Müngersdorf wird präsentiert

Müngersdorf hat eine Fläche von 5,1 km2 und in etwa 8557 Einwohner. Seine Eingemeindung fand am 1. April 1888 statt und die Postleitzahl des Stadtteils lautet 50933. Der Stadtteil Müngersdorf ist dem Stadtbezirk Lindenthal zugehörig. Müngersdorf ist im Westen Kölns situiert und hier liegt auch das Rheinenergiestadion, welches sehr beliebt ist. Der 1. FC Köln hat hier seine Spiel- und Trainingsstätte. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia sowie die Deutsche Sporthochschule sind hier platziert. Dieser Stadtteil ist sehr begehrt, denn der Äußere Kölner Grüngürtel wurde hier angelegt und besitzt sehr viel Grün für Erholungssuchende.

Köln Müngersdorf

Lage des Stadtteils

Müngersdorf wird östlich von Braunsfeld sowie Ehrenfeld begrenzt. Lindenthal sowie Junkersdorf wiederum bilden im Süden die Grenze zum Stadtteil. Junkersdorf ist zugleich die westliche Grenze zu Müngersdorf, wie auch Lövenich. Vogelsang sowie Widdersdorf sind die beiden nördlichen Grenzen.

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Geschichtliche Fakten

Urgeschichtliches: Es ist anzunehmen, dass diese Gegend schon lange besiedelt war. Es wurden Werkzeuge gefunden, die aus einer linienbandkeramischen Besiedelung stammen. Die Werkzeuge sind auf das 5. Jahrtausend vor Christus datiert worden.

Die Römerzeit: Die Aachener Straße läuft durch Müngersdorf und ist eine Hauptverkehrsader. Die Via Belgica war eine Römerstraße und hier wurden viele Funde gemacht, die aus dieser Zeit stammen. Die Villa rustica ist der wichtigste Fund, der hier gemacht wurde. Es handelt sich dabei um einen Hof aus der Römerzeit. Der Hof hatte auch ein Gräberfeld dabei, welches in den Jahren 1925 und 1926 ausgegraben wurde. Die wichtigsten Teile vom Hof wurden auf das 3. Jahrhundert datiert. Der Hof war bis zum Ende des 4. Jahrhunderts in Betrieb.

Das Frühmittelalter: Das Stadion steht an der Aachener Straße und in den 1920ern wurde ein Gräberfeld ausgegraben. Fritz Fremersdorf hatte die Leitung damals über. Die Gräber stammen aus dem frühen Mittelalter und bei der Ausgrabung wurde modernste Technik verwendet. Es wurden 149 Gräber freigelegt, die alle um 440 bis 640 nach Christus stammen. Somit kann angenommen werden, dass damls bis zu 55 Menschen hier lebten. In Junkersdorf wurden auch Gräber ausgegraben, das eine ähnliche Größe beinhaltet. Es befindet sich nur circa einen km weit entfernt.

Mittelalter- und die Neuzeit: Es gibt eine Urkunde vom Jahr 980, die dem Erzbischof Warin gehörte. Darin ging es um eine Schenkung ans Stift St. Ursula und es wurde "Mundestorp" erstmalig erwähnt. Im Laufe der Zeit ergaben sich bestimmt einige Namen für den heutigen Stadtteil. Letztendlich hat sich heute Müngersdorf herauskristallisiert. Im Mittelalter war der Stadtteil Teil vom Amt Königsdorf, welches sich im Kurfürstentum Kölns befand. Die Franzosen besetzten den Ort 1794 und so wurde die Mairie Münersdorf kreiert. Diese gehörte im Kanton Weiden vom Arrondissement de Cologne, welches wiederum Teil des Departements de la Roer war.

Der Hof Morsdorf

899 wurde urkundlich ein Weiler angeführt, der zum Gut Morsdorf gehörte. Dieser war im Besitz von St. Gereon und der Hof war oft zerstört worden, aber immer wieder aufgebaut. Der Morsdorfer Hof war ein Klostergut und 1663 hatte er 210 Morgen an Boden. 1830 wurde der Hof verkauft und umfasste damals 442 Morgen Land. Im Jahre 1881 kaufte ein Anwalt den Hof, namens August Elven. Die Stadt Köln war in späterer Folge Eigentümer des Hofes. Der Hof wurde 1929 dann abgerissen und auf dem Areal wurden Wohnbauten errichtet.

Landwirtschaftliche Betriebe in Müngersdorf

1844 gab es noch einen Hof namens Belvedere, der in der Wendelinstraße stand. Der Le Mairie- oder auch Domshof genannte Gutshof befand sich auch in der Wendelinstraße und wurde 1910 abgetragen. 1843 bestand noch ein Herriger- oder auch Türkshof in der Herriger Gasse. Dann gab es noch den Harzheimer Hof, welcher Eigentum der Abtei Altenber war. Der Petershof ist in Schriftquellen auch verzeichnet, dieser wurde auch Marienhof genannt. Diese Höfe waren sehr groß und daneben gab es auch Fachwerks- sowie Backsteinhäuser. Landarbeiter waren hier untergebracht und etliche sind noch heute erhalten. Das "Pescher Hüsje" wurde saniert und auch das Fenger-Schöngen-Haus ist noch erhalten, verfällt aber zusehends. Das Wirtshaus "Im St. Wendelin" ist klein und noch erhalten.

Die Preußische Zeit

1815 fiel Müngersdorf an Preußen und 1839 entstand die Eisenbahnstrecke vom Kölner Bahnhof nach Müngersdorf. Der Bahnhof wurde Belvedere genannt. 1866 kam es zur Ausgliederung von Vornippes von Müngersdorf und fiel an Longerich. 1879 wurde dann die Bürgermeisterei in Ehrenfeld sowie Müngersdorf getrennt. In Müngersdorf hat sich der landwirtschaftliche Charakter erhalten, bis Anfangs des 20. Jahrhunderts. Der Kölner Festungsring ließ Müngersdorf sich eng an Köln anbinden und 1888 fand dann die Eingemeindung statt.

Folgende Orte waren Teil der Bürgermeisterei Müngersdorf:

1874 wurde das Fort V errichtet und wurde als Festungsgefängnis genutzt.

Was gab´s im 20. Jahrhundert

In Junkersdorf wurden keine bedeutenden Veränderungen vorgenommen. Die Bauphase wurde erst ab 1900 vorangetrieben, in der Zeit der Industrialisierung. Durch den Äußeren Grüngürtel wurde der Stadtteil sehr begehrt und es wurden viele Villen gebaut. Konrad Adenauer war der Initiator dieses Grüngürtels. An beiden Seiten der Aachener Straße entstanden Sportbauten. In der Weimarer Republik gab es viele Spiel- sowie Sportparke. Die Parkanlagen waren sehr beliebt und das Sozialgefüge sollte durch Sport gefestigt werden. Fritz Encke hatte die Verantwortung für die Anlagen. Die Parkanlagen hatten drei Haupt-Kampfbahnen mit Leichtathletik, Hockeyplätzen, Radwegen, Reitwegen auch Schwimmbahnen. Auch ein Freiluftbad war vorhanden und diesen Park gibt es noch heute, wenngleich er umgestaltet wurde. Das RehinEnergieStadion wurde auf der Fläche der Hauptkampfbahn gebaut.

Das Judenlager Müngersdorf befand sich in der NS-Zeit im Fort und seiner Umgebung. Die Juden wurden aus ihren Häusern oder Wohnungen vertrieben. Vom Lager wurden sie dann in KZ´s abgeführt. Die Pfarrchronik von St. Wendelin gibt über diese Zeit Auskunft.

Die heutige Zeit

1962 wurde das Fort V abgetragen, denn man konnte es nicht mehr erhalten. Es gibt heute nur noch eine Lichtung am Wald, die daran erinnert. Das Zwischenwerk V a liegt an der Belvederestraße und 1925 wurde hier eine Gartenschule namens Feiluga gebaut. Die Kehlkaseren blieb erhalten und die Spitzkaseren wurde abgetragen. Heute kann man die Wehrgräben teilweise noch erkennen. In der Feiluga kann man ein Ausstellungsstück bewundern, welches ein nachgemachtes Rheintalprofil abbildet. Die Festungsanlage, die Freiluga sowie das Profil sind denkmalgeschützt.

Die Deutsche Sporthochschule

Einzigartig in ganz Deutschland, ja, sogar in Europa! Die einzige Sport-Universität mit großem Anerkennungswert. Die SPOHO liegt im Stadtteil Müngersdorf.

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Einige Kirchen

Die Backsteinbasilika ist neuromanischen Stils und heißt St. Vitalis. Sie entstand in den Jahren 1889 und 1890. An selber Stelle stand zuvor das Stift St. Aposteln, welches im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Neben der Kirche wurde ein Pfarrhaus gebaut, welches noch erhalten ist. Die evangelischen Gläubigen werden von der Evangelischen Clarenbach-Gemeinde betreut. Die Messen finden an der Aachener Straße Nr. 458 statt. Die Seniortagesstätte Dr. Schaefer Ismer liegt am Brauweiler Weg. Das Ehepaar Dr. Schaefer-Ismer vermachte der evangelischen Kirchengemeinde ein Haus. Es sollte mitsamt dem Grundstück ein offenes Haus für Alte sein.