Unterwegs in Köln Zollstock

Zollstock ist im Süden der Stadt Köln beheimatet und hat eine Fläche von 5,04 km2. Mit Stand des Jahres 2015 hat der Stadtteil in etwa 22.360 Einwohner. Seine Eingemeindung nach Köln erfolgte am 1. April des Jahres 1888. Die Postleitzahl von Zollstock lautet 50969 und es gehört zum Stadtbezirk Rodenkirchen. Verkehrstechnisch ist der Stadtteil mit der Stadtbahnlinie 12 sowie den Buslinien 130, 131, 133, 138 sowie mit der Nummer 142 gut angebunden. Zollstock ist außerdem ein linksrheinischer Stadtbezirk von Rodenkirchen.

Zollstock

Die Lage von Zollstock

Der Stadtteil grenzt an sieben Stadtteile von Köln. Raderberg bildet die östliche Grenze zu Zollstock, wie auch Raderthal. Rondorf sowie Höningen bilden die südliche Grenze und mit Neustadt-Süd wird die nördliche Grenze gebildet. Klettenberg sowie Sülz sind die westlichen Grenzen zum Stadtteil. Der Vorgebirgspark ist ein grünes, kleines Erholungsgebiet der Zollstocker. Dieser liegt im Osten und ein Teil des Kölner Grüngürtels befindet sich südlich von Zollstock. Die Bundesautobahn 4 befindet sich bei der Stadtteilgrenze im Süden. Diese hat eine Anschlussstelle zum Bahnhof Eifeltor.

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Einige geschichtliche Fakten zu Zollstock

Im Jahre 1877 wurde Zollstock erstmalig urkundlich erwähnt. Davor waren auf dem Gebiet nur Ziegeleien und Felder vorherrschend. Ein Zollhaus gab dem Stadtteil seinen Namen. Dieses befand sich an einem Feldweg des Bischofsweges. Die Eingemeindung, die im Jahr 1888 stattfand, wurde mit weiteren Orten durchgeführt. Zollstock war bis zum Jahr 1888 ein Teil der Bürgermeisterei Rondorf. Um 1900 wurden einige Häuser gebaut und in Zollstock gibt es etliche Wohnsiedlungen. Diese wurden von Baugenossenschaften gebaut und sie entstanden in den 1920er Jahren. Wilhelm Riphahn war ein Architekt, der diese Siedlungen plante. Weitere Wohnsiedlungen entstanden in den 1950er Jahren. Der Volksmund nannte diese Genossenschaftssiedlungen oft "Schutzmannshausen". Der Terminus entstand, da hier zahlreiche kleine Beamte und deren Familien angesiedelt wurden. Der Stadtteil nennt ein Wappen sein eigen und der Direktor von der Volksschule in Zollstock hat es entworfen. Dieser war auch ein Gründer des Allgemeinen Bürgervereins. Im Jahre 1908 wurde der Verein "Köln-Zollstock" gegründet. Der Rektor hieß Joseph Rosenzweig und lebte von 1866 bis 1937. Die Überarbeitung des eigenen Wappens übernahm Robert Steimel, damit es heraldisch passte. Auf dem Wappen sieht man unten ein Zollhäuschen mit einer Straße. Auch eine Schranke ist abgebildet und im oberen Bereich sieht man drei Kronen. Diese sind auch ein Teil des Stadtwappens von Köln.



Verkehrsanbindung des Stadtteils

Der öffentliche Nahverkehr: Es gibt in Zollstock mehrere Buslinien sowie die Bahnlinie 12. Diese sind Teil der Kölner Verkehrs-Betriebe und somit ist Zollstock gut an die anderen Stadtteile angebunden. Auch die City von Köln ist relativ gut zu erreichen. Die Eisenbahnstrecke soll mit einer S-Bahn-Trasse bereichert werden. Sie ist Begrenzungslinie von Zollstock im Westen. Es wird damit ein Haltepunkt in Zollstock geplant, wie auch in Klettenberg, das an Zollstock angrenzt.

Straßenverkehr Zollstocks

Im weitesten Süden von Zollstock liegt mit Köln-Eifeltor die Anschlussstelle zur A 4. Den Verteilerkreis, der sich in Marienburg befindet, kann gut erreicht werden. Raderthal grenzt an Zollstock und die B 51 verkehrt in Raderthal. Diese führt nach Brühl und mit der Straße führt eine Anschlussstraße zur A 553.

Öffentliche Einrichtungen in Zollstock

Köln hat fünf größere Friedhöfe und einer davon befindet sich in Zollstock - der Südfriedhof. Auch ein Teil vom Grüngürtel Kölns befindet sich in Zollstock. Der Güterbahnhof Eifeltor liegt auch im Stadtteil und dieser liegt südlich von Zollstock. Das Südstadion liegt im Norden und das Stadion hat eine schöne Sportanlage. Der SC Fortuna Köln besitzt hier seine Spielstätte.

Folgende Schulen sind in Zollstock zu finden:

  • die beiden Grundschulen:
  • Sankt Nikolaus Grundschule - sie ist katholisch und befindet sich in der Bernkasteler Straße
  • Am Rosenzweigweg liegt die städtische Grundschule.
  • das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg liegt in der Brüggener Straße
  • die Europaschule Zollstock-Raderthal ist eine Gesamtschule und ist am Raderthalgürtel gelegen

Bevor die Gesamtschule gegründet wurde, gab es in Zollstock eine Realschule. Auch ein Gymnasium war hier geheimatet, welches nun mit der Gesamtschule zusammengelegt wurde.

Religion im Stadtteil

Zwei katholische Kirchen befinden sich in Zollstock.

  • die Sankt Pius-Kirche, welche am Gottesweg liegt, wurde in den Jahren von 1913 bis 1915 gebaut. Im Krieg wurde diese ganz zerstört und danach wiederaufgebaut. Wilhelm Buschulte entwarf die Fenster der Kirche, welche eine Sehenswürdigkeit sind. Joseph Frings war mehrere Jahre Kaplan dieser Gemeinde. In späterer Folge wurde er Erzbischof von Köln.
  • Am Zollstockgürtel liegt die "Zum Heiligen Geist" Kirche. Diese wurde im Jahr 1931 gebaut und im Zweiten Weltkrieg wurde sie fast ganz zerstört. Daher wurde nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Fertigstellung des Neubaus wurde im Jahr 1957 erreicht. Karl Band war der Architekt des Wiederaufbaus der Kirche. Die Kirche hat eine Marienstatue, die aaus dem 14. Jahrhundert stammt und als Sehenswürdigkeit gilt.

Philipp Melanchthon ist der Namensgeber der evangelischn Kirche, welche sich am Rosenzweigpark befindet. Die Kirche liegt in einer Siedlung, welche im Bauhausstil entworfen wurde. Sie entstand in den 1920er Jahren und auch die Kirche wurde im Bauhausstil gefertigt. Die Kirche heißt Melanchthonkirche nach ihrem Architekten. Sie hat im oberen Geschoss einen Kirchenraum und gehört somit in Deutschland zu den ersten dieser Art. Im Souterrain befindet sich das Gemeindezentrum. Die evangelische Kirche wurde von Theodor Merrill geplant und von 1929 bis 1930 dauerte die Bauzeit. Auch diese Kirche hatte unter schweren Kriegsschäden zu leiden. Sie wurde wiederaufgebaut, jedoch wurde die Raumkonzeption verändert. Seit dem Jahr 2000 ist hier auch Moschee gelegen - am Höninger Weg im Norden.

Parks sowie Plätze

Der Vorgebirgspark ist ein schöner, großer Park in Zollstock. Daneben liegt hier auch der Rosenzweigpark, der den Bewohnern des Stadtteils Grün liefert.

Als Grünanlage wurden folgende Parks geschaffen:

  • Vorgebirgsplatz
  • Höninger Platz
  • Theophanoplatz

In Zollstock beheimatete Unternehmen sowie Behörden und Organisationen

  • An der Gothaer Allee liegt der Sitz von Gothaer - auch deren Konzernzentrale befindet sich hier.
  • Die Gothaer Systems befinden sich in der Gothaer Allee. Das Unernehmen ist ein IT-Dienstleister der Firma Gothaer.
  • Ein JobCenter von Köln ist in der Pohligstraße gelegen. Hier befinden sich einige Büros sowie auch die Geschäftsführung.
  • Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hat ihren Sitz in der Sibille-Hartmann-Straße.
  • Am Höninger Weg befindet sich die UNICEF Deutschland.

Einstige hier beheimatete Unternehmen

  • Einst lag hier die Pohlig AG - die Firma ist Erbauer von der Kölner Seilbahn sowie auch der Seilbahn, die auf den Zuckerhut hinaufgeht. Das Unternehmen lag am Höninger Weg sowie der Ecke Pohligstraße.

Vereinsleben in Zollstock

Hier ist Geselligkeit angesagt!

  • Am Vorgebirgstor befindet sich der SC Fortuna Köln
  • Am Kalscheurer Weg 25 liegt der Verein Köln-Zollstock e. V.
  • Der SV Rot-Weiss Köln-Zollstock 05 e. V. befindet sich in der Breniger Straße
  • Der Tierschutzverein in der Vorgebirgsstraße existiert seit dem Jahr 1868 - es ist das Konrad-Adenauer-Tierheim
  • In der Fritz-Hecker-Straße befindet sich der Verein "SpVg Arminia 09 Köln"
  • Am Rosenzweigweg 1 liegt der Club Kölner Filmer e. V.
  • Der Verein "Musikzug Rot-Weiss Köln-Zollstock e.V. 1972" ist auch ein Teil von Zollstock

Triviales

Die Gruppe Bläck Fööss ist eine Kölner Band und deren Lied "Zollstock" haben sie dem Stadtteil gewidmet. Das Lied wurde im Salsa-Rhythmus komponiert.