Neuehrenfeld

Neuehrenfeld gehört zum Bezirk 4 mit dem gleichnamigen Ehrenfeld. Es hat eine Fläche von 2,550.3 km2 und die Eingemeindung fand am 1. April 1888 statt. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 24.564 Personen und die Postleitzahlen lauten: 50823, 50826 und 50827. Hier verkehren die Stadtbahnlinien 5 sowie 13 und die Buslinien mit den Nummern 140, 141, 142 und 143.

Köln Neuehrenfeld

Lage von Neuehrenfeld

Neuehrenfeld hat im Osten wie im Südosten Neustadt-Nord sowie Bilderstöckchen als Nachbarn. Die südliche Grenze zum Stadtteil bildet Ehrenfeld und die nordwestliche Grenze ist Ossendorf.

Geschichtliche Fakten

1871 entstand das erste Wohnhaus auf diesem Gebiet. Es wurde in der Ottostraße errichtet und befand sich zum Zeitpunkt des Entstehens noch außerhalb der Grenzen Kölns. In den Straßen Siemensstraße, Röntgenstraße, Eichendorffstraße sowie Nussbaumerstraße wurden ab dem Jahr 1908 Neubauten gebaut. Die neuen Häuser sollten hohen Qualitätsstandards folgen, was die Größe betrifft und die Hausanlagen wurden im Inneren mit Gärten konzipiert. Es wurden schön verzierte und bunte Fassaden gebaut. Die neuen Häuser waren nur für besser situierte Bürger gedacht. Im Volksmund wurde das Viertel dann "Tintenkleckserviertel" getauft. Denn es siedelten sich hier hauptsächlich Kaufleute, Lehrer, höhere Angestellte oder Beamte an. Im Jahr 1888 fand eine umfassende Eingemeindung statt. 1954 gab es einen Ratsbeschluss und der neue Stadtteil wurde Neuehrenfeld benannt.

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Siedlungsstruktur von Neuehrenfeld

Der Lenauplatz bildet den Mittelpunkt in Neuehrenfeld. Rund um den Platz wurden Bürgerbauten errichtet, die aus der Gründerzeit stammen. Die Bomben des Zweiten Weltkrieges machten auch vor diesen Häusern im Stadtteil nicht Halt. So entstanden riesiege Lücken, was die Bauten anging. Der Wiederaufbau erfolgte darum teilweise nicht gerade von Vorteil, was die Häuserstruktur betrifft. Dennoch gibt es in Neuehrenfeld immer noch zahlreiche schöne Stuckfassaden.

Am Takuplatz liegt das Chinesenviertel und es befinden sich hier auch Mietshäuser. Diese wurden in der Phase des "Neuen Bauens" errichtet. Im Jahr 2006 entstand eine neue Wohnbauanlage, die im Westen des Chinesenviertels liegt. "'Wohnen mit Alt und Jung" ist ein Projekt der Genossenschaft. In dem Projekt ging es darum, dass mehrere Generationen miteinander leben. In Neuehrenfeld gibt es eine hohe Zahl an Migranten, die aus aller Welt stammen. So sind etliche Geschäfte, Restaurants oder handwerkliche Betriebe entstanden. Es gibt auch viele Szenekneipen hier.

Bedeutende Bauwerke im Stadtteil

Die evangelische Versöhnungskirche

Im Jahre 1963 lieferte Dr.-Ing. F. W. Bertram die Pläne zum Bau einer Kirche. Sie wurde wie ein Hexagon geschaffen und Bertram arbeitete mit dem Architekten Dr.-Ing. Lang zusammen. Am 31. Mai 1964 fand die Einweihung der Kirche statt. Auf dem Fenster im Westen sieht man den Apostel Paulus. Seine Botschaft ist im Fenster beinhaltet und wurde von Elfriede Fulda geschaffen.

St. Peter Kirche

Bei der Subbelrather Straße befindet sich die St. Peter Kirche. Das katholische Gotteshaus ist die Gemeinde vieler Gläubiger. Die Kirche entstand ab dem Jahr 1899 und wurde im neugotischen Baustil gebaut. Theodor Roß war der Architekt der Kirche und sie ist dreischiffig. Ihre Einweihung fand am 29. Juni des Jahres 1901 statt. Die Backsteinkirche hat auch den Namen "Ehrenfelder Dom". Sie erfuhr 1944 eine Zerstörung und wurde wieder aufgebaut. Die Einweihung fand dann im Jahr 1948 statt. Es sind schöne Glasarbeiten in der Kirche, die von Hermann Josef Baum 1978 geschaffen wurden. Darauf kann man die vier Elemente bewundern. Der Turm der Kirche misst ganze 62 Meter und er ist in ganz Neuehrenfels zu sehen. Das Innere der Kirche ist zum Großteil noch erhalten, da sie in Kriegszeiten nur wenig beschädigt wurde.

St. Barbara Kirche

Im Chinesenviertel wurden viele Häuser gebaut und daher wurde St. Peter zu klein. Das Viertel wuchs rasch und von 1927 bis 1929 wurde von Architekten Karl Colombo eine neue Kirche kreiert names St. Barbara. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine umfassende Umänderung der Kirche. Diese wurden zwischen 1965 sowie 1976 vorgenommen. Die Kirche sieht nun eher aus wie ein Bau aus den 1960ern.

St. Anna Kirche

St. Anna ist ein katholisches Gotteshaus und wurde zwischen 1907 sowie 1908 gebaut. Adolf Nöcker kreierte die Kirche und es handelt sich um eine dreischiffige Basilika. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu massiven Schäden, bis auf den Turm. Dominikus sowie Gottfried Böhm machten sich an den Wiederaufbau der Kirche, die im Jahr 1956 fertiggestellt war. Der Westturm misst 56 m und ist farbenfroh gestaltet. Er ähnelt ein wenig dem Paderborner Dom. Als die Kirche wieder aufgebaut wurde, kam es zur Verlegung des Eingangstores. Nun ist es an der Ostseite platziert und das Tor schaut auf den Christien-Teusch-Platz. Das Tor hat auch große Flächen aus Glas und ein schön geschwungenens Dach. Es wird von Stützen getragen und das Dach erfurh eine Neukonstruktion. Das Haupteingangstor wurde mit Trümmersteinen umrahmt, die vom alten Bau stammen. Die Kirche bekam eine neue Glocke mit einem anderen Glockenton, einem "c".

Das jüdisches Wohlfahrtszentrum

2004 kam es zur Eröffnung des Jüdischen Wohlfahrtszentrums, welches in der Ottostraße liegt. Dort befindet sich eine Synagoge, eine Volksschule, ein Kindergarten sowie die Administration der jüdischen Gemeinde von Köln.

St. Barbara Kirche - eine Besichtigung wert

Die Kirche liegt am Ansgarplatz in Neuehrenfels und schon im Jahr 1917 überlegte man, eine weitere Kirche zu bauen. Die Gemeinde wuchs und wuchs und St. Peter, das sich in Ehrenfeld befand, wurde zu klein. Karl Colombo, ein Architekt, wurde 1927 beauftragt eine neue Kirche zu bauen. Dieser hatte bereits 1925 einen Bau für St. Peter kreiert. Der Bau ging schnell voran und die Einweihung fand schon 1928 statt. Die Unterkirche wurde mit Saal, Kindergarten, Krypta sowie Jugendräumen errichtet. Der Bau der Kirche ist von äußerster Schlichtheit geprägt. Die Fenster wurden jedoch in romanischer, rundbogiger Form gestaltet. Auch wurden an den Seiten Arkaden gebaut. Nach dem Krieg erfolgten Umbauten und so wurde die Originalgestalt der Kirche zerstört. Die einstigen Bogenformen im Innenbereich mussten eckigen Formen weichen. Auch der Chorneubau wurde in rechteckiger Form errichtet. Die Kirche bekam eine Holzdecke, die geknickt gestaltet wurde.

Das Äussere der Kirche wurde 1976 gewaltig umgestaltet. Vorher war die Kirche weiß gestrichen und beim Neubau wurde sie mit roten Klinkersteinen gebaut. Auch die Ausstattung der Kirche wurde neu vorgenommen. Franz Pauli lieferte die Gestaltungspläne für die Fenster. Sepp Hürten, ein Bildhauer, kreierte die Pläne für den Altar. Hinter dem Altar wurde ein Sakramentshaus aufgestellt, welches einen Baldachin hat. Der Osterleuchter ist aus Holz und Toni Zenz schnitzte diesen im Jahr 1942. Es gibt einen Bildband, wo man zwölf Szenen aus dem Alten Testament sieht. Dazu gibt es zwöft Schriftstellen, die zu Ostern früher vorgelesen wurden. 1987 kaufte man eine Ikone der Heiligen Barbara, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Damit wollte man ein Bildnis der Patronin der Kirche haben. Rechts des Altars sieht man eine Marienstatue. Diese ist eine Kopie einer Madonna und das Original steht im Stephansdom in Wien. Im Jahr 1966 bekam die Kirche eine neue Orgel. Die Firam Klais aus Bonn lieferte die Orgel und sie hat 29 Register mit zwei Manualen.