Worringen im Norden Chorweilers heißt willkommen

Worringen hat ungefähr 9911 Einwohner und ist flächenmäßig 11,73 km2 groß. Es ist der nördlichste Ort der Stadt, welcher im Bezirk Chorweiler liegt. Seine Eingemeindung fand am 1. April 1922 statt und die Postleitzahl lautet 50769. Worringen ist zum Stadtbezirk Chorweiler zugehörig und hier verkehren die Eisenbahnlinien S6 sowie S 11. Auch die Buslinien 120, 885 sowie 980 sind in Worringen unterwegs.

Lage von Worringen

Worringen ist linksrrheinisch gelegen und Roggendorf / Thenhoven sind die Grenzen im Westen.

Südliche Grenzen:

  • Merkenich
  • Fühlingen
  • Blumenberg

Dormagen ist die nördliche Grenze und Monheim am Rhein bildet die Grenze im Osten.

Geschichtliche Fakten

Zur Antike: Die Besiedlung der Gegend fand schon 500 v. Chr. statt. Euboronen waren die ersten, die sich hier ansiedelten. Die Ubier waren die nächsten Siedler dieser Gegend, ungefähr 20 v. Chr. Schon bald danach kamen die Römer, um hier zu siedeln. 355 n. Chr. waren es dann die Franken, die sich hier niederließen. Römische Höfe wurden durch Funde hier nachgewiesen. "Buruncum", ein Kastell, kann jedoch nicht eindeutig bewiesen werden. In Urkunden finden sich unterschiedliche Schreibweisen im Laufe der Zeit. Einige sind: Worunc, Woring, Worunchk, Woronc, Woeringen sowie Wuring.

Im Mittelalter: 922 schien Worringen zum ersten Mal urkundlich auf. Im Jahre 1151 veräußerte Graf von Jülich die Worringer Vogtei. Der Käufer war die Dompropstei von Köln. Wilhelm von Holland wurde im Jahre 1247 König von Deutschland. Heute besteht noch die Kirche, welche schon im 12. sowie 13. Jahrhundert gebaut wurde. Das Gebäude wird aber nicht als Gotteshaus benutzt - die Pankratiuskirche. Worringen war einst ein großer Ort, ja sogar der größte zwischen den Städten Köln sowie Neuss. Ihr Einkommen erwirtschafteten die Bürger aus der Landwirtschaft oder der Fischerei. Daneben gab es einen Handelsverkehr und es existierten einige Gasthäuser in Worringen. Es gab auch eine Burg, die vom Erzbischof aus Köln verwaltet wurde. 1288 kam es zur Schlacht von Worringen. Es kam zum Bündnis mit einigen Fürsten der Umgebung, woran auch die Bürger beteiligt waren. Im Endeffekt ging die Stadt Düsseldorf als Sieger hervor, denn es erhielt Stadtrechte. Auch für Köln ging die Schlacht in der Hinsicht gut aus, denn sie wurde Freie Reichsstadt. Die Verleihung fand jedoch erst 1475 ganz formell statt. Die Sieger der Schlacht befahlen, die Burg in Worringen zu zerstören. Es gab danach keinen Wiederaufbau mehr. Zur Mittelalterzeit sah Worringen wie eine Kleinstadt aus. Es gab drei Stadttore sowie auch eine Umwallung. Worringen blieb es aber verwehrt, Stadtrechte zu erhalten.

Die Neuzeit

Im Jahre 1794 kam es zur französischen Besatzung. In dieser Zeit fiel Worringen an den dritten Kanton vom Stift Köln. 1796 kam es zur Bildung von Mairie Worringen, der Bürgermeisterei. Seit dem Jahre 1798 war der Kanton Zons für die Verwaltung zuständig. Sechs Monate danach wurde es dem Kanton Dormagen des Departements de la Roer eingegliedert. 1815 wurde die Bürgermeisterei Worringens der Preußen gegründet und seit dem Jahr 1816 gehörte sie dem Landkreis Köln an. Es zählten unter anderem Worringen, Kreblshof, Blechhof bei Delhoven, Furth, Chorbusch, Brüngesrather Hof, Bergerhof, Piwipp, Roggendorf-Thenhoven, Fühlinen, Weiler, Langel und Merkenich (hier die Höfe Groß-Lachem sowie Klein-Lachem) dazu. Die Orte Weiler sowie Fühlingen wollten eine Spezialgemeinde gründen. Diese Versuche scheiterten jedoch und der Bürgermeister von Worringen hatte seinen Amtssitz vorerst im Ort Worringen. In den Jahren 1838 bis 1867 residierte er in Fühlingen. Die Jahre danach war der Sitz wieder in Worringen und 1908 entstand hier ein Rathaus. 1922 war die Eingemeindung nach Köln. Kleine Teile der einstigen Bürgermeisterei wurden nach Dormagen verlegt. Die Bürger von Worringen fühlen sich allerdings bis heute mit Köln nicht zu sehr verbunden. In Worringen gibt es daher einen eigenen Karneval, wobei am Rosenmontag der Festzug stattfindet. In den anderen Stadtteilen von Köln finden die Umzüge jeweils am Samstag, Sonntag oder Dienstag statt. Viele Einwohner von Worringen arbeiten in der Chemieindustrie in der Nähe.

Religion in Worringen

St. Pankratius, eine katholische Kirche, wurde 1837 aus der Taufe gehoben. 1848 wurde ein Turm dazugebaut und 1866 fand ein gewaltiger Umbau statt. Es wurden Gewölbe eingebaut sowie auch zwei Säulenreihen. Somit entstand eine Hallenkirche, dreischiffig und aus dem Vorgängerbau machte man eine Schule. Erhalten ist noch das einstige Langhaus (heute ein Wohnhaus) sowie der Kirchturm.

Die Fertigstellung erfuhr die evangelische Friedenskirche im Jahre 1961. Daneben gibt es eine Kirche für Bürger des neuapostloischen Glaubens.

Kultur und Freizeitaktivitäten

Anlagen: Im Südwesten liegt der Worringer Bruch und hier kann man wunderschöne Wanderungen oder Spaziergänge unternehmen. Südöstlich sind die Rheinauen gelegen, die ebenfalls zu Spaziergängen einladen. Im Westen Worringens, in Roggendorf, gibt es die "Öffentliche Kölner Golfsportanlage" mit 18 Löchern.

Verschiedene Vereine: In Worringen gibt es mehr als 70 Vereine. Der SG Köln-Worringen ist der drittgrößte Sportverein der Stadt. Die sechs Karnevalsvereine haben ehrenamtliche Mitglieder. Am Rosenmontag gibt es einen Karnevalsumzug im Stadtteil. Neben der Freiwilligen Feuerwehr, einer Pfadfinder-Gruppe namens "Gilwell", kann man auch der KJG Worringen aktiv werden. Worringen kann auch mit einem Skatclub "Wurringer Junge" aufwarten, der seit dem Jahr 1975 besteht.

Wirtschaft sowie die Infrastruktur

Es gibt mehrere Chemieanlagen zwischen Worringen und Dormagen. Teilweise befinden sich diese Anlagen auf Kölner Gebiet und teilweise liegen sie in Dormagen. Der Chemiekonzern Ineos befindet sich in Worringen. Daneben gibt es in Worringen mehrere kleinere Familienbetriebe. In Worringen gibt es etliche Felder, die landwirtschaftlich genutzt werden. Das Krankenhaus in Worringen schloß 1981 seine Pforten. In Dormagen-Hackenbroich wurde ein modernes Krankenhaus gebaut.

Verkehrslage

Ein bedeutender Verkehrsweg ist die einst römische Straße, die von der Stadt nach Neuss und Xanten führt. Heute nennt sie sich Bundesstraße 9 und im historischen Ortskern kam schon in den 1930ern eine Umgehungsstraße hinzu. 1965 baute man zwecks Entlastung die A 57. Köln-Worringen ist eine Anschlussstelle zum Autobahnnetz und Worringen bekam auch einen Bahnhof, denn im Zuge der Errichtung der Eisenbahnstrecke Köln-Krefeld wurde der Bahnhof gebaut. Es gibt Haltepunkte für die Linien S6 sowie S 11. Gäste können von Worringen neben Köln, bis Dormagen, Düsseldorf, Neusse, Ratingen sowie Essen fahren. Bei der Eingemeindung wurde den Worringern eine Straßenbahnlinie versprochen. Diese wurde aber aus wirtschaftlich unrentablen Gründen nie verwirklicht. Stattdessen wurde eine Buslinie nach Köln-Weidenpesch eingeführt. Es geht über Fühlingen sowie Chorweiler (mit Umstieg zur Stadtbahn) nach Blumenberg. Daneben existieren Buslinien nach Dormagen sowie Pulheim-Sinnersdorf.

Bürgermeister Worringens

Der Bürgermeister hieß 1797 Franz Adam Cremerius. Er hatte den Pilgramshof sowie den Bergerhof in Besitz. 1815 wurde Worringen Preußen einverleibt und Cremerius war bis 1835 Bügermeister. Er wollte im Jahre 1819 einen Landtausch vornehmen, mit Dormagen. Diese Idee scheiterte allerdings und Piwipp, Hackhausen und Hackenbroich sollten ausgetauscht werden. Franz Cremerius wurde zum Ritter geschlagen und starb im hohen Alter mit 88 Jahren 1852. Als erster Beigeordneter von Worringen ist Theodor Bollig zu nennen. Seine Amtszeit dauerte von 1832 bis zum Jahr 1835. Heinrich Bender war daraufhin der nächste Bürgermeister von Worringen. Auf sein Geheiß hin, wurde der Amtssitz nach Fühlingen verlegt. Als er wirkte, gab es eine Versammlung von 8000 Leuten, die sich auf den Rheinwiesen versammelten. Es waren Reden von Ferdinand Lassalle sowie Ferdinand Engels zu hören. 1883 verstarb Bender und liegt in Rheinkassel begraben. Eine lange Amtszeit verzeichnete Matthias Bender. Er war ein Sohn Heinrich Benders und er war 41 Jahre tätig. Er veranlasste, dass die Amtsgeschäfte wieder nach Worringen kamen. Matthias Bender war auch 13 Jahre als Schulinspektor in Worringen sowie Thenhoven tätig und als Deichhauptmann. Er gründete auch eine Gasanstalt, die von 1902 bis 1911 bestand. Die Azetylen-Gasanstalt wurde jedoch geschlossen. Er wollte eine Kleinbahn bauen lassen, die von Merkenich nach Langel reichen sollte. Das Projekt wurde nicht verwirklicht und für den Bau des Rathauses verschenkte er ein Grundstück. Auch eine kleine Verwaltung wurde errichtet. Es wurden ein Schreiber, ein Baubeamter sowie ein Rendant angestellt. In der Pension reiste er nach Afrika, Südeuropa sowie in die Orientregion und verstarb 1917. Der letzte Bürgermeister hieß Seul und er wirkte bis 1922. Josef Seul ließ mehrere Straßen pflastern und Gräben kanalisiert. Mit der Bayer AG wurden im Jahre 1912 Verhandlungen geführt, die er durchführte. Das Unternehmen gründete hier später seinen Sitz, jedoch mit Namen Bayer Dormagen.

Bildungseinrichtungen

Der Stadtteil nennt sechs Kindergärten sowie zwei Grundschulen sein Eigen. 2011 musste die Hauptschule geschlossen werden. Damit wurde die einzige weiterführende Schule zugesperrt. Schüler besuchen nun Schulen in anderen Stadtteilen, sowie auch in Dormagen.

Persönlichkeiten von Worringen

Hier sind die Promis :)

  • Der katholische Priester Josef Marxen ist zugleich ein Märtyer im Staat Albanien
  • Der Liedermacher und Sänger Udo Schild - wurde 1963 geboren