Pesch wird präsentiert

Pesch ist linksrheinisch und gehört zum Stadtbezirk Chorweiler. Flächenmäßig hat der Stadtteil eine Fläche von 2,834 km2. Es leben in etwa 7812 Einwohner in Pesch. Seine Eingemeindung hatte Pesch am 1. Januar 1975. Die Postleitzahl lautet 50767 und hier verkehren die Buslinien 122, 125, 126 sowie 127.

Köln Pesch

Lage des Stadtteils

Wo liegt der Stadtteil?

  • Köln-Esch grenzt im Norden an Pesch
  • Lindweiler bildet die östliche Grenze
  • Ossendorf macht die Grenze im Süden aus

Die Autobahn 1 liegt zwischen Ossendorf und Pesch. Der Pescher See befindet sich im Westen und der Escher See liegt nicht weit davon entfernt.

Geschichtliche Fakten

Der Stadtteil wurde zum ersten Mal im Jahre 1312 erwähnt. Abraham Hogenberg lieferte einen Plan im Jahre 1609, wo Pesch auftaucht. Hier wurde der Stadtteil als "Besch" vermerkt. Die Etymologie des Wortes besagt, dass es sich von "pasccuum" herleitet. Dies ist lateinisch und bedeutet Weide. Es liegt aber auch die Vermutung nahe, dass es sich um das Wort für Busch handelt. 1657 kam der Krischhof, oder auch Kriegshof genannt, in einer Urkunde vor. Daneben werden noch drei Höfe sowie vier Häuser genannt. Die Donatuskapelle wurde im Barockstil errichtet und liegt gleich neben dem Kriegshof. Diese ist eines der ältesten Bauten im Stadtteil. Der Türsturz ziert die Jahreszahl "1774". 1794 belagerten die französischen Truppen den Ort. Danach wurde Pesch ein Teil der Mairie Stommeln, welches im Dormagen Kanton lag. Der Kanton wiederum war Teil der Arrondissement de Cologne des Departement de la Roer. Im Jahre 1815 wurde Pesch dann ein Teil von Preußen. Auch in die Bürgermeisterei Stommeln wurde Pesch dann wieder eingegliedert. 1927 erfolgte die Umbenennung dieser in Amt Stommeln. 1934 kam Pesch dann zum Amt Pulheim. 1964 fiel Pesch zusammen mit Esch sowie Auweiler an Sinnersdorf. Im Jahre 1975 fand eine Gebietsfreform statt und Pesch wurde nach Köln eingemeindet.

Wirtschaft sowie Infrastruktur

Einrichtungen in Pesch: Zwei Kindergärten befinden sich hier, zum einen die Erich-Ohser-Schule ist eine Gemeinschaftsgrundschule und in Pesch gibt es auch ein Gymnasium.

Kirchen in Pesch

Welche Kirchen findet man in Pesch?

  • Die Katholische Pfarrkirche namens Sankt Elisabeth
  • Die Evangelische Kirchengemeinde von Köln-Pesch

Ab 55 EUR pro Nacht! Klicken Sie auf das Bild der Fewo


Verkehrslage

In Pesch fahren vier Buslinien der Kölner Verkehrs-Betriebe:

  • Die Linie 122 hält in: Weidenpesch / Seeberg / Chorweiler / Pesch
  • Die Linie 125 hält in: Weiler / Chorweiler / Longerich / Pesch / Esch / Pulheim-Sinnersdorf
  • Die Linie 126 hält in: Bocklemünd / Mengenich / Auweiler / Esch / Weiler / Chorweiler
  • Die Linie 127 hält in: Lentpark / Ebertplatz / Nippes / Bilderstöckchen / Ossendorf / Mengenich / Pesch / Longerich

Freizeitaktivitäten

Die Gegend um Pesch hat viele Baggerseen, die einstige Kiesgruben waren. Somit ist die Pescher Gegend mit dem See ein Naherholungsgebiet. Hier können Besucher sich erholen, das Grün genießen, die Ruhe des Sees und spazieren gehen. Köln verpflichtete sich einst, aus den Seen ein Erholungsgebiet zu machen. Somit entstand ein Freizeitgebiet namens "Stöckheimer Höfe“. Dazu zählen die einstigen Baggerseen in Esch und Auweiler, Pesch sowie Pulheim.

Man kann in Pesch viel Sport treiben. Der BC Köln Pesch 04 ist ein Basketballverein. Tischtennis kann die Jugend im TTC Pesch spielen. Der FC Pesch bietet Kindern, der Jugend und aktiven Erwachsenen Fußball an. Diese Vereinen sind um Nachwuchs sehr bemüht. Ein Unikum ist die unterirdische Schiessanlage, die in einem Gewerbegebiet liegt. Interessierte Schützen können hier an zehn Bahnen zu je 25 Metern ihrem Hobby frönen. Hier in Pesch ist auch die Schützenbruderschaft "St. Donatus Köln-Pesch 1955 e. V." beheimatet.

Der Pescher See

Das Erholungsgebiet ist für Erholungssuchende oder Besucher da, die spazieren gehen wollen. Baden ist am Pescher See nicht erlaubt. Jedoch wird das Naherholungsgebiet immer wieder missbraucht. Es wird am See illegal gegrillt oder gebadet. Deshalb kommt es immer wieder zu Problemen. Die Pescher erzählen von Tierquälerei am See oder von illegalen Müllbergen. Dies zieht leider Ratten an und endlich will das Ordnungsamt von Köln hart durchgreifen.

Jeden Sommer wird am See leider illegal gegrillt oder der See unerlaubt benutzt. Auch wird der Müll dann nicht fachgerecht entsorgt, sondern einfach liegen gelassen. Dies in einem Erholungsgebiet, was weder für die Pescher noch für Besucher ideal ist, denn man will die Natur genießen. Die Bewohner von Pesch berichten leider auch von wüsten Tierquälerein. Nicht selten kommt es vor, dass Tiere auch getötet werden. Es werden häufig Enten gefunden, deren Hälse umgedreht wurden. Wasservögel werden mit Steinen drangsaliert. Die armen Tiere werden sogar erschlagen. Kurz und bündig, diese Zustände gehen nicht an und das Ordnungsamt hat die Verpflichtung, hier endlich starke Maßnahmen zu setzen. Sehr zum Leidwesen der Pescher wurden auch Schwäne gefunden, die verstümmelt wurden. Daher werden Warnschilder aufgestellt, dass mit Strafen zu rechnen ist. Auch finden regelmäßige Kontrollen statt. Die Tierquälerei muss hier ein Ende finden. Das Ordnungsamt nimmt Anzeigen auf, denn es muss alles getan werden, dass dies beendet wird. Der Pescher See ist ein Landschaftschutzgebiet und Bürger wie Gäste sind aufgerufen, Missbrauch zu melden.

Daher will der Leiter des Umweltamtes mehr Präsenz zeigen lassen. Leider haben Landschaftsbehörden die Missbräuche bestätigt. Diese Fälle müssen schnell abgestellt werden und die Pescher machen den Behörden hierbei Druck. Abgesehen von diesen Vorkommnissen macht das Spazierengehen beim Pescher See Spaß und bietet Erholung an gesunder Luft.

Das Erholungsgebiet "Stöckheimer Höfe" ist ein Naturschutzgebiet. Die Pescher Bürger kommen hierher, um frische Luft zu tanken, die Natur zu genießen. Dies muss unbedingt gewahrt werden und das Umweltamt muss dies schnell in den Griff bekommen.

Das Areal um die Seen ist etwa 640 ha groß. Es zählt zum Pulheimer Stadtgebiet und neben dem Pescher See gehört auch der Escher See dazu. Daneben befinden sich die Baadenberger Senke, der Pulheimer See sowie der Stöckheimer See im Erholungsgebiet. Öffentlich baden kann man hingegen beim Escher See. Der Sundown Beach Club befindet sich dort.

St. Elisabeth

Die Kirche St. Elisabeth in Pesch gibt es seit 1980. Paul-Georg Hopmann kreierte die Kirche 1980 und sein einstiger Mitarbeiter Emil Steffans half ihm beim Planen. Pesch hat noch Dorfcharakter und daher ließ Hopmann eine Kirche bauen, die dem weitgehend entspricht. Es handelt sich um keinen komplizierten Bau. Das Gotteshaus sowie das Pfarrzentrum passen zu Pesch. Die Kirche hat die Form eines überdimensionalen Gehöfts. Es wurde weitgehendst Backstein als Baumaterial verwendet. Die Kirche hat ein Satteldach und einen Grundriss in Rechteckform. Der Altar befindet sich vor einer Längswand, wie auch der Ambo. Der Kirchenraum ist quergelagert und die Gläubigen können an drei Seiten auf Bänken Platz nehmen. Links steht das Taufbecken, wie auch das Tabernakel.

Die Andachtsnische ist jeden Tag geöffnet und hat eine Schutzmantelmadonna. An der rechten Fensterreihe sieht man Evangelistensymbole. Franz Boos war ein Priester der Gemeinde und liebte Orgeln. Er war verantwortlich dafür, dass die Kirche eine sehr gute Orgel bekam. Sie hat drei Manuale sowie 26 Register und das Unternehmen Becker baute die Orgel 1983.

Die Donatuskapelle - kurze Rast in einer hektischen Zeit

1774 fand die Weihung der Kapelle statt. Der Märtyrersoldat Donatus gab ihr den Namen. Der Eigentümer des Kriegshofes war früher Konrad Hausmann. Dieser ließ für seinen Sohn Konrad die Kapelle errichten. Der Sohn war Stiftsherr des St. Aposteln Stiftes in Köln. Die Reliquien des Römersoldaten Donatus werden verehrt. Seine Gebeine befinden sich in Münstereifel. Von dort kaufte Hausmann eine Reliquie des Märtyrers. Die Reliquie verbrachte er in die Kapelle und 1778 ordnete er eine Erweiterung der Kapelle an. Donatus lebte in Münstereifel und er wird gegen Unwetter sowie Blitz angerufen. Früher brauchten die Bauern gutes Wetter und jeden ersten Sonntag des Monats Juli fand seit 1784 eine Prozession statt. Die Bauern kamen nach Pesch und gedachten des Hlg. Donatus. Er wurde gebeten, das Wetter gut sein zu lassen. 100 Jahre danach entwendete der Priester von Esch diese Reliquie aus der Kapelle. Damit endeten die Bittprozessionen zur Kapelle und 1970 wurde die Reliquie wieder nach Pesch geführt. Kaplan Boos war Priester in Esch und seitdem befindet sich die Reliquie wieder in Pesch.

Es gab vor dem Bau einer eigenen Kirche in Pesch unter der Woche eine Messe in dieser Kapelle. Pescher oder Besucher zünden ab und zu hier eine Kerze für Verstorbene an.