Mauenheim - kleinster Stadtteil: klein und putzig!

Der Stadtteil Mauenheim zählt nur in etwa 5643 Einwohner, vom letzten Stand Ende 2015 gerechnet. Es ist der kleinste Stadtteil der Stadt Köln und hat nur eine Fläche von 0,488.7 km2. Ein kleiner Flecken mitten in der lebhaften Stadt Köln. Seine Eingemeindung feierte Mauenheim am 1. April 1888 und seine Postleitzahl lautet 50739. Mauenheim gehört zum Stadtbezirk 5, Nippes. In dem kleinen Viertel verkehren die Buslinien 121 und 140 sowie die Stadtbahnlinien 12, 13 und 15. Das kleinste Viertel von Köln liegt linksrheinisch und befindet sich geographisch zischen Nordfriedhof sowie Mauenheimer Gürtel.

Köln Mauenheim

Lage des Stadtteils

Weidenpesch bildet die östliche sowie die nördliche Grenze zu Mauenheim. Nippes ist die Grenze im Süden und westlich wird Mauenheim von der Eisenbahnlinie Köln-Neuss-Krefeld Mauenheim begrenzt.

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Geschichtliche Fakten

In einer Urkunde aus dem Jahr 1199 wurde Mauenheim das erste Mal erwähnt. Dort ist eine Schenkung vom Erzbischof Adolf I. ans Kunibertsstif. Adolf I. schenkte dem Stift den Rodzehnt, welches dem Bischof erlaubt war. Dieser Rodzehnt wurde eingehoben, wenn Flächen frisch gerodet wurden. Die Herren vom Stift Kunibert bekamen die "Herrlichkeit Mauenheim" zur Verfügung gestellt und geschenkt. Damals umfasste die Gegend die Stadtteile Mauenheim, Nippes sowie Bilderstöckchen. Herrlichkeit wurden die Gegenden benannt, die einem "freien Herrn" obliegten. Philipp Vetscholder mietete im Jahr 1223 einige Grundstücke in Mauenheim. Mitpächterin war seine Frau namens Petrissa und die Eheleute Otto sowie Margarete pachteten 1236 auf Lebenszeit. Der Hof Mauenheim wurde ebenfalls urkundlich bereits erwähnt. Die Schreibweise wurde mit "Mowenheim" sowie "Mouenheim" angegeben. Es existiert eine Urkunde aus 1237, wonach das Ordenshaus von Deutz 4 Mansen an Land sowie 30 Morgen an Fläche kauften. Die Johanniterkommende "St. Johann und Cordula" aus Deutz kauften diese Landflächen und es wurde daraufhin der Johanniterhof gebaut. Der Großprior Konrad von Braunsberg genehmigte den Johannitern im Jahr 1377 den Hof zu tauschen. Er durfte mit drei Hufen Ackerlandes eingetauscht werden. Dafür sollten sie den "Zidderwald" erhalten und tauschen, der sich in Bergisch Gladbach befand. Ludof van Mauenheim, ein Bruder des Ordens, übernahm die Bewirtschaftung des Hofes. Im Jahre 1423 vermietete St. Kunibert den Hof Mauenheim, den dieser zurückbekam. Das Ehepaar Arnold sowie Aleydis pachteten den Hof auf je 12 Jahre. Der Preis bestand aus 58 Malter und 1428 wurde von den Johannitern 4 Morgen an Ackerland verpachtet. Das Ackerland befand sich in Mauenheim beim Bischofsweg.

Der Patrizier Braun von Mauwenheim war in dieser Gegend in Mauenheim wohnhaft. Dieser ging im 12. Jahrhundert auf Kreuzzug, als Konrad III. herrschte. Im Jahre 1221 kam er in Gefangenschaft, denn er wurde in Laodicea gefasst. Daraufhin floh er und sein Weg führte wieder nach Köln. Die Schreibweise von Mauenheim änderte sich im Laufe der Geschichte immer wieder. Zur Mittelalterzeit wurde der Stadtteil als "Mowinheym(b)" angeführt, wie 1199. Auch "Mouenheym" sowie "Movenhe(i)m" findet sich in Urkunden. Um das Jahr 1481 wurde es als "Mauvenheim" wiedergegeben. Der Ort "Mowinheym" befand sich in der Gegend, wo heute die Gocher Straße liegt. Auch beim Niehler Kirchweg lag dieses Gebiet damals und an der Mauenheimer Straße. Die Mauenheimer Straße existierte bereits zu dieser Zeit. Nach dem Jahr 1609 erschien die Schweidkarte von Abraham Hogenberg. Auf der Karte sieht man die Neusser Straße und im Norden "Maurhem". Im Süden ist Nippes auf der Karte zu sehen. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich der Ort Nippes immer mehr. Nippes befand sich auf dem Areal von der "Herrlichkeit Mauenheim". Nippes wurde immer wichtiger für diese Gegend. Die Franzosenzeit beendete die "Herrlichkeit Mauenheim" im Jahre 1798. Mauenheim wurde in die Bürgermeisterei Longerich eingegliedert. Im Französischen wurde dazu Mairie de Longerich gesagt. Aus dem Jahr 1807 gibt es die Tranchotkarte, welche den Stadtteil mit "Maulem" anführt. Laurenz Fürth kaufte im Jahr 1810 von Nikolaus Huntgeburth den Johanniterhof. Wie schon erwähnt, wurde dieser 1237 von den Johannitern gegründet. Der Johanniterhof befand sich in der Gemarkung Mauenheim. Im Jahr 1866 wurde die Bürgermeisterei Longerich geteilt. Dies geschah lange Zeit nachdem der Wiener Kongress tagte. Die Aufteilung erfolgte in Nippes sowie Longerich und Nippes wurde mit Mauenheim sowie Riehl geteilt. Longerich wurde zusammen mit Merheim, Niehl sowie Volkhoven aufgeteilt. Im Jahre 1888 wurde Mauenheim nach Köln eingemeindet. 1919 wurden in Nippes Neuansiedlungen gebaut. Deshalb wurde im Jahre 1933 eine Trennung von Nippes vollzogen. Mauenheim durfte danach seinen alten Namen weiterführen. Der Stadtteil Mauenheim entwickelte sich aus dem linksrheinischen Merheim, aus Gründen von Nippes, die unbewohnt waren und einigen Teilgebieten Longerichs.

Im Jahre 1896 wurden Arrondierungen vorgenommen, den Nordfriedhof betreffend. Der Friedhof wurde am 18. Mai des Jahres 1896 eröffnet. Mit dem Wohnungsbau wurde 1914 begonnen und im Süden des Friedhofes wurde damit gestartet. Die "Nibelungensiedlung am Nordfriedhof" wurde somit geplant und es sollten 676 Wohneinheiten entstehen. Auch Sozialbauten wurden geplant sowie 20 Ladenlokale. Wilhelm Riphahn war der Architekt der Siedlung und es wurde neun Jahre lang gebaut. Die Bauphase dauerte von 1919 bis zum Jahr 1928. Die GAG Immobilien war der Bauträger, welche 1913 gegründet wurde. Rihphan sowie die GAG bauten in den Jahren von 1922 sowie 1924 auch den "Grünen Hof". Der "Grüne Hof" ist ein wichtiges architektonisches Beispiel. Hierbei handelt es sich um eine schöne, große Parkanlage, um den sich eine Wohnsiedlung befindet. Es war das erste Projekt Deutschlands in dieser Art. Als Vorbild der Anlage gelten holländische sowie englische Parks. Die Wiener Höfe wurden 1923 konzipiert und die Hufeisensiedlung in Berlin 1924. In den Jahren 1995 bis 2000 erfolgte eine gründliche Sanierung des "Grünen Hofes". Die St. Quirinus-Kirche ist Bestandteil vom Kunibertsstift. 1665 kam es zum Abbruch der Kirche. Eduard Endler zeichnet als Architekt der heutigen St. Quirinus Kirche.

St. Quirinus Kirche - die Kirche in ruhiger Lage ist sehenswert

St. Quirinus liegt im kleinen Mauenheim in Köln im schönen Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich um eine römisch-katholische Kirche. Die Kirche ist von vielen Bäumen umgeben und ladet zu einer kurzen Rast ein.

Geschichtliches

Die Kirche in Mauenheim hat einen Bezug zum Patrozinium der St. Quirinus-Kapellhate aus dem Mittelalter. Diese Kapelle befand sich am Friedhof des Fronhofes. Er gehörte zum Kunibertusstift in Köln und der Hof war nur etwa 700 Meter weiter gelegen, wo sich heute die aktuelle Kirche befindet. Im Jahre 1286 wurde diese Kapelle erstmals urkundlich erwähnt. In einer Urkunde scheint die Kapelle auf, als die Pfarre St. Katharina einen Vikar bestellte. Die Nieler St. Katharina Pfarre zählte ebenfalls zum Sift Kunibert. Es wurde damals ein Vikar für die Seelsorge gesucht. Im Jahre 1557 kam es zum Brand in der Kapelle und im Jahr 1665 wurde sie abgetragen. 1927 wurde eine neue Kirche in Mauenheim gebaut. Der Architekt Eduard Endler lieferte die Pläne dazu. Die Kirche ist dreischiffig und hat ein Basilika frühchristlichen Stils. Desweiteren besitzt sie eine Halbkreisapsis und schöne historisch anmutig gebaute Säulen. Auch hat die Kirche einige Kapitellen mit Balken. Über diesen Balken wurden Obergradenwände ausgeformt und Rundbogenfenster. Im Jahre 1966 kam es zur Enfernung der Stufengiebel. Stattdessen wurde eine einfache Fassade errichtet im basilikalen Stil. An der Seite der Kirche wurde ein Turm dazugebaut. Der Turm ist heute 24 Meter hoch.