Vogelsang - ein beschaulicher Name für einen Stadtteil

Vogelsang ist linksrheinisch gelegen und hat eine Fläche von 3,662 km2. Seine Einwohnerzahl beläuft sich auf etwa 8456 Bewohnern. Eingemeindet wurde Vogelsang im Jahre 1931, welches gleichzeitig das Gründungsjahr ist. Die Postleitzahl lautet 50829 und der Stadtteil mit dem anmutigen Namen ist dem Stadtbezirk Ehrenfeld zugehörig. Verkehrstechnisch sind hier die Buslinien 140, 141 und 143 im Einsatz. Die Eisenbahnlinien S 12, S 12 sowie S 19 verkehren ebenfalls hier und die Nummer 3 und 4 der Stadtbahnlinien.

Köln Vogelsang

Lage und seine Grenezen

Die Grenzen sind:

Geschichtliche Fakten

Planung von Vogelsang: Im Zuge der Industrialisierung entstand ein Platzmangel. In den 1920ern kam es zur Weltwirtschaftskrise, was eine hohe Arbeitslosigkeit bedingte. Es verwahrlosten ganze Städte sowie Stadtteile und Heinrich Brüning beschloss eine Neugründung eines Stadtteils. Er wollte ein Stadtrand- sowie Erwerbslosensiedlung bauen lassen. Zur selben Zeit schuf man jedoch Arbeitsplätze sowie Wohnungen für arme Leute. Es wurden Familien mit vielen Kindern bevorzugt, die vom Land stammten. Ländliche Arbeit sollte den Menschen nicht fremd sein, denn mit Gemüseanbau sowie Kleintierhaltung sollten Bewohner autark leben. Die Arbeiter aus der Industrie sollten so in die Landwirtschaft geführt werden. Die Siedlung wurde 1931 gegründet und auch diese war ein solches Konzept.

Die NS-Zeit in diesem Stadtteil

Es sollten hier nur Einfamilienhäuser geplant werden. 1936 kam es jedoch auch zum Bau von Mietshäusern, denn es gab wieder Arbeit und Wohnungen wurden benötigt. Von 1936 bis 1937 errichtete man hier die St. Konrad Kirche. Es gibt heute noch eine Schule sowie ein Gasthaus, welche den Kern von Vogelsang bilden. Da Vogelsang am Rand von Köln liegt, blieb es weitestgehend von Bombenzerstörungen unbehelligt.

Die Nachkriegszeit

Jeder Wohnungseigentümer konnte sich selbst mit Gesundem versorgen. Es gab auch viele Kleintierhaltungen in dieser Siedlung. In Köln waren viele Stadtteile im Krieg zerstört. So kam es, dass in Vogelsang damals Plünderungen stattfanden, die der Kardinal Frings sogar in einer Messe legitimiert hatte. Was natürlich zum leidvollen Nachteil der Vogelsanger gereichte.

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Wirtschaftswunder auch in Vogelsang

Im Jahre 1955 entstand die evangelische Emmauskirche. Die Gemeinde wurde vorher eigenständig und in den 1960ern wuren zahlreiche Häuser gebaut. Im Norden wurde Vogelsang ausgebaut und daher kam es zum Bau einer zweiten Kirche. Die St. Viktor-Kirche ist katholisch und wurde von Hans Schilling geplant. Der Baustil dieser Kirche ist sehr modern konzipiert worden, so wie damals üblich. In den Jahrzehnten des Wirtschaftswunders wurde das Bild von Vogelsang weitgehend verändert. Es war schon in den 1970ern nicht mehr zu erkennen, dass hier einst Arme lebten. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass die Einwohner sehr sparsame und fleißige Leute waren. Sie bauten ihre Heime teils in Eigenregie zu ansehnlichen Häusern um.

Gegenwärtiges

Es wird seit dem Jahr 2000 eine Erweiterung in Vogelsang gebaut mit Vogelsang-Nord.

Sehenswerte Besichtigungen

Was kann man in Vogelsang alles sehen und unternehmen?

  • der Vogelsanger Markt - ein Markt ist immer wieder mal eine schöne Sache, um zu flanieren und sich mit Gesundem und Biologischem einzudecken.
  • die Katholische Kirche St. Konrad
  • die Katholische Pfarre St. Viktor
  • die evangelische Emmauskirche
  • das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung
  • der Joseph-Hamacher-Platz
  • die Grünanlage Biesterfeld - hier kann man eine kurze Pause vom Stress einlegen und frisches Grün bewundern.
  • der Westfriedhof
  • der Wassermann-See

Die Pfarrkirche St. Konrad - für Kircheninteressierte

Die Regierung plante eben im Sinne einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme diese Siedlung im Jahre 1931. Heute gibt es noch vielfach einen Charme, der an die Dreißigerjahre erinnert. Die Architektur ist einfach, konservativ und heimatverbunden. In großem Stil strahlt dies der Marktplatz aus. Hier steht die Kirche, das Gasthaus und die Schule. Hans Peter Fischer plante den Kirchbau 1936, der auch die St. Dreikönigen Kirche schon kreierte. Sie entstand im Jahre 1928 und an Vogelsang und dem Kirchbau ist die konservativ-traditionelle Note sichtbar.

St. Konrad ist eine Saalkirche und hat einen viereckigen Glockenturm. Die Fassade kommt in schlichtem weißen und groben Kellenputz daher. Innen sieht man das schöne Rot von Backsteinen. Das Innere ist ruhig und beseelt mit einem Dachstuhl aus Holz, der offen ist. Es hat wuchtige Querbalken, die Verse zeigen, welche aus der Bibel von Daniel 3,61 - 90 stammen. Es handelt sich um das Loblied über die Jünglinge in dem Feuerofen. An den Fenstern im Norden sind dazu Illustrationen abgebildet. Im Süden sind die Sakramente Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße, Priesterweihe sowie Ehe zu sehen. Für Besucher der einfachen, aber warmen Charme versprühenden Kirche ein Augenschmaus. Das Fenster im Westen ist rund und ziert drei Personen mit Weinranken. Die Weinreben versinnbildichen die Gläubigen aus Johannes 15,1-8. Es ist das Rund des Fensters, welches eine Seltenheit in einer Kirche darstellt und einen attraktiven Blickfang bildet.

Toni Zenz schuf 1939 eine Holzstatue vom Hlg. Konrad von Parzham. Es ist zugleich der Patron der Kirche und 1934 war die Heiligsprechung des Patrons. Zenz schuf ebenso die Pieta sowie das Kreuz. Der Tabernakel zeigt die Speisung von 4000 und schon in der frühen Christenheit war dies ein beliebtes Motiv. Die Kirche hat auch Statuen von Paulus sowie Maria im Barockstil.

Die Kirche hat eine Grünfläche mit einigen schattigen Bäumen, wo man nach einer Besichtigung reichlich Frischluft tanken kann.

Also Liebhaber der Kirchenarchitektur, -geschichte und -kunst sind in Köln gut aufgehoben. Großartige Ferienwohnungen der Ferienwohnung Köln laden dazu ein, neben Sehenswürdigkeiten besichtigen, sich wie daheim wohl zu fühlen.

Ein Tip ist der Wassermannsee in Vogelsang

Der Wassermannpark wurde 2007 eingeweiht und ist 8000 m2 groß. Die schönen Wiesen sind mit dem Gewerbepark Triotop verbunden, so trifft ein Naturschutzgebiet auf Gewerbe. Dieser See liegt seit den 1920ern im Gebiet Köln. Den See hat Vogelsang dem Unternehmen Wassermann zu verdanken. Die Firma baute hier Steine und Kies ab, die einst von Jahrmillionen vom Rhein hier hineingespült wurden. Nach der Stilllegung der Kiesgrube, entstand auf dem Gebiet Wildwuchs. So blieb die Gegend über Jahrzehnte brach liegen. Der See hat eine steile Böschung und ist für Menschen nicht zugänglich. Das Ufer hat man mit Röhricht verfestigt. Spazierengehen kann man im Naturschutzgebiet, wo man auf ein Wald- sowie Buschgebiet trifft. Ein Spaziergang hier ist erholsam und nah an der Natur. Das Gebiet dünkt sich wie eine Hügelkette aus dem Märchenbuch und liegt vom Dohlenweg in Vogelsang nicht weit. Familien mit Kindern können hier echte Erholung finden, wenn man die Hänge besteigt. Oben auf einem Hügel hat man einen fantastischen Blick auf Köln. Obwohl die Vegetation hier sehr dicht ist, lässt sich Köln erhaschen. Es befinden sich schmale Pfade rund um die Hügel. Das Gebiet ist ein echter Geheimtip für Naturliebhaber und viele Kölner bedauern, dass Schwimmen im glasklaren See nicht erlaubt ist.