Willkommen in Raderthal

Raderthal gehört zum Stadtbezirk Rodenkirchen und hat eine Fläche von 3,21 km2. Seine Einwohnerzahl beträgt in etwa 4761 und die Eingemeindung nach Köln fand am 1. April 1888 statt. Der Stadtteil führt die beiden Postleitzahlen 50968 und 50969. In Raderthal verkehren die Buslinien 130, 131 sowie die Nummer 133. Das Stadtviertel liegt südlich von Köln.

Raderthal

Lage des Stadtteils

Raderthal hat im Osten Marienburg als seine Grenze. Die Bundesautobahn 4 bildet die südliche Grenze zu Raderthal, wo auch Rondorf angrenzt. Der Südfriedhof ist die westliche Grenze zum Stadtteil. Auch Zollstock bildet die westliche Grenze zu Raderthal. Raderberg wiederum bildet die nördliche Grenze zum Stadtteil. Das Heeresamt des Bundesverteidigungsministeriums befindet sich hier im Stadtteil und ist in der Brühler Straße gelegen.

Interessante geschichtliche Fakten zu Raderthal

Raderthal bekam seinen Namen von einem Ort des gleichen Namens. Dieser war wiederum die Bezeichnung für ein Tal, welches an Raderberg angrenzt. Es handelte sich damals um ein Flussbett des Rheins. Raderthal wurde schon im 13. Jahrhundert als Flurname angeführt. Sein Name scheint in den Schreinsbüchern der Stadt Köln auf. Der Ort selbst wurde aber erst 1838 in einer Urkunde erwähnt. Das Sterberegister der katholischen Kirche führte den Ort an. Die katholische Kirche lag in Immendorf. In der Zeit des Mittelalters waren es Bauern, die das Gebiet bewirtschafteten. Diese waren im Kirchensprengel St. Severins angesiedelt. Im Jahr 1384 schlossen sich die Bauern zu der "Bauernbank Severin" zusammen. Dann, im 19. Jahrhundert, kam es zur Industrialisierung. Zu dieser Zeit wurden die Höfe der Bauern aufgelassen und sie fanden außerhalb Kölns eine Ansiedlung. Vor den Toren der Stadt Köln existierten fünf Bauernbänke, die aus dem Mittelalter sowie der früheren Neuzeit stammten. An der Brühler Straße, sowie an der Hitzeler- und Raderthaler Straße kam es zu ersten Siedlungen. Diese entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts und danach siedelten sich Handwerks- sowie Industriebetriebe an. Die Gemeinde Rondorf war, was die Politik anging, für Raderthal zuständig. Rondorf lag im Landkreis Köln und die Eingemeindung fand 1888 statt. Erste Wohnsiedlungen wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft der städtischen Bahnangestellten GmbH. bauten in der Markusstraße Häuser. Diese enstanden in den 1920er Jahren.



Der Rundfunksender Köln-Raderthal befand sich bis 1932 im Staddteil. Nach dem Krieg kam die "Englische Siedlung" in Raderthal hinzu. Diese entstand um den Fritz-Encke-Volkspark herum. Die Siedlung ist heute unter Denkmalschutz. Zum Großteil diente die Siedlung belgischen sowie englischen Besatzungssoldaten zum Wohnen. Die Soldaten wechselten sich mit der Zeit jedoch ab und deutsche Offiziere zogen ein. In der Siedlung gibt es weite Straßen und sehr alte, schöne und große Bäume. Die alten Häuser wurden heute fast alle verkauft. Überwiegend zogen dann Familien hier ein und die Struktur der Bevölkerung wandelte sich. Raderthal steht nun inmitten eines Generationenwechsels. In Raderthal leben viele alte Senioren, aber auch junge Familien ziehen hierher. In erster Linie schätzen die Jungfamilien die gute Lage zur City sowie auch die Direktanbindung zum Grüngürtel. Auch der Stadtwald ist nicht weit entfernt, somit ist das Viertel attraktiv.

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Freizeit sowie Sehenswertes

Folgende Aktivitäten können unternommen werden:

  • Der Kölner äußere Grüngürtel liegt im Süden des Stadtteils. Im Fritz-Encke-Volkspark gibt es einen neuen Trinkbrunnen, der auch einen Rundtempel beinhaltet. Dieser Park wurde im Jahr 1924 gegründet. Der Fritz-Encke-Volkspark liegt auf der anderen Seite des Militärringes. Dieser verband in früherer Zeit Festungsanlagen von dem Festungsring der Stadt Köln.
  • Der einstige Friedhof ist auch sehenswert und besitzt ein Hochkreuz.
  • Sehenswert sind auch vier Figuren eines einstigen Denkmals von Friedrich Wilhelm II.

Die Religion in Raderthal

Kirchen gibt es zu sehen:

  • In der Albert-Schweitzer-Straße befindet sich die Philippuskirche. Diese ist der Haupttreff der evangelischen Gemeinde von Raderthal. Daneben trifft sich hier aber auch die Hanbit-Gemeinde von Köln, welche koreanisch ist.
  • In Raderthal gibt es einen Verein, der sich der Kinder- sowie Jugendarbeit widmet. Der CVJM Verein ist in der Philippuskirche untergebracht.

Raderthal ist auch ein Teil der katholischen Gemeinden, welche am Südkreuz liegen.

Einrichtungen hier im Stadtteil

Welche Schulen und Einrichtungen gibt es in dem Stadtteil?

  • Die Europaschule ist in Raderthal beheimatet und sie liegt zwischen dem Raderthalgürtel sowie der Markusstraße. Sie ist eine Gesamtschule und vorher war das Gymnasium Raderthal/Zollstock hier ansässig. Hans-Martin Hansen war der Schulleiter des Gymnasiums. Herr Hansen wurde auch der Schulleiter dieser Gesamtschule, welche am Raderthalgütel 3 liegt.
  • Das Amt für Heeresentwicklung befindet sich in der Brühler Straße Nr. 300 mit der Konrad-Adenauer-Kaserne. Ihr gegenüber befindet sich ein Außenbüro des Karrierecenters der Bundeswehr - dieses führt auch die Hausnummer 300.
  • Die Bundeswehrfachschule Köln ist beim Fritz-Encke-Volkspark gelegen und ihre Adresse ist die Kardorfer Straße. Dieser Bau ist teilweise unter Denkmalschutz gestellt - wie übrigenes viele der Häuser in dieser Umgebung.
  • Das Elisabeth-Fry-Haus liegt in der Albert-Schweitzer-Straße Nummer 2. Es handelt sich um ein Wohn- sowie Aufnahmeheim für Frauen, welches von der Diakonie Michaelshoven ausgeht. Viele Frauen finden hier Unterschlupf, Unterstützung sowie Schutz und Sicherheit. In verschiedenen Krisensituationen kommen Frauen hierher. Dieses Haus ist eine Anlaufstelle für Frauen, welches immer erreichbar ist.
  • Eine Kindertagesstätte befindet sich an der Derkumer Strraße. Die Tagesstätte betreut Kleinkinder ab dem Alter von einem Jahr bis einschließlich sechs Jahren.

Der Sender Köln-Raderthal

Dabei handelte es sich um einen Rundfunksender. Dieser fungierte als Mittelwellenrundfunk und befand sich in Köln-Raderthal. Er wurde im Jahre 1927 gebaut und errichtet wurde er im Fritz-Encke-Volkspark, der 1927 jedoch noch nicht so hieß. Zuerst waren anstelle des Rundfunksenders Schänke geplant gewesen. Die Sendeantenne war 6 Meter breit sowie 40 Meter lang. Es handelte sich um eine T-Antenne und sie war zwischen zwei Holztürmen gespannt. Die Holztürme waren jeweils 80 Meter hoch. Der Abstand zwischen den beiden Türmen betrug 140 Meter und das Unternehmen Hein, Lehmann und Co. errichtete diese. Der Rundfunksender bestand bis zum Jahr 1932 und wurde am 21. März außer Betrieb gesetzt. Daraufhin wurden die Anlagen wahrscheinlich abgetragen.

Der Fritz-Encke-Volkspark

Dieser Volkspark ist eine Parkanlage, der sich im Grünzug Süd befindet. Der Park verbindet den Grüngürtel südlich Kölns, der innen liegt, mit dem Außengrüngürtel der Stadt. Der Park befindet sich zwischen der Bonner sowie der Brühler Straße. Südlich bildet der Militärring dessen Grenze.

Entstehungsgeschichte

In den Jahren von 1922 bis 1926 wurde der Park von Fritz Encke entworfen. Dieser war der Gartenbaudirektor der Stadt Köln. Der Park wurde am einstigen Friedenspulvermagazin vom Festungsring Köln-Raderthals angelegt. Zu damaliger Zeit war ein Grüngürtel als soziale Komponente im Gespräch und wichtig. Es sollte ein Volkspark für ein breites Publikum geschaffen werden. Es gibt Spielplätze und auch Lagerplätze und einen schönen Rundtempel sowie einen Trinkbrunnen.