Ossendorf heißt für Besichtigung willkommen

Ossendorf hat eine Fläche von 6,81 km2 und zählt etwa 10.123 Einwohner. Seine Eingemeindung nach Köln fand am 1. April 1888 statt. Die Postleitzahlen heißen 50827 sowie 50829 und der Stadtteil ist dem Stadtbezirk Ehrenfeld zugehörig. Es verkehren hier die Buslinien 127 und 139. Ossendorf liegt linksrheinisch und befindet sich im westlichen Teil Kölns.

Köln Ossendorf

Lage des Viertels Ossendorf

Das Viertel Ossendorf hat Longerich sowie den Stadtteil mit dem malerischen Namen Bilderstöckchen im Osten als Nachbarn. Neuehrenfeld bildet die südöstliche Grenze zu Ossendorf und Bickendorf sowie Vogelsang die südwestliche. Bocklemünd/Mengenich macht die westliche Begrenzung aus und Pesch bildet im Norden die Grenze.

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Geschichtliche Fakten

Schon vor 5000 Jahren gab es hier Bauern in dieser Gegend. Erstmals erwähnt wurde Ossendorf in einer Urkunde von 980. Damals gab es in der Iltisstraße sowie in der Frohnhofstraße einige Höfe. Das Gut Frohnhof wurde im Jahre 920 schon in einer Urkunde angeführt. Auch das Gut Pisdorfhof wurde erwähnt und im 12. Jahrhundert gab es ein Geschlecht namens "von Ossendorp". Das Rittergeschlecht ist auch gleichzeitig der Namensgeber des heutigen Stadtteils. Der Ort wurde über Jahrhunderte immer wieder anders geschrieben. So finden sich zum Beispiel "Oissendorf", "Aissendorp", "Ossindorp", "Ockindorp", "Oyssendorp", "Oyssindorp", "Oissendorp", "Aissendorp" oder auch "Ossendorff" in Urkunden. Der Stadtteil hat ein Wappen, welches einen Ochsen ziert. Auch im Siegel vom Rittergeschlecht war ein Ochse dargestellt. Darum vermuten Historiker, das hier in jedem Fall ein Zusammenhang mit dem Ort Ossendorf besteht.

Das Ursulastift war Grundherr dieses Frohnhofes. Die Einwohner des Dorfes von Ossendorf waren der Pfarre St. Maria Ablass zugehörig. Das Ursulastift war darin inkorporiert und der Weg war damals nach Köln sehr weit. So machte man sich daran, eine Kapelle beim Frohnhof zu bauen. Diese wurde im 14. Jahrhundert, vielleicht sogar früher, errichtet. Die Kapelle hatte auch einen dazugehörigen kleinen Friedhof. Emil Pfeifer baute auf dem Areal des Frohnhofes eine Fabrik. Sein Partner war August Joest, der Sohn von Carl Joest war. Dieser gründete die Raffinierie "Carl Joest & Söhne". Die Fabrik, die beide errichten ließen, war die erste Fabrik, die Zuckerrüben verarbeitete. Die im Jahre 1851 gebaute Fabrik war dem Regierungsbezirk Köln zugehörig. 1901 kam es zur Stilllegung der Fabrik und 1909 folgte der Abriss. Ossendorf wurde 1888 nach Köln eingemeindet, bei der damaligen 5. Stadterweiterung der Stadt.

Ein paar Worte zu Emil Pfeifer

Emil Pfeifer war Mitgründer einer Fabrik in Ossendorf und gab Einwohnern vom Viertel immerhin 50 Jahre lang Arbeit. Er wurde am 8. November 1806 in den Niederlanden, der Haupstadt Amsterdam, geboren. Sein Sterbetag war der 20. September 1889, wo er in Mehlem verstarb. Pfeifer war ein Unternehmer und ein Vorreiter der Zuckerfabrikation vom ganzen Rheinland. Die Firma Pfeifer & Langen ist noch heute in Besitz der Familie und das seit Gründungsbeginn. Emil Pfeifer liegt auf dem Melatenfriedhof, der sich in Köln befindet. Dort ist er in einem Familiengrab bestattet.

Seine Familie

Valentin Pfeifer war der Vater von Emil Pfeifer und lebte von 1763 bis 1840. Er wurde im Spessart, im Ort Sommerau geboren. Er ging aus einer Zweitehe seines Vaters Johannes Pfeifers hervor. Johannes war Bauer und heiratete 1756 Anna Maria. Sie lebte bis 1810 und wurde in Laudenbach am Main geboren. Valentin Pfeifer studierte in Mainz und wurde als Kinderlehrer angestellt. Sein Arbeitgeber war Baron von Harff und lebte in Monschau in der Eifel. Mit 23 Jahren wanderte Valentin nach Holland aus. In Amsterdam wurde er erfolgreicher Kaufmann und heiratete 1797 reich ein. Im Ruhestand kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich mit seiner Frau in Frankfurt am Main nieder. Seine Frau Agnes war eine geborene Weyll und lebte von 1772 bis 1856. Sie bezogen zusammen einen Gutshof, der sich in Oberrad befand.

Valentin Pfeifer ist ein Verwandter und war Lehrer sowie Heimatschriftsteller und lebte von 1886 bis 1964. Er stammte aus Sommerau und heutige Verwandte sind noch dort wohnhaft.

Emil Pfeifer war das vierte Kind von Kaufmann Valentin Pfeifer, der von 1763 bis 1840 lebte. Er wurde in Amsterdam geboren und seine Mutter war Maria Agnes. Die geborene Weyll lebte von 1772 bis 1856 und war eine Tochter von Johann Christian Weyll. Weyll war ein wohlhabender Schiffer aus Köln und mit Anna Katharina verheiratet.

Emil Pfeifer hatte einige Geschwister:

  • Maria, genannt "Mimi"
  • Georgina - lebte von 1797 bis 1863 und war mit dem Kaufmann Wilhelm Kiderlen verheiratet.
  • Valentin lebte von 1804 bis 1833 und war der Eigentümer einer Fabrik: die Papiermühle Oberschneidhausen in Düren. Er heiratete nicht.
  • Robert lebte von 1808 bis 1877 und wurde "Robertus" genannt. 1834 ehelichte er in Paris Maria Wilhelmine Andre. Deren Tochter Agnes ehelichte den Fabrikanten Eberhard Hoesch.
  • Lilla lebte von 1813 bis 1868 und ehelichte 1836 den Sohn von Franz Dominicus Brentano, einem Großkaufmann aus Frankfurt.
  • Eugen lebte von 1816 bis 1896 und war Eigentümer eines Gutes, welches sich in Erbach befand. Auch der Hof Dächheim gehörte ihm, welcher in Theilheim (Schweinfurt) lag. Er war Familienchronist und heiratete nie. Sein letzter Wohnsitz war sein Haus in Frankfurt am Main.

Der Butzweilerhof

Der Name erinnert ein wenig an das beliebte Kinderlied "Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann". Wer weiß, vielleicht hat das Wort "Butz" ja einen gemeinsamen etymologischen, germanischen Ursprung, was sogar wahrscheinlich ist. Das alte Wort "Butz" bezeichnete auch ein Schwein, oder "Butzen", was heute noch als Rest vom Apfel bekannt ist.

Auf seinem Areal wurde bereits vor 1950 ein Flughafen errichtet. Es war der erste zivile Flughafen von Köln. Auf dem Gebiet "Flughafen Köln-Butzweilerhof" ist heute ein Industriegebiet zu finden. Zahlreiche Firmen aus dem Medienbereich sind hier stationiert. In Ossendorf befinden sich ihre Produktionsstätten sowie auch Studios. So ist hier das bekannte "Endemol" (eine Fusion - u.a. Bruder von Linda de Mol") hier gelagert. Auch die Magic Media Company befindet sich in Ossendorf und hier steht auch der Big Brother Container. NetCologne ist ein Telekommunikationsdienstleiter aus der Region und sitzt hier seit dem Jahr 2006.

Verkehrstechnisches

Durch Ossendorf zieht sich die Bahnstrecke Köln-Frechen. Auch die Stadtlinie 5 mit den Haltestellen "Margaretastraße, Rektor-Klein-Straße, Alter Flughafen Butzweilerhof, IKEA Butzweilerhof sowie Sparkasse am Butzweilerhof" verkehrt hier. Desweiteren fahren einige Buslinien durch den Stadtteil. Zur A 57 führen zwei Anschlüsse hin und die Militärringstraße stellt nördlich eine Grenze dar.

Die Justizvollzugsanstalt

Seit dem Jahr 1969 gibt es hier die Justizvollzugsanstalt Köln. Sie hat 1100 Plätze und der Volksmund sagt dazu auch "Klingelütz".

Das Coloneum in Ossendorf - ist einen Ausflug wert

Nach dem Ausflug steht die Ferienwohnung Köln mit Wohlfühloasen als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Das Coloneum war ein Teil von "media NRW". Das war eine Landesinitiative, die im Jahr 1995 gegründet wurde. Ein Immobilienfond von Oppenheim-Esch-Holding GbR gab es eine Finanzierung von 500 Mio. DM- 2009 wurde das Coloneum Köln-Ossendorf eröffnet. und ihr Betreiber ist MMC. Es ist der Ort vieler Fernsehproduktionen Deutschlands. So werden einige "Soaps" hier hergestellt. Unter anderem zählen "Unter uns", "Alles, was zählt" oder "Big Brother" darunter. Auch einige Abendshows wie beispielsweise "DSDS", "X-Faktor" oder "Das Supertalent" werden hier produziert.

Der Deutsche Fernsehpreis wird hier jedes Jahr verliehen. Im Oktober des Jahres 2014 wurde die Verleihung an diesem Ort eingestellt. Das Studiogelände hat eine Fläche von 157.000 m2 und 19 Studios liegen hier. Jedes Studio hat ungefähr 200 bis 4500 m2 an Fläche. Außerdem liegt das höchste Studio in Europa hier und ist 23 Meter hoch. Es ist ein Greenbox-Studio, welches 216 m2 an Fläche hat. Desweiteren stehen 125 m2 Spielfläche zur Verfügung und einige Bühnen. Darüberhinaus befinden sich hier auch 46.000 m2 Bürofläche. Der Name Coloneum leitet sich ab von "Kolosseum" sowie Museum und der Name ist geschützt und 1998 wurde er von Bernd M. Samland geschaffen.