Auch in Weiden gibt´s was zu sehen

Weiden liegt im Westen von Köln und ist dem Bezirk Lindenthal zugehörig.

Köln Weiden

Wie liegt Weiden?

Die östliche Grenzen bilden Junkersdorf sowie Müngersdorf und die südliche Grenze bildet die A 4. Frechen liegt auch südlich des Stadtteils und Königsdorf ist die westliche Grenze zu Weiden. Die Grenze im Norden mach die Bahnstrecke Köln-Aachen aus.

Geschichtliche Fakten

Die Antike: In Weiden wurde eine Grabkammer aus der Römerzeit gefunden, die vermutlich aus dem 2. Jahrhundert stammt. Auf einem Grundstück in der Aachener Straße fanden Archäologen 1843 eine Grabkammern mit kostbaren Beigaben. Die Gegenstände bestanden aus weißem Marmor, beispielsweise ein Sarkophag. Daneben fanden sich in der Kammer auch drei Büsten, zwei Sessel, welche aus Stein waren und Münzen und einige kleinere Gegenstände. Der Fund wurde aufgrund einer Auswertung datiert. Die Haartracht, die Kleidung oder die Münzen gaben darüber Aufschluss. Sie stammen von Vespasian, Tetricus I., Maximian oder Claudius Gothicus, wie auch von Konstanntin dem Jüngeren. Die Datierung erfolgte somit ab 70 n. Chr. bis zum Jahr 350. Der Sarkophag ist wohl ein späteres Kunstwerk der Kammer.

Mittelalterzeit sowie Neuzeit: Bis zum Ende vom 19. Jahrhundert war Weiden ein Straßendorf. Die Siedlung lag beiderseits der Aachener Straße, welche auch die Administrationsgrenze war. Zum Amt Königsdorf gehörte der Teil im Süden und der Norden wurde der Herrlichkeite Lövenich zugerechnet. Die Franzosen besetzten 1794 das Gebiet und es wurde eine französische Verwaltungsform eingeführt. Das Gebiet wurde Mairie Weiden genannt und der Stadtteil war Hauptort vom Kanton de Weyden. Der Kanton umfasste Lövenich, Müngersdorf, Longerich, Kriel, Lind, Marsdorf sowie Widdersdorf. Die Verwaltung gehörte zum Arrondissement de Cologne, welches sich im Departement de la Roer befand. Im Jahr 1802 kam es zur Auflösung der Kantone und die kleinen Orte wurden zu Großbürgermeistereien zusammengeschlossen. Preußen wurde 1815 mit der Verwaltung Weidens beauftragt und 1816 die Bürgermeisterei Lövenich. Im Jahr 1927 wurde die Bürgermeisterei zum Amt Lövenich umbenannt und dann im Jahr 1937 hieß es fortan Amt Weiden. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet an der Bahnstraße, die Goethestraße sowie die Schillerstraße erschlossen. Bis der Stadtteil eingemeindet wurde, war er Teil der Gemeinde Lövenich.

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Städtepartnerschaft des Stadtteils

Es gibt eine Partnerschaft mit dem Ort Diepenbeek, welcher in Belgien liegt. Auch mit Igny besteht eine Städtepartnerschaft und mit Benfleet in England. Es kamen in der Folge weitere Städtepartnerschaften dazu.

Freizeitaktivitäten

Sportvereine: Weiden hat viele Vereine und besitzt einige Turnhallen. Der Stadtteil hat ein riesiges Sportangebot und es gibt auch ein Hallenbad. Das Hallenbad soll aber geschlossen werden, da die Besucherzahlen ausbleiben. Es soll jedoch als Bürgerbad erhalten bleiben.

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Wirtschaft sowie Infrastruktur

Es gibt 180 Geschäfte, die sich im Rhein-Center befinden.

Verkehrstechnisches

In den Jahren 1840 und 1841 wurde die Bahnstrecke Köln-Aachen gebaut. Diese hat einen hohen Bahndamm und so wurde die Flurverbindung der Ortsteile Weiden sowie Lövenich gehabt. 1870 wurde der Bahnhof eröffnet und somit ergab sich eine neue Verkehrsmöglichkeit. Das Dorf erfuhr danach eine Erweiterung infolge der Bahn. Vom Bahnhof Lövenich führte die Stadtbahnlinie L in die City Kölns. 1956 wurde der Streckenabschnitt aufgegeben und durch Busse ersetzt. Die Stadtbahn verkehrt jedoch seit 2006 wieder und bleibt beim Haltepunkt Weiden-West stehen. Dieser wurde neu errichtet und damit sollte die Aachener Straße eine Entlastung erfahren. Der Pendelverkehr war hier zuvor sehr stark.

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Bildungseinrichtungen

Die Albert-Schweitzer-Grundschule sowie die Clarenhofschule befinden sich in Weiden. Mit dem Georg-Büchner-Gymnasium hat Weiden eine weiterführende Schule. Es gibt 130 Lehrer für 1350 Schüler. Eine Hauptschule wurde mit dem Schuljahr 15 / 16 lahmgelegt.

Das Römergrab Köln-Weiden

Das Römergrab befindet sich in der Aachener Straße 1328 und hat eine Grabkammer, die unterirdisch liegt. Sie stammt aus dem 2. Jahrhundert und in der Römerzeit lagen Grabanlagen an Ausfallsstraßen. Reisende konnten so das Andenken an ihre Toten bewahren. In der Fernstraße namens Via Belgica wurde ein besonderes Grab gefunden. Sie führte einst von Tongeren in die Stadt Köln. Die Via Belgica befand sich unweit von Weiden. Die Grabkammer ist kostbar ausgestattet worden und die Villa rustica wurde auch freigelegt. Dort lebten wohlhabende Familien römischer Zugehörigkeit. Ein Römergrab, das sich in Efferen befindet, ist weitaus nicht so kostbar.

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Fundgeschichtliches

1843 wurde das Grab freigelegt im Zuge eines geplanten Baus. Ferdinand Sieger wollte dranbauen und bei Arbeiten zum Bau stieß er auf Schutt. Als er jedoch den Schutt wegräumen wollte, kam eine Treppe zum Vorschein. Sie lag fünf Meter unter der Erde. Sieger dachte, darunter wäre ein Schatz verborgen. Er zerstörte die Platte unter der Treppe und fand noch mehr Schutt. Daher wollte er das Loch wieder zuschütten. Der Bürgermeister Weygold jedoch finanzierte eine weitere Ausgrabung. Auch der Gutsbesitzer Dapper legte finanziell nach und ein Bergmann beaufsichtigte die Ausgrabungsstätte. Ernst Friedrich Zwirner, ein Dombaumeister zu Köln, erstand 1844 den Grund sowie die Grabkammer. Es kostete ihn 2300 Taler und der Grabfund wurde rekonstruiert wieder aufgebaut. Im Original wurden Tuffsteine verwendet, für die Rekonstruktion jedoch andere Steine. Es wurden auch ein Wärterhaus sowie ein Schutzbau gebaut. Im Jahre 1848 wurde die Grabkammer für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Wärterhaus liegt an der Aachener Straße 1328 und kurz nach der Freilegung gab es einen Bericht in den Jahrbüchern von Bonn 1843. Fritz Fremersdorf verfasste 1957 eine korrekte Vorlage. Das Römisch-Germanische Museum übernahm die Verwaltung, als Weiden eingemeindet wurde. Damals restaurierte man die Grabkammer und setzte auch Maßnahmen zur Konservierung.

Beschreibung des Baus

Früher bestand die Treppe aus Brohltaltuff und sie befand sich sechs Meter unter der Erde. Die unterirdische Grabanlage hat heute keine Originaltreppe mehr. Es gibt große Blöche an den Wänden und sie haben keinen Mörtel. Sie bestehen aus vier Lagen und haben eine Sockelzone. Eine Tonnendecke sitzt auf den Seitenwänden und sie besteht aus Tuffquadern. Der Fußboden hat auch Tuffplatten und nur die Türfassung ist aus Buntsandstein gefertigt. Der Zugang weicht daher von den anderen Bauten ab. Die Grabkammer war mit einer Platte aus Stein zugemauert. Die Steinplatte zierte ein Bronzering und die Verschlussplatte wurde zerstört. Das Hypogaeum ist unter der Decke 4,06 Meter hoch und die Wände haben 0,79 Meter tiefe Nischen. Die Nischen sind rechteckig und sind 1,79 Meter breit und 1,54 Meter hoch. In den Hauptnischen befinden sich Klinen aus Marmor. Darunter liegt je eine Kammer, die arkosolienartig gebaut wurde. Diese dienten einst zur Aufnahme der Toten. Da diese Klinen aber hier zu klein sind, hatten sie wohl nur Symbolcharakter. An den Seitenwänden gibt es noch 29 kleine Nischen. Der Zugang hat eine glatte Wand und hat keine Nische. An den Nischen konnten Opfergaben bereitgelegt werden. Das Hypogaeum wurde als Columbarium verwendet. Die Rekonstruktion des Baus ist an der Oberfläche schwer möglich. Im Versturz fanden sich nur einige kleinere Bruchstücke von Säulen.