrieben. Dr,. Wilhelm Warsch, Regierungspräsident Kölns, setzte den obligatorischen Spatenstick am 16. Juli 1956. Die Einweihung erfolgte am 12. September 1959 durch den Erzbischof Josef Frings. Die Siedlung galt vorübergehend als eine der kinderreichsten ganz Europas. Es folgte 1961 der Bau der katholischen Kirche St. Bernhard sowie 1963 die Immanuelkirche für die Evangelischen. 2004 wurde eine gemeinsame Pfarrei St. Bernhard sowie Christ König hier gegründet. Die St. Bernhard-Kirche wurde aufwendig saniert und 2008 erfolgte die Wiedereröffnung. Seit 2010 gibt es das gemeinsame Patronat "Alt-Gemeinde St. Dionysius.

Sportaktivitäten in Longerich

Die traditionellste Sportart in Longerich ist Handball. Die 3. Handball Bundesliga wird vom Longericher Sport Club besetzt. Der Radclub "RRC Günther 1921 Köln-Longerich" organisiert seit 1952 das Rennen "Cologne Classic". Es findet immer am Pfingstmontag statt und ist sehr beliebt. Wilfried Peffgen ist hier ein dreifacher Weltmeister.

Die Infrastruktur von Longerich

1943 kam es zur Totalverwüstung des Cellitinnen-Klosters. Es befand sich in der Kupfergasse und 1959 wurde ein neues Ordenshaus errichtet, welches sich in der Graseggerstrarße liegt. Es gab Pläne, hier ein Altenheim zu bauen, aber es kam nie dazu. Stattdessen wurde das Heilig-Geist-Krankenhaus gebaut, welches 1964 seine Fertigstellung fand. Es sollten 330 Patienten hier Platz finden. 2007 kam es zur Modernisierung des Krankenhauses. Der Initiale "C" ziert die Front des Hauses und zeigt das Ordenszeichen. Longerich besitzt vier Gotteshäuser und davon sind drei katholisch, eines evangelisch. Desweiteren gibt es zwei Kapellen und eine ist die einstige Lutherkapelle. 1933 baute die Luther-Gemeinde ein altes Stallgebäude zur Kapelle um. Heute dient die Kapelle der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde für Messen. Im alten Ortszentrum befinden sich viele Geschäfte, wie in der Longericher Hauptstraße sowie der Grethenstraße. Die Lüttich-Kaserne liegt nördlich von Longerich. 2006 zog hier die Stammdienststelle der Bundeswehr ein.

Verkehrslage Longerichs

Der öffentliche Nahverkehr wird durch die Stadtbhan L 15 sowie die S-Bahn abgedeckt. Daneben gibt es einige Buslinien und die Anbindungen an andere Stadtteile ist sehr gut. Anschlussstellen zu den Autobahnen sind zur Genüge vorhanden.

Was gibt es in Longerich zu sehen?

In Longerich gibt es viele Vereine und auch zwei Karnevalsvereine. Zur Narrenzeit findet ein Stadtteilumzug statt. Der Schützenverein veranstaltet jedes Jahr ein Schützenfest. Auch die Freiwillige Feuerwehr veranstaltet jährlich ihr Feuerwehrfest. Longerich hat viele Chöre zu bieten: Kinderchor, Jugendchor, ein Männerchor, vier Kirchenchöre und sogar einen Kammerchor, der sehr angesehen ist. Daneben gibt es ein Blasorchester, zwei Musikschulen und jede Menge Rock- und Pop-Bands. Das Konzertprogramm in Longerich ist somit reich gesegnet. Eine Besonderheit bietet der Square-Dance-Verein an. Eines der vielen Feste kann hier besucht werden und die Ferienwohnung Köln stellt gerne die Unterkunft