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Der Stadtteil Weiß

Weiß ist linksrheinisch gelegen und befindet sich südlich der Stadt. Der Weiße Rheinbogen wurde nach dem Stadtteil benannt.

Koeln Weiss

Die Lage von Weiß

Weiß hat eine Fläche von 4,16 km2 und hat ungefährt 5922 Einwohner. Seine Eingemeindung nach Köln fand am 1. Januar 1975 statt. Der Stadtteil lieg linksrheinisch und südlich in Köln. Der Weiße Rheinbogen wurde nach diesem Stadtteil benannt. Die östliche Grenze bildet der Rhein, wie auch die südöstliche. Im Osten von Weiß lieg Zündorf sowie südöstlich von Weiß befindet sich Langel. Sürth und Hahnwald bilden die westlichen Grenzen zum Stadtteil und im Norden ist Rodenkirchen die Grenze.

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Fakten zur Geschichte

1130 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Damals fällte der Erzbischof Friedrich I. eine Entscheidung. Bertolfus war ein Kanoniker St. Georgs der Stadt Köln. Im Jahre 1238 vermachte dieser dem Stift Wein. Weiß ist in dieser Urkunde als "Wise bei Soride" angeführt. Für den Namen gab es auch noch andere Schreibweisen, beispielsweise "Wisse", "Wishe" oder "Wijss". Die Hogenberg-Karte stammt aus dem Jahr 1610 und dort ist "Wyß" zu lesen. Der Name leitet sich aus dem Althochdeutschen ab. Die Bedeutung des Namens ist einfach Wiese. Im historischen Ortszentrum findet man alte Fachwerkhäuser oder Backsteinhäuser. Diese sind ein- oder auch zweigeschossig und die Häuser werden manchmal als Fischerhäuser bezeichnet. Diese Häuschen bestimmen heute noch die Charakteristik des Stadtteils. Weiß´s Geschichte wird auch durch den "Leinpfad" oder "Treidelpfad" ersichtlich, was heute Straßen bezeichnet. Die Nachbarorte von Weiß sind Rodenkirchen sowie Sürth. 1302 wurde Weiß durch einen Krieg verwüstet, den der König Albrecht mit dem Erzbischof Wiebold ausfocht.

Die St.-Georgs-Kapelle ist das Zentrum des Ortes und die Weißer Bürger sagen "Weißer Kapellchen" dazu. Sie wird in einer Urkunde von 1433 angeführt. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu gravierenden Beschädigungen. Im Jahr 1965 sanierten Weißer Bürger die Kapelle erstmals. Eine letzte Renovierung gab es im Jahr 1982 und die Bewohner richteten die Kapelle auch in eigener Renovierungsarbeit her. Das Stift St. Georg in Köln besaß Fahrgerechtigkeit. Eine Erlaubnis musste damals vom Fährmann eingeholt werden, um am Rhein fahren zu dürfen. Diese wurde vom Dechanten sowie dem Stiftskapitel erteilt. Der Fährmann musste dafür auch eine Gebühr bezahlen. Die Fischrechte besaß das St. Severin Stift. Der Plasserhof war ein bedeutender Hof in Weiß. Den Namen des Hofes wandelte man später zu Pflasterhof um. Der Kölner Erzbischof nutzte den Hof als Rittersitz. Dieser Hof hatte dann noch weitere Besitzer, die oft wechselten. Auch Köln hatte diesen Hof einst in Besitz. Zuletzt erging der Lehnsitz dann in Besitz der Hilger Familie.

Seit Mittelalterzeiten gehörte Weiß politisch zum Amt Brühl. Im Jahr 1794 kam es zur Franzosenbesetzung und Weiß wurde der Mairie Rondorf einverleibt. Weiß ging im Jahr 1815 dann ans Königreich Preußen über. Der Stadtteil wurde 1816 dann ein Teil der Bürgermeisterei Rondorf. 1975 fand die Eingemeindung nach Köln statt. Nach dem Krieg wurden einige neue Bauten errichtet, die außerhalb von Weiß gebaut wurden. Auf diese Weise wurde Weiß immer mehr mit Sürth und auch Rodenkirchen verwoben. In Weiß gibt es heute zahlreiche Erholungsgebiete, die am Rheinufer liegen. Der Weißer Bogen ist ein Erholungsgebiet für die Bürger von Weiß und ein Schutzgebiet.

Hochwassergefahr in Weiß

Der Rhein gefährdet Weiß immer wieder mal mit Hochwasser. Es gibt Urkunden, wo die Überschwemmungen dokumentiert sind und die Schriftquellen reichen bis 1100. Zu den größten Überflutungsjahren gehörte 1496, 1497 sowie 1776 und auch 1784. Auch die Jahre 1819 sowie 1820 waren von Überschwemmungen in Weiß begleitet. Um diesem entgegenzuwirken, pflanzte man Weiden an. Die versandeten Böden sollten so etwas gebändigt werden. Am Ufer gab es Weingärten, die von Geistlichen bewirtschaftet wurden. Weinbau wurde im Stadtteil bis zum Ende des 18. Jahrhunderts betrieben. Der Weidenanbau wurde vom Rat in Köln mit Argusaugen beobachtet. Denn es wurde vermutet, dass das Rheinbett sich verändern würde infolge dieser Bepflanzung. Es gibt eine Chronik, wo sich die Überschwemmungen der Jahre 1819 und 1820 nachverfolgen lassen. Die Auswirkungen waren so gravierend, dass sogar Hausdächer unter Wasser standen.

Im Jahr 1995 gab es ein Jahrhundert-Hochwasser in Köln. Der Stadtteil Weiß blieb aber damals von gröberen Schäden verschont. Das Grundwasser bereitete jedoch dennoch einigen Schaden an Häusern. Das Überschwemmungsrisikio ist in Weiß jedoch nicht so hoch wie in früheren Zeiten. Da ist der Ort Rodenkirchen in dieser Hinsicht schon mehr von Hochwasser bedroht. In den Jahren 2007 und 2008 nahm man Weiß ins Hochwasserschutzprogramm von Köln auf. Dadurch verringert sich das Hochwasserrisiko nun. Es wurde ein neuer Hochwasserschutzdamm errichtet. Dieser befindet sich am Weißer Bogen sowie am Ortsrand. Der Damm dient zum Schutz eines Jahrhundert-Hochwassers bis zu einer Höhe von 11,30 Metern.

Die Rheinfähre namens Krokodil

In Weiß ist eine Fähre sehr bekannt, die sich inzwischen zu einer Sehenswürdigkeit gemausert hat. Die Fähre ist klein und gehört Heiko Dietrich, einem Fährmann. Sie trägt den Namen Krokodil oder auch Krokolino. Sie befindet sich in Köln-Zündorf, das rechtsrheinisch liegt. Viele Bürger von Köln oder Weiß nutzen diese kleine Sehenswürdigkeit zu Erholungszwecken. Auch Radfahrer nutzen die Fähre zur Überquerung. Bei Schönwetter hat die Fähre ganz schön was zu tun. Zwischen März und Herbst kann die Fähre genutzt werden. In Weiß liegt die Anlegestelle am Pflasterhofweg. Sie legt in den Sommermonaten sogar alle Minuten hintereinander ab. Zur Frühlings- sowie Herbstzeit verkehrt die Fähre aber meist nur samstags und sonntags.

Religion in Weiß

In diesem Stadtteil befinden sich zwei Kirchen:

  • die Kapelle St. Georg: hier sind Wandmalereien des Malers Elmar Hillebrands zu sehen, wie auch von Theo Heiermann
  • die katholische Pfarrkirche St. Georg - sie wurde im Jahr 1954 erbaut.

Für die evangelische Gemeinde ist die Auferstehungskirche hier, die aber in Sürth liegt.

Bekannte Persönlichkeiten von Weiß

Folgende bekannte Menschen wohnen oder wohnten in Weiß:

  • Ralpfh Gioradano - ein Journalist und Schriftsteller sowie Regisseur
  • Karl Kaufhold - ein Komponist
  • Hartmut Priess, der Bassist von der Gruppe Bläck Föös ist
  • Xao Seffcheque - ein Drehbuchautor sowie Musiker
  • Thomas Häßler, ein einstiger Fußballer
  • Karl-Heinz Thielen - auch ein einstiger Fußballerer
  • Isa Günther-Wimmer ist eine Schauspielerin - sie spielte zum Beispiel mit in "Das doppelte Lottchen" oder auch Heidi
  • Gottfried Böhm - ein Architekt, dem der Pritzker-Preis zuerkannt wurde. Er baute ein Haus im Stadtteil, welches er auch 30 Jahre lang bewohnte.
  • Elmar Hillebrand - ein Bildhauer
  • Clemens Hillebrand - ein Maler