Meschenich wird vorgestellt

Meschenich ist bekannt. Die Lage Am Kölnberg ist hier weiterhin problematisch. Daher sollten sich Touristen von dieser Gegend eher fernhalten, denn man kämpft mit Gewalt sowie Drogenproblemen hier.

Meschenich

Geografische Lage des Viertels

Meschenich weist flächenmäßig 4,718 km2 auf und hat etwa 7630 Bewohner. Die Eingemeindung nach Köln fand am 1. Januar 1975 statt. Das Stadtviertel trägt die Postleitzahl 50997 und ist dem Stadtbezirk Rodenkirchen zugehörig. Verkehrsmäßig ist Meschenich mit den Buslinien 132, 135, 192 sowie 935 ausgestattet. Immendorft bildet die östliche Grenze zum Stadtteil und die südliche bildet Brühl. Hürth ist die Grenze im Westen sowie Rondorf im Norden.

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Geschichtliche Fakten

Schon in der Römerzeit siedelten sich hier Menschen an, wie Funde belegen. Aus dem Jahr 1166 stammt die erste Erwähnung in einer Urkunde. Der Stadtteil war bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein Teil von Rodenkirchen. Das "Liber valoris" führte schon die Kirche in romanischem Stil im Jahr 1274 an. Seit der Mittelalterzeit sind Teile von Meschenich unter einigen Klöstern sowie Kirchen von Köln aufgeteilt.

Hierzu gehören beispielsweise:

  • das Stift Sankt Severin
  • Stankt Mauritius
  • das Stift St. Maria am Kapitol
  • das Kloster Benden zu Brühl

Die Besiedelung von Meschenich fand längs der Heeresstraße statt. So bildete sich nach einiger Zeit ein ganzes Dorf. Um die Zeit von 1650 waren bereits Höfe angesiedelt und beheimatet und auch Kirchen sowie 15 Häuser. Der Friedhof Trenkebergstraße ist sehenswert, denn er besitzt Steinkreuze, ein Kriegerdenkmal - diese stehen zum Teil unter Denkmalschutz. Im Zentrum des Ortes steht die Kirche. Eine Ansiedlung wurde in den 1970ern gebaut, die sich Auf dem Kölnberg befindet. Diese steht im Gegensatz zu der einstigen Bebauung. Es handelt sich um Hochhaussiedlungen, mit circa 26 Stockwerken. Die Wohneinheite machen mehr als 1300 aus. Diese Wohnungen sind zum Teil von Drogenjunkies, Prostituierten oder Zugewanderten bevölkert, was diesen Stadtteil oft problematisch macht. Man versucht der Situation Herr zu werden, jedoch empfiehlt es sich für Touristen nicht, diesen Stadtteil zu besuchen.


Die Verkehrssituation

Die A 553 macht bei Meschenich Endstation und Pläne für eine Verlängerung zur A 4 wurden ad acta gelegt. Durch Meschenich führt die B 51 und zusammen mit der Brühler Tangente L 150 / Kerkrader Straße stemmen die Straßen den Verkehr hier. Dies stellt für die Bewohner eine enorme Umweltbelastung dar und so ist eine Umgehungsstraße in Planung. Hier gibt es auch vier Buslinien für Anbindungen zum öffentlichen Personennahverkehr. In die Kölner City gelangt man mit Linie 132, welche über Rondorf, die Südstadt sowie Marienburg führt. Die Linie 192 ist schneller in die City unterwegs, wobei man einmal umsteigen muss. Die Linie 135 führt nach Rodenkirchen sowie Linie 935 nach Hürt sowie Brühl. Ein Projekt ist in Planung, damit die Linie 5 bis Meschenich verlängert wird.

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Vereine im Stadtteil

Zu nennen sind die folgenden Vereine:

  • die Erste Meschenicher Hunnenhorde
  • der Verein Löstige Kraade
  • der Sportclub Meschenich 1923 e.V.
  • der Junggesellenverein St. Josef Meschenich
  • der Club KC Tolle Meute
  • der Männer-Gesang-Verein Meschenich 1894 e.V.
  • die Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich e.V.
  • der Verein "Aktiv für Meschenich e.V."

Die Kirche St. Blasius

Zur Kirche gab es im Mittelalter einen Vorgängerbau. Der Pfarrer Piel ließ eine neue Kirche errichten, die im Jahr 1891 fertiggestellt wurde. Die Kirche wurde im neuromanischen Baustil gebaut und die Pläne dazu fertigte Theodor Kremer an. Es wurden Backsteine für die Fassade der Kirche verwendet, was auch typisch für die damalige Zeit war. Die Backsteine machen die Kirche zu einem kleinen Juwel und lassen sie schön aussehen. Ihre Ausstattung ist noch weitgehend im Original erhalten. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und auch die Ausmalung wurde im Original freigelegt. Diese stammt aus der Gründerzeit, wurde im Jahr 1978 freigelegt und saniert. Hans Euler stellt diese Originalmalereinen in der Kirche nun vor. Für an Kirchenkust und deren Denkmäler Interessierte, ist die kleine Kirche sicher von Interesse.

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Der Friedhof Trenkebergstraße

Der Friedhof liegt in Meschenich bei der Trenkebergstraße, der Pfarrer-Heinrich-Fuchs-Straße sowie der Südstraße. In der Trauerhalle können circa 15 Personen Platz finden. Der Friedhof umfasst 4600 m2 und gibt 790 Gräbern Platz. Es sind 16 Gräber für Opfer des Zweiten Weltkrieges hier. Der Friedhof ist unter Nummer 214 in der Liste für Denkmalschutz Kölns geführt.

Geschichtlich Interessantes

Zur Eröffnung des Friedhofes kam es bereits unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Die Bürgermeisterei Rondorf kaufte den Grund, der sich an der Trenkebergstraße befand. Zu dieser Zeit nannte sich die Straße allerdings Meschenicher Straße. Die beiden Witwen Leikert sowie Rolsdorf waren die Verkäufer des Grundstückes. Im Jahr 1920 wurde das Kriegerdenmal gebaut. Es liegt zwischen der Trauerhalle sowie dem Eingang, in der Mitte. In den 1950ern kam die Trauerhalle dazu. Der sich im Süden befindliche Teil des Friedhofs wurde in den 1960ern errichtet. Sehenswert sind die Steinkreuze, welche sich an den Seitenwänden von der Trauerhalle befinden. Auch längsseitig der Friedhofsmauer sind Steinkreuze zu finden. Dort sind zwölf Kreuze aus Stein aus Trachyt angebracht. Diese wurden vom einstigen Friedhof St. Blasien hierher geschaffen. Sie sind aus dem 16. Jahrhundert bis 18. Jahrhundert.

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Sehenswerte Denkmäler

Ein Steinkreuz stammt aus dem Jahr 1540 und ist circa 95 Zentimeter hoch. Das Kreuz ist das älteste hier aus der Rodenkirchener Umgebung. Es trägt keinen Namen, aber es ist darauf ein Wappenschild zu sehen, welches ein Herblatt-Relief hat. Ein weiteres Kreuz, welches gut erhalten geblieben ist, ziert einen Totenschädel mit gekreuzten Knochen. Es ist der Name "Endorfer Halffen" Mathias zu lesen. Dieser Mann starb circa 1730 und ein weiteres Grabkreuz trägt den Namen Gertrud Bley. Diese ist im Jahre 1732 verstorben. Ihr Grabkreuz ist ein "Dreisättelkreuz" mit der schmerzhaften Maria. Am Hauptweg liegt das Mahnmal für die gefallenen Soldaten beider Weltkriege. Das Mahnmal besteht aus einem Hochkreuz, das 1920 errichtet wurde. Es ist schwer und im oberen Bereich sind verjüngende Basaltquader ausgefertigt. Es ist auch eine Erinnerung an den Ehrenbürger von Rodenkirchen hier verewigt. Everhard Stolz lebte von 1888 bis zum Jahr 1975. Der Pfarrer von Meschenich, Heinrich Fuchs, liegt in der Nähe des Mahnmals. Ein Grab des Karl Kirchmanns ist hier auch gelegen. Der Grabstein ist aus belgischem, hellen Granit gefertigt. Freistehende Kreuzstele finden sich längs des Hauptweges, die viele Gräber zieren. Ab 1850 waren diese Kreuze für Gräber beliebt. Franz Moos oder die Hufschlag sowie Klemmer Familien sind hier zu nennen. Die Toten waren 1920 sowie etwa 1915 verstorben.

Ein interessantes Grab ist das der Familie Kelter: einer Margarethe Latz, die 1954 verstarb. Es ist ein Wandgrab, rundbogig, welches ein Bronzerelief ziert. Dieses ist 1920 entstanden und darauf sieht man die Tochter von Jairus. Die Szene ist in der Bibel, Mk 5,41 erwähnt. "Talita kum!", was soviel wie "Mädchen, steh auf!", in Aramäisch, der Sprache Jesu, bedeutet.