Weidenpesch wird von der Ferienwohnung Köln präsentiert

Weidenpesch ist linksrheinisch gelegen und wird dem Stadtbezirk 5, Nippes zugerechnet. Die Einwohnerzahl von Weidenpesch liegt bei etwa 13.961 und seine Eingemeindung nach Köln war am 1. April 1888. Die Postleitzahlen des Stadtteils lauten 50735 sowie 50737. In Weidenpesch sind die Buslinien 121, 122 sowie 140 und die Stadtbahnlinien 12 und 15 unterwegs.

Köln Weidenpesch

Lage von Weidenpesch

Weidenpeschs südliche Grenzen sind Nippes sowie Mauenheim. Die östliche Grenze wird mit Niehl gebildet und die westliche bildet die Köln-Neus-Krefeld Eisenbahnlinie. Longerich wiederum ist die nördliche Begrenzung zum Stadtteil..

Geschichtliche Fakten

Seinen Namen hat Weidenpesch von einem alten Hof bekommen. Dieser lag beim Stift Gereon und hieß "Weiden Pacherhof". Auf der dem Westen zugeneigten Seite des Hofes lag der Ort "Merheim". Im 19. Jahrhundert wurde der Ort nach Longerich eingebürgert und am 1. April mit Merheim nach Köln. 1952 gab es eine Umbenennung zu Weidenpesch, denn auf postalischem Wege gab es zu viele Irrläufer. Diese Sendungen landeten im rechtsrheinischen Merheim und vice versa. In den 1920ern sowie den 1930ern kam es zu neuen Wohnsiedlungsbauten. So zum Beispiel in der Mollwitz- Zorndorfer- sowie der Lobositzstraße. In den 1950ern kam es zu vielen Neubauten und so entwickelte sich Weidenpesch immens weiter.

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Infrastruktur sowie Verkehr

Der Kern von Weidenpesch liegt bei der Neusser Straße an der B 9. Auf dieser Straße sind zwei Stadtbahnlinien unterwegs mit hervorragenden Anbindungen an andere Stadtteile. Schon in 15 Minuten kann man in der City sein. Die Zentrale von Kölns Berufsfeuerwehr ist in Weidenpesch ansäßig, sowie auch die Kölner Verkehrs-Betriebe. Im Westen des Stadtteils befindet sich der Nordfriedhof.

Freizeitaktivitäten in Weidenpesch

1897 wurde die Pferderennbahn in Weidenpesch gebaut. Hier fanden und finden regelmäßig Galopprennen statt. Diese Rennbahn war die erste Sportanlage in ganz Köln. Der Betrieb erfolt ganzjährig und die Anlage zählt zu den bedeutendsten in ganz Deutschland. Schon seit 1898 gibt es in Köln Galopprennen. Der "Kölner Renn-Verein 1897 e. V." ist administrativ für die Anlage zuständig. Das Areal umfasst mehr als 55 ha und die Anlage bietet sehr viel Grün. Der "Preis von Europa" ist eine jährliche Veranstaltung hier. Die Veranstaltung gibt es seit 1963 und Hein Bollow durfte hier als erster Sieger hervorgehen. Das "Union-Rennen" dient der Vorbereitung und wird auch hier geritten. Das "Union-Rennen" zählt zu den ältesten Zuchtrennen in Deutschland und fand 1947 erstmals statt. Köln kaufte das Gelände 2008 dem sehr verschuldeten Renn-Verein für 15 Mio. Euro ab. Alleine 10 Mio. Euro mußte der Verein an Schulden tilgen. Hier findet ein regelmäßiger Flohmarkt statt und bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurde hier ein Sportzentrum errichtet. Seit 1923 wurde in Müngersdorf ein Sportpark gebaut und bis dahin galt die Anlage in Weidenpesch als Favorit im Sport. In dem Park wurde auch ein Fußballstadion errichtet, welcher damals der größte Deutschlands war. Desweiteren befindet sich hier ein Golfplatz - der erst in Köln damals. Mit dem VfL Köln 1899 hat Köln seinen ältesten Fußballverein und er entstand in Weidenpesch. Der WM-Teilnehmer 1962 Leo Wilden war in dem Verein aktiv. Das älteste Gasthaus namens "Zur Alten Zollgrenze" wurde 1698 eröffnet. Es ist an der Neusser Straße gelegen und man munkelt, dass hier einst Napoleon übernachtet haben soll.

Vereinsleben in Weidenpesch

In folgenden Vereinen sind die Weidenpeschener Bürger aktiv:

  • die North-Brigade e.V.
  • der Tennis-Club Ford Köln e.V.
  • der Kölner-Tennis-Club (kurz KTC) "Weidenpescher Park 1920 e.V."
  • der 1.FSV Köln 1899 e.V. (ist ein Fusionsverein von VfL Köln 1899 sowie dem FSV Köln Nord)

Kirchen von Weidenpesch

Schon im 13. Jahrhundert gab es die St. Stephanus Kirche hier. Sie lag in der Schmiedgasse, wurde aber 1860 abgerissen. Die Bausubstanz war zu baufällig für eine Renovierung. Darum wurde eine neue Kirche gebaut, die 1862 fertig wurde. Sie ist dem Hlg. Stephanus geweiht und blieb bis etwa 1930 Pfarre. In den 1931ern wurde neuerlich eine neue Kirche errichtet. Die Hlg. Kreuz Kirche wurde nach Plänen Heinrich Bartmanns gebaut. Nach dem Krieg und Beschädigungen wurde sie wieder errichtet. Von Thomas Carl Tromm wurde eine Kapelle gebaut. Sie wurde an der einstigen Stelle der Stefanskirche gebaut. Tromm hatte in Weidenpesch eine Wachsfabrik und die neue Kapelle wurde "Madonna im Grünen" genannt. Das Material aus der alten Kirche wurde für den Neubau der Kapelle verwendet. Die Pläne zum Bau lieferte der Sohn des Fabrikanten. Wilhelm Cleven, der Weihbischof, weihte die Kapelle am 4. Dezember (am Barbaratag) 1954 ein. Theodor Kelter, ein Architekt, lieferte die Pläne zum Bau der katholischen Salvator-Kirche. Sie steht am Schlesischen Platz und wurde von 1957 bis 1958 gebaut. Gottfried Tucholski entwarf die Erlöserkirche für die evangelischen Gläubigen. Sie entstand zu Beginn der 1950er und zum Teil wurden Trümmersteine dafür verwandt.

Tätige Pfarrer der Gemeinde:

  • Friedrich Schellenburg
  • Dr. Max Adolf Wagenführer (wirkte bis 1971)
  • Andreas Hellriegel - bis 1995 Pfarrer
  • Holger Reiprich-Meurer - war bis 2001 tätig

Susanne Zimmermann sowie Markus Zimmermann sind seit dem Jahr 2002 als Pfarrer beschäftigt. Herr Zimmermann ist zugleich Superindendent Köln-Nords. Dieser hat zu Entlastungszwecken teilweise Christian Schlarp zur Unterstützung.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Weidenpesch

In Weidenpesch gibt es einige interessante Dinge zu besichtigen:

  • die "Heilig Kreuz Kirche" ist eine Basilika
  • die Jakob Pallenberg Arbeitersiedlung
  • die Galopprennbahn Köln-Weidenpesch
  • der Nordfriedhof
  • das Feuerwehrmuseum
  • die Bezirkssportanlage in Weidenpesch

Der Weidenpescher Park

Der Weidenpescher Park hat eine Fläche von 55 ha und ist eine schöne Grünanlage. Hier gibt es einige Sportanlagen und vor dem Ersten Weltkrieg wurde im Park ein Sportzentrum errichtet. Im Jahre 1923 wurde ein Sportpark im Stadtteil Müngersdorf gebaut. Bis dahin war der Sportpark in Weidenpesch an erster Stelle, was Sport betrifft. Auch ein erster Golfplatz wurde in Weidenpesch geschaffen. Es gibt außer der Galopprennbahn auch Tennisplätze u.a. trainiert der 1920 gegründete "KTC Weidenpescher Park" Tennisclub hier. Es gibt sechs Außenplätze und eine Tennisplätze, die drei Courts umfasst und 1990 Einweihung feierte.

Die Galopprennbahn in Weidenpesch

Wilhelm von Becker, Oberbürgermeister Kölns, war vorausschauend. Er machte 1896 den Vorschlag, in Weidenpesch den Galopprennsport attraktiv zu machen. Dafür musste eine Rennbahn modernen Stils errichtet werden. Für Fremdenverkehrszwecke wurde die Idee aufgenommen und die Metropole Kölns sollte weiter glänzen. Der Kölner Renn-Verein 1897 e. V. wurde am 29. April 1897 ins Leben gerufen. Die Pferderennbahn wurde danach schon angelegt und 1898 erfolgte dann der Rennbetrieb. Seit dieser Zeit gibt es Galopprennen hier und die Zuschauertribüne ist zweigeschossig. Sie ist seit dem Jahr 1983 sogar denkmalgeschützt. Otto March, ein Rennbahnexperte sowie Architekt, baute die Tribüne. Die Galopprennbahn von Köln ist weltweit bekannt, denn es finden wichtige Rennen statt. Das "Oppenheim-Union-Rennen" wurde im Jahr 1834 gegründet und gilt als Deutschlands ältestes Galopprennen. 1921 folgte der "Gerling-Preis", der "Preis von Birlinghoven" genannt wird. Robert Gerling war der Finanzier im Jahr 1934. Das Mehl-Mülhens-Rennen ist ebenfalls ein tolles Rennen. Im Kölner Rennbetrieb wird das ganze Jahr über geritten. Die Tribüne fasst 20.000 Zuschauer, mit dem Freigelände mitgerechnet. Jede Saison kann die Anlage etwa 140.000 Besucher verzeichnen. Seit dem 12. April des Jahres 1983 steht die Tribüne unter Denkmalschutz.

Eine Jockeyschule

Seit dem Jahre 2003 gibt es im Park eine Jockeyschule. Es ist die einzige Jockeyschule in ganz Deutschland und etwas Besonderes. Sie heißt "German Jockey School" und es gab hierzu Planungen des "Zentralverbandes des deutschen Galopprennsports" sowie auch des "Dirktoriums für Vollblutzucht und Rennen". Der Nachwuchs für den Beruf des Jockeys soll nach Möglichkeiten gefördert werden. Die Schule bietet den Pferdewirt als Beruf an und setzt seinen Schwerpunkt auf Rennreiten. Die Ausbildung ist staatlich anerkannt und stellt einen Ausbildungsberuf dar. Es dauert drei Jahre, um diesen Beruf zu erlernen und die Schüler lernen, wie man Vollblütler reitet. Es gibt sehr viele Traininsstunden dazu und in weiterer Folge wird auch bei Rennen geritten. Der Jockey als Profi sollte eigentlich das Ziel der Ausbildung sein.